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Reformvorschlag der Sozialpartner zur zweiten Säule verliert an Rückhalt

Wie der Tagesanzeiger berichtet, verliert der Sozialpartner-Kompromiss für eine Reform der zweiten Säule Rückhalt. CVP-Präsident Gerhard Pfister beurteile die Chancen des Vorschlags als «nicht sehr gross». Der Gewerbeverband hatte sich von Anfang an dagegen gestellt, inzwischen seien weitere kritische Stimmen laut geworden. CVP-Präsident Pfister scheine den Kompromiss bereits abgeschrieben zu haben: «Es liegt nun am Parlament – an der CVP – eine mehrheitsfähige Lösung zu finden», sagte er vor Medienschaffenden. 

Auch der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP hat Mühe mit dem Vorschlag und hatte im Mai einen eigenen lanciert, der im Gegensatz zum Vorschlag der Sozialpartner auf dem Fachwissen und der Praxiserfahrung der Pensionskassen aufbaut, keine neue Umverteilung bringt und das Leistungsziel wesentlich günstiger erreichen kann. Vor allem aber ist das Vorschlag des ASIP fair gegenüber den ca. 70% Versicherten, deren Pensionskassen ihre Hausaufgaben schon gemacht haben, die aber beim Vorschlag der Sozialpartner ein zweites Mal zur Kasse gebeten würden. Während der Vorschlag der Sozialpartner einem unnötigen Leistungsausbau gleich käme, bringt der Vorschlag des ASIP Verbesserungen bei den niedrigeren Einkommen, aber lediglich einen Erhalt des Status Quo bei den Besserverdienern. 

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