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Einkäufe in die PK: Das müssen Sie wissen

Mit freiwilligen Einkäufen in die Pensionskasse können Sie Ihre Altersleistung verbessern und Steuern sparen. Welche Einschränkungen Sie dabei beachten müssen, wird in diesem Blog erklärt. 

Einkäufe in die Pensionskasse bieten eine attraktive Kombination: Sie erlauben es, die Vorsorgesituation zu verbessern und Steuern zu sparen. Voraussetzung ist eine Beitragslücke. Diese ergibt sich zum Beispiel bei jeder Lohnerhöhung. Ein höheres Einkommen eröffnet automatisch Ansparmöglichkeiten für eine höhere Rente. Entstehen können Beitragslücken auch beim Jobwechsel zu einem Arbeitgeber mit besser ausgebauten Pensionskassenleistungen, bei einer beruflichen Auszeit, einer geplanten Frühpensionierung oder einer Scheidung, bei der das Vorsorgevermögen aufgeteilt wird.

Wie hoch Ihre Einkaufssumme ist , sehen Sie im Pensionskassenausweis. Der Maximalbetrag verringert sich um den Wert von Freizügigkeitskonten und -policen, die Sie neben Ihrer Pensionskasse besitzen. Den resultierenden Betrag können Sie in der Pensionskasse einzahlen und von der Einkommenssteuer abziehen. Aus steuerlichen Gründen empfiehlt es sich, grössere Einkäufe über mehrere Jahre zu staffeln.

Beachten Sie bei Einkäufen drei Einschränkungen:
Erstens: Ist Ihre Kasse in finanzieller Schieflage, sollten Sie davon absehen, mehr Geld zu investieren.
Zweitens: Haben Sie für den Kauf Ihres Eigenheims Pensionskassengelder vorbezogen, müssen Sie erst das vorbezogene Kapital zurückzahlen, bevor Sie einen Einkauf vornehmen und dafür Steuern abziehen dürfen.
Drittens gilt es, eine Sperrfrist zu beachten: Wenn Sie bei der Pensionierung Kapital beziehen wollen, dürfen Sie mindestens drei Jahre vorher keinen Einkauf mehr tätigen. Sonst müssen Sie eine Nachsteuer akzeptieren – oder Ihr Pensionskassengeld ausschliesslich als Rente beziehen.

Migros-Magazin; 08.07.2019

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