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Haben Sie bereits Post von Ihrer Pensionskasse bekommen?

Anfang Jahr verschicken die Pensionskassen allen Versicherten den neuen Pensionskassen-Ausweis. Warum es sich lohnt, den PK-Ausweis genau zu lesen und was man dabei beachten sollte, erfahren Sie im folgenden Artikel.

30.01.2017; Südostschweiz; Simone Piali

PK-Ausweis: Ein Buch mit sieben Siegeln?

Vorsorge. In den ersten Monaten eines Jahres erhalten die Versicherten wichtige Post von ihrer Pensionskasse. Der neue Pensionskassen-Ausweis ist da. Für viele ist er ein Buch mit sieben Siegeln. Doch stellt das Pensionskassen-Guthaben oft den grössten, wenn nicht den einzigen Vermögensposten für sie dar. Darum ist es empfehlenswert, einen Augenschein auf den Ausweis zu werfen. 

Lohn
Die wichtigste Angabe im Pensionskassen-Ausweis ist der eigene Lohn. Aus diesem berechnet die Pensionskasse fast alle übrigen Zahlen im Ausweis: wie Alterssparen, Pensionskassen-Beiträge oder Leistungen bei Invalidität und Tod. Ganz wichtig: Kontrollieren Sie immer und jedes Jahr, ob der im Ausweis aufgeführte Lohn richtig ist. Er ist jeweils als Jahreslohn ausgewiesen und entspricht in der Regel dem vertraglich vereinbarten Bruttolohn. Im Ausweis wird er meist als «Gemeldeter Jahreslohn», «Massgebender Lohn» oder «AHV-Lohn» bezeichnet.

Sparguthaben
Das Sparguthaben gibt Auskunft darüber, wie viel Geld Sie bis heute in der Pensionskasse gespart haben. Es wächst durch die jährlichen Sparbeiträge, Verzinsungen und Einlagen, wie zum Beispiel persönliche Einkäufe. Aus dem Sparguthaben berechnet die Pensionskasse Ihre voraussichtliche Altersrente, teilweise aber auch die Leistungen bei Invalidität und Tod. Wollen Sie Wohneigentum kaufen oder sich selbstständig machen, können Sie gegebenenfalls Ihr Sparguthaben aus der Pensionskasse dafür verwenden. Das Sparguthaben wird in den Ausweisen oft auch Altersguthaben oder Freizügigkeitsleistung genannt.

Versicherte Leistungen
Der Ausweis enthält auch Informationen zu den versicherten Leistungen. Was bekomme ich, wenn ich in Pension gehe? Welche Rente steht mir bei einer Invalidität zu? Und was erhalten meine Nächsten, wenn ich nicht mehr da bin? Folgendes gilt es zu beachten: Die Angaben über die künftigen Altersleistungen sind nicht verbindlich. Sie hängen von zu vielen variablen Faktoren ab: etwa vom Lohn, von Verzinsungen oder von der Höhe des Umwandlungssatzes. 

Beiträge
Jeden Monat werden vom Lohn Abzüge für die Pensions­kasse vorgenommen. Wie sich diese zusammensetzen, erfährt man aus dem Ausweis. Die Lohnabzüge für die Pensionskasse werden zum allergrössten Teil für das Alterssparen gebraucht. Diese Beiträge heissen Sparbeiträge. Ein kleinerer Teil des Abzugs, meist Risikobeitrag genannt, wird für die Finanzierung der Risiko­leistungen und die Verwaltungskosten benötigt. Wichtig: Der Arbeit­geber bezahlt mindestens gleich hohe Beiträge an die Pensionskasse wie die arbeitnehmende Person. 

Tipp vom Profi
Haben Sie keine falschen Hemmungen. Es ist Ihr Geld, welches von der Pensionskasse verwaltet wird. Kontrollieren Sie die Angaben auf dem Ausweis und fragen Sie bei Unklarheiten bei Ihrer Pensionskasse nach. Sie haben einen Rechtsanspruch auf voll­umfängliche Information.

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