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Pensionskassen vor und mit Corona

Die durch die Corona-Pandemie bedingten Turbulenzen der Finanzmärkte treffen auch die Pensionskassen. Dies zeigen die ersten Ergebnisse der von Complementa jährlich durchgeführten Risiko Check-up-Studie. Die Kapitalanlagen der Pensionskassen verbuchten in den ersten vier Monaten eine negative Rendite von -3.9%. Dadurch sinkt der durchschnittliche Deckungsgrad von 107.9% auf 103.0%. Die hinzugewonnenen Deckungsgradpunkte aus dem aussergewöhnlich erfolgreichen Anlagejahr 2019 sind damit bereits fast vollumfänglich aufgebraucht.

Erfreudlich: Das Vorsorgekapital der Arbeitnehmer wurde 2019 mit durchschnittlich 2.2% verzinst. Dieser Wert liegt deutlich über der BVG-Mindestverzinsung von 1.0%. Diese Tatsache straft all jene Lügen, die die zweite Säule schlechtreden, indem sie behaupten, es werde nur der Mindestzins ausgezahlt. Es zeigt zudem, dass die Pensionskassen so viel von der Rendite wie möglich ihren Versicherten zukommen lassen. 

Ein neuer Tiefstwert wird hingegen beim Umwandlungssatz gemessen. Der durchschnittlich angewendete Satz liegt mit 5.53% nochmals um ein Zehntel Prozentpunkt tiefer als im Vorjahr. Für die kommenden Jahre planen die Pensionskassen wegen des weiterhin tiefen Zinsniveaus sowie der steigenden Lebenserwartung weitere Senkungen. 

Für die Pensionskassen, welche nur das BVG-Minimum versichern, wird eine Senkung des BVG-Mindest-Umwandlungssatzes damit noch wichtiger, eine BVG-Reform noch dringender. 

Weitere Informationen, Details und Grafiken gibt es hier

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