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Pensionskassen: Milliardenschwere Rentenkürzungen in Sicht

Der Beitrag der Sendung SRF ECO vom vergangenen Montag zeigt übersichtlich und einleuchtend auf, mit welcher Problematik sich das System der betrieblichen Altersvorsorge gegenwärtig konfrontiert sieht. Aufgrund der demografischen Entwicklung findet heute eine massive Umverteilung zwischen aktiv Versicherten und neu Pensionierten statt und die derzeitige Situation am Kapitalmarkt macht es den Pensionskassen fast unmöglich, Geld zu erwirtschaften, ohne höhere Risiken einzugehen.

Da die Pensionskassen weder die Lebenserwartung, noch die Entwicklung des Kapitalmarktes beeinflussen können, bleibt ihnen nur noch eine Anpassung des Umwandlungssatzes, um das aus dem Lot geratene Rentensystem zu justieren. Wie der Beitrag zeigt, fangen nun die Kassen der grössten Schweizer Arbeitgeber an, die Umwandlungssätze im überobligatorischen Bereich zu senken. Das heute so tiefe Zinsumfeld konnte von niemandem vorausgesehen werden und entsprechend lange hoffte man auf bessere Zeiten und wartete zu mit der Umsetzung unangenehmer Entscheide.

 

http://www.srf.ch/play/tv/eco; 22. Februar 2016; von Reto Lipp

Trotz Tiefzinsphase und weiter steigender Lebenserwartung – Schweizer Pensionskassen haben lange an ihren Rentenversprechen festgehalten. Bis jetzt. Eine «ECO»-Umfrage unter wichtigen Schweizer Arbeitgebern zeigt: Die meisten werden ihre Leistungen deutlich reduzieren. Während im BVG-Obligatorium noch ein gesetzlicher Umwandlungssatz von 6,8 Prozent gilt, rechnen die Kassen im überobligatorischen Teil bereits mit durchschnittlich 5,7 Prozent und weniger. Für Versicherte bedeutet das: Renteneinbussen von rund zwei Milliarden Franken.

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