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Im Alter auszuwandern, hat nicht nur Sonnenseiten

Wer nach der Pensionierung auswandern will, sollte sich gut vorbereiten. Dabei ist oft der günstigere Lebensunterhalt ein Argument dafür. Beim Auswandern im Ruhestand gibt es aber einige Fallstricke, die berücksichtigt werden sollten.

Wenn sich Menschen Sorgen machen, ob das Geld nach der Pensionierung reicht, gibt das zu denken. Wäre es nicht eine Alternative, ins Ausland auszuwandern, wo die Lebenskosten tiefer sind? P. G.

Häufig wandern Schweizerinnen und Schweizer für den dritten Lebensabschnitt zum Beispiel nach Spanien oder nach Thailand aus. In beiden Ländern sind die Lebenskosten deutlich tiefer. Zu beachten gilt, dass man, um an ein Rentnervisum zu kommen, etwa in Thailand eine monatliche Rente von wenigstens 2000 Franken oder ein gut gefülltes Bankkonto braucht. Nur aus finanziellen Gründen würde ich nicht auswandern. Je nach Land entspricht die medizinische Betreuung im Alter oft nicht dem Niveau der Schweiz. Ein Sozialnetz fehlt meist. Wenn gesundheitliche Probleme auftauchen oder man einen Partner verliert, zieht es viele zurück in die Schweiz. Bevor man eine Auswanderung erwägt, sollte man einige Zeit im Zielland verbracht haben, um neben Sonnen- auch Schattenseiten zu kennen. Infos über einzelne Länder und Bestimmungen bekommt man beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten.

SonntagsZeitung; 20.05.2018; Martin Spieler

 

 

 

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