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ASIP-Vorschlag für BVG-Reform in der Goldenen Mitte

Der erste unabhängige Vergleich der diskutierten Ideen zu den Pensionskassen-Renten, den die NZZ heute veröffentlicht hat, ergibt, dass der von den Sozialpartnern vorgeschlagene Umbau in der beruflichen Vorsorge im Vergleich zu anderen Varianten mit Abstand am meisten kostet. Die Kaufkraft der gesamten Rentenleistung (im Vergleich mit der Teuerung) bliebe dabei weit höher, als es 1985 beim Inkrafttreten des Gesetzes zur beruflichen Vorsorge (BVG) vorgesehen war. Deutlich billiger als der «Sozialpartner-Vorschlag» wäre der Gegenvorschlag des Gewerbeverbands. 

Das Reformmodell des Pensionskassenverbands ASIP hingegen liegt im Mittelfeld. Es sieht eine Senkung des gesetzlichen Mindestumwandlungssatzes auf 5,8% und eine Erhöhung der Lohnabzüge vor und enthält als zusätzliche Kompensation für die ersten zehn Neurentner-Jahrgänge eine Erhöhung des Alterskapitals. Jede Pensionskasse soll diese Kompensation mittels Zugriff auf Rückstellungen selbst finanzieren. Die Gesamtkosten des Asip-Modells schätzt «c-alm» auf etwa 2,1 Mrd. Fr. pro Jahr.

Gemäss dem neuen Vergleich sind, abgesehen von der Übergangsgeneration, langfristig die Rentenleistungen bei den höheren Löhnen im BVG-Obligatorium in allen drei Modellen ähnlich. Bei den tieferen Löhnen enthalten dagegen laut den unabhängigen Experten von "«c-alm» das «Sozialpartner-Modell» und das ASIP-Modell im Unterschied zum Gewerbeverbands-Vorschlag eine deutliche Erhöhung des Leistungsziels." Oder anders formuliert: bei diesen beiden Modellen werden tiefere Löhne besser gestellt und kommen ebenfalls in den Genuss einer Pensionskasse.

 

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