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Das Pendel bei der Pensionskassen-Performance hat schon wieder zurückgeschlagen

Immer wieder, wenn die Aktienmärkte einbrechen, hagelt es Kritik an der zweiten Säule, das Altersguthaben der Versicherten werde im Spielkasino verscherbelt usw. Im nächsten Satz heisst es dann, die AHV sei zu stärken oder gar die zweite Säule in die AHV zu überführen. Ignoriert wird die Binsenwahrheit, dass ein System, das auf drei Säulen ruht, stabiler ist als ein solches, das nur auf einer Säule steht. Ignoriert wird ebenfalls, dass auch die AHV einen Fonds hat, mit dem sie in Aktien und andere Anlagen investiert, der parallel zur zweiten Säule leidet, wenn die Aktienmärkte einbrechen. Im Fall der Altersvorsorge in der Schweiz ist es aber sogar so, dass die Nachteile und Risiken der einen Säule durch die Vorteile der anderen ausgeglichen werden. 

Mit diesen einleitenden Worten nun zur guten Nachricht, dass sich die Pensionskassen im April nach den ersten Lockerungen nach dem Lockdown langsam erholten. (Woraus man nicht fälschlicherweise schliessen darf, dass die anstehende BVG-Reform nun auf einmal weniger dringend geworden wäre.)

Die durchschnittliche Monatsperformance der Pensionskassen im UBS-Sample betrug im April 3,26% nach Gebühren. Die grossen Pensionskassen mit verwalteten Vermögen über 1 Mrd. Franken schnitten mit 3,08% am schlechtesten ab. Die mittleren Pensionskassen mit verwalteten Vermögen von 300 Mio. bis 1 Mrd. Franken erzielten das beste Ergebnis mit 3,38%, dicht gefolgt von den kleineren Vorsorgeeinrichtungen (bis zu CHF 300 Mio.) mit 3,33%.

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