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6 Tipps für eine lückenlose Altersvorsorge

Das 3-Säulen-System der Schweiz ist Grundlage für die soziale Sicherheit, deshalb ist es in der Bundesverfassung verankert. Die 3 Säulen bauen über Jahrzehnte die Vorsorge für das Alter, den finanziellen Schaden oder der Erwerbsunfähigkeit auf. Die 1. Säule (staatliche Vorsorge, AHV/IV) ist für alle obligatorisch. Die 2. Säule (berufliche Vorsorge, BVG) ist für Arbeitnehmer ab einem gewissen Mindesteinkommen obligatorisch. Die 3. Säule (freiwilliges, privates Sparen und Versichern) ist freiwillig. Was bei der privaten Vorsorge zu beachten ist, um allfällige finanzielle Lücken im Alter zu schliessen, erläutert die Regionalzeitung online auf rontaler.ch 

Die Altersvorsorge besteht aus drei Säulen: der staatlichen, der beruflichen und der privaten Vorsorge. Viele Schweizer verlassen sich dabei vor allem auf die ersten beiden Säulen – die gesetzliche Vorsorge genießt großes Vertrauen. Doch erst die dritte Säule kann wirklich Lücken im Alterseinkommen schließen. Was ist bei der privaten Vorsorge zu beachten, damit keine Risiken und Unsicherheiten entstehen? Diese sechs Tipps verraten es!

1. Dritte Säule nutzen
Die dritte Säule des Schweizer Rentensystems ist die private Vorsorge. Erwerbstätige mit Wohnsitz in der Schweiz können jährlich 6.768 Franken auf ein Vorsorgekonto einzahlen. Wer keiner Pensionskasse angehört, darf 20 Prozent des Erwerbseinkommens einzahlen. Je früher die dritte Säule für die Pensionierung genutzt wird, desto besser.

Zu unterscheiden gilt es zwischen Säule 3a und Säule 3b. Säule 3a ist eine gebundene Vorsorge, die ausschließlich Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Schweiz vorbehalten ist. Die Vorsorgebeiträge werden auf ein Konto eingezahlt, eine Vermögenssteuer auf das Guthaben entfällt. Säule 3b dagegen ist eine freie Vorsorge, die Beiträge sind in ihrer Höhe und Häufigkeit frei wählbar.

2. Säule 3a und 3b kombinieren
Das Guthaben eines 3a-Kontos kann immer nur komplett ausgezahlt werden, die Summe muss als Einkommen versteuert werden. Mehr Flexibilität bieten mehrere 3a-Konten, mit denen sich das Geld gestaffelt beziehen lässt. In vielen Fällen ist die zusätzliche Einzahlung in Säule 3b, welche eine freie Vorsorge darstellt, empfehlenswert.

3. Überblick verschaffen
Wie viel Geld steht mir eigentlich zur Verfügung, wenn ich in Rente gehe? Diese Frage sollten sich alle Versicherten stellen – vor allem diejenigen, die nur auf die ersten beiden Säulen bauen. Dafür müssen die Einkünfte durch Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) sowie Pensionskasse kalkuliert werden. Bleibt der Lebensstandard während der Pension derselbe wie zu Zeiten der Erwerbstätigkeit, steht die Vorsorge bereits auf zwei Säulen stabil. Ergibt sich eine Differenz zum letzten Gehalt, entsteht eine Einkommenslücke, die geschlossen werden muss – in der Regel durch private Vorsorge. Online-Rechner helfen, die Renteneinkommen zu bestimmen.

4. Experten zurate ziehen
Profis unterstützen dabei, die Rentenlücke zu bestimmen und zu schließen. Die Vorsorge ist ein komplexes Thema – kompetente Hilfe zahlt sich im wahrsten Sinne aus. Finanzprofis wie von Swiss Life Select stellen für jeden Kunden, unabhängig von Alter, Einkommen und Lebensumstand, ein persönliches Vorsorgepaket mit passenden Finanzprodukten zusammen.

5. Sicherheit statt Rendite
Manch ein Anbieter verspricht hohe Renditen und einen unbekümmerten Lebensabend. Hohe Renditen sind aber alles andere als sicher, sondern mit vielen Risiken behaftet. Wer nicht bereit ist, Verluste einzugehen, sollte auch nicht in spekulative Anlagen investieren.

6. Durchgehend in die AHV einzahlen
Durch Studium, Mutterschaft oder andere Umstände steht zeitweise weniger Geld zur Verfügung. Da liegt es nahe, Beiträge für die AHV zu stunden. Ein Fehler: Nur lückenlos gezahlte Beiträge garantieren eine hohe AHV-Rente. Die volle Beitragszeit beträgt 44 Jahre für Männer, 43 Jahre für Frauen. Für jedes fehlende Beitragsjahr wird die Rente entsprechend um ein Vierundvierzigstel (1/44) beziehungsweise 2,3 Prozent gekürzt.

rontaler.ch; 07.09.2018

 

 

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