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Kennzahlen der Pensionskassenstatistik 2012 – 2016

Vor kurzem veröffentlichte das Bundesamt für Statistik den neusten Bericht zur Penionskassenstatistik. Dieser liefert statistische Informationen zur beruflichen Vorsorge in der Schweiz – und zwar sowohl zum obligatorischen wie auch zum freiwilligen Teil. So haben die Pensionskassen im Jahr 2016 rund 22 Milliarden Franken an Altersrenten ausbezahlt.

Die erste umfassende Erhebung über das Gebiet der finanziellen Absicherung gegen die Folgen von Alter, Tod oder Invalidität wurde bereits in den 20er Jahren vom Bundesamt für Sozialversicherung durchgeführt. Ihr folgten vier weitere Vollerhebungen des damaligen Eidgenössischen Statistischen Amtes in den 40er, 50er, 60er und 70er Jahren. 1987, 2 Jahre nach Inkrafttreten des BVG, führte das Bundesamt für Statistik eine Vollerhebung über den obligatorischen und freiwilligen Teil durch.

Die wichtigsten Merkmale der Pensionskassenstatistik sind Strukturangaben, detaillierte Jahresabschlüsse, reglementarische und versicherungstechnische Angaben zu den Versicherten, sowie Informationen zu den Leistungsbezügern.

Insgesamt tätigten die Pensionskassen rund 35,5 Milliarden Franken an Leistungen. In der folgenden Grafik sehen Sie, wie sich diese Leistungen verteilen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da die jüngste Statistik die Jahre 2012 – 2016 umfasst, lassen sich auch interessante Entwicklungen ausmachen. So ist die Anzahl Vorsorgeeinrichtungen kontinuierlich gesunken. Laut der NZZ ist dies auf verschiedene Faktoren zurückzuführen:

Als wichtiger Treiber für die geringer werdende Zahl an Pensionskassen gilt neben Unternehmensfusionen und -verkäufen die zunehmende Komplexität der beruflichen Vorsorge. Die wachsende Regulierungslast trägt dazu bei, dass Arbeitgeber Vorsorgeeinrichtungen zumachen und sich Sammelstiftungen oder Gemeinschaftseinrichtungen anschliessen. Sammeleinrichtungen haben in den vergangenen Jahren grosse Zahlen an Versicherten hinzugewonnen.

Auch Generationenwechsel bei Firmenpensionskassen dürften bei der abnehmenden Anzahl an Vorsorgeeinrichtungen eine Rolle spielen. Werden Pensionskassen-Geschäftsführer pensioniert, stellt sich oft die Frage, ob das Vorsorgewerk eigenständig fortgeführt wird oder ob man sich einer Sammeleinrichtung anschliesst. Vorsorgespezialisten gehen davon aus, dass es aufgrund gewisser Fixkosten mindestens 300 Versicherte braucht, um eine Pensionskasse zu betreiben.

Wenn die Leistungsbezüger/innen und die aktiv Versicherten gegenübergestellt werden, so lässt sich erstmals den Beginn einer leichten Schere ausmachen. Dies bedeutet, dass die Anzahl der aktiv Versicherten, also der Arbeitnehmer, weniger stark ansteigt währenddessen die Anzahl Rentner stärker zunimmt. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieser Trend in den kommenden Jahren bestätigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den vollständigen Bericht können Sie hier kostenlos herunterladen.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Webseite des Bundesamtes für Statistik.

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