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Die Altersvorsorge in der Schweiz - ganz einfach erklärt

Unter dem Titel "Vorsorge: Bewährt, beliebt, erfolgreich" beleuchtet die Thurgauer Zeitung am 07.01.2012 die Grundlagen unserer Altersvorsorge, ganz einfach erklärt. Da viele Menschen nicht genau wissen, worum es sich bei der ersten, der zweiten und der dritten Säule handelt, hier der Artikel in vollem Umfang:
Die Vorsorge in der Schweiz beruht auf Artikel 34 quater der Bundesverfassung: «Der Bund trifft die Massnahmen für eine ausreichende Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge. Diese beruht auf einer eidgenössischen Versicherung, der beruflichen Vorsorge und der Selbstvorsorge.» Unser Drei-Säulen-System wird auf der ganzen Welt gelobt. Viele Länder betrachten es als Vorbild und wollen etwas Ähnliches aufbauen. Dies ist gut nachvollziehbar: Das System hat sich bewährt und ist – wie in Gesprächen mit Kunden immer wieder festzustellen ist – in der Bevölkerung tief verankert und beliebt. Doch was bedeuten die drei Säulen eigentlich? 1. Säule: Staatliche Vorsorge Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) besteht bereits seit 1948 und wurde 1960 durch die Invalidenversicherung (IV) ergänzt. Die staatliche Vorsorge soll das Existenzminimum sichern und wird mit dem sogenannten Umlageverfahren finanziert: Wer arbeitet, finanziert mit seinen Beiträgen die Renten der Pensionierten und Invaliden. 2. Säule: Berufliche Vorsorge Die berufliche Vorsorge ist seit 1985 obligatorisch. Dabei regelt das BVG (Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge) die Mindestleistungen. Zusammen mit der 1. Säule soll die berufliche Vorsorge die Fortführung des bisherigen Lebensstandards nach der Pensionierung ermöglichen. Beim BVG ist das Ziel, dass die beiden Renten zusammen mindestens 60 Prozent des letzten Lohnes erreichen. Im Gegensatz zur AHV spart in der beruflichen Vorsorge jeder für sich selber: Die individuellen Beiträge finanzieren die spätere Rente. 3. Säule: Selbstvorsorge Bei der individuellen Vorsorge können Sie zwischen den Säulen 3 a und 3 b wählen – sei es in Form einer Lebensversicherungspolice oder eines Kontos. Die Einzahlungen in die gebundene Vorsorge der Säule 3 a können Sie voll vom steuerbaren Einkommen abziehen. 2012 sind dies maximal 6682 Franken oder für Personen ohne Pensionskasse 20 Prozent des Nettoeinkommens (maximal 33 408 Franken). Dieses Geld können Sie allerdings vor der Pensionierung nur unter bestimmten Voraussetzungen beziehen, wie etwa für die Finanzierung von selbst bewohntem Wohneigentum oder wenn Sie auswandern. Produkte der Säule 3 b dagegen zeichnen sich durch grosse Flexibilität in der Gestaltung aus. Sie können die Laufzeit Ihrem Sparziel anpassen und genau das versichern, was Sie möchten. Bei den sogenannten rückkaufsfähigen Kapitalversicherungen profitieren Sie ausserdem – wenn Sie die gesetzlichen Anforderungen (wie etwa Mindestlaufzeit oder Alter bei Abschluss und Auszahlung) erfüllen – von einer steuerfreien Auszahlung. Für Fragen wenden Sie sich an eine Generalagentur in ihrer Nähe. Daniel Staub, Swiss Life, Generalagentur Thurgau, Kreuzlingen

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