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Frauen sollten mehr in die Vorsorge investieren

Frauen zahlen seltener in die Säule 3a ein als Männer. Die Hauptursachen dafür sind geringeres Einkommen, mehr Teilzeitbeschäftigung und Babypause, was zu Vorsorgelücken führen kann. Solchen Lücken kann durch freiwillige Einzahlungen in die Säule 3a vorgebeugt werden.

Ich bin 41, verheiratet, habe ein Kind und arbeite Teilzeit. Soll ich eine 3. Säule einrichten, und lohnt sich das überhaupt? I. W.

JA Viele Frauen haben eine mangelhafte Altersvorsorge. Gerade wenn Frauen Teilzeit arbeiten, haben sie meist Lücken bei der Pensionskasse. Das ist so, weil man erst ab einem Jahreslohn von 21330 Franken obligatorisch bei der Pensionskasse des Arbeitgebers versichert wird. Zusätzlich wirkt bei Teilzeitarbeitenden der Koordinationsabzug nachteilig, da der Betrag von 24885 Franken vom Jahreslohn abgezogen wird und nur der Rest versichert ist. Falls eine Frau eine Babypause macht, hat sie auch bei der AHV Beitragslücken. Diese Kombination führt dazu, dass die meisten Frauen im Alter weniger Rente haben. Kompensieren können Sie das durch freiwillige Einzahlungen in die Säule 3a. Ich empfehle Ihnen, jährlich den Maximalbetrag von 6826 Franken einzuzahlen. Legen Sie das Geld in günstige Vorsorgefonds an, lohnt sich das für Sie doppelt: Sie haben mehr Geld im Alter und können die Einzahlungen von den Steuern abziehen.

SonntagsZeitung; 11.08.2019

 

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