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"Rentenknorz"

Unter dem Titel "Mit 66 fängt der Rentenknorz erst richtig an" hat die Luzerner Zeitung am 31. Dezember berichtet, "Schweizer Drei-Säulen-Modell gilt weltweit als vorbildlich. Doch mit den Reformen ist das Land spät dran." Vieles an dem Artikel ist richtig, insbesondere wie dringend und wichtig die anstehenden Reformen der Aletrsvorsorge sind und dass diese nicht schon wieder scheitern dürfen. Richtig ist auch die Kritik an der Vorlage der Sozialpartner für eine BVG-Reform, sie bringe "eine grössere Umverteilung, was dem Wesen der zweiten Säule noch mehr widerspricht und das Drei-Säulen-Modell in Schieflage".

Doch eine Aussage ist eindeutig falsch oder zumindest so falsch formuliert, dass man sie nicht richtig verstehen kann, dass nämlich wegen des Anlagenotstandes ein Teil der Rendite in die Rentenauszahlungen anstatt in die Ersparnisse der Werktätigen fliessen würde. Korrekt ist, dass der Grund dafür in der gestiegenen Lebenserwartung liegt, die dazu führt, dass das angesparte Kapital bei Neurentnern nicht mehr ausreicht, so dass die neuen Renten seit bald 20 Jahren durch die jüngeren Generationen quersubventioniert werden müssen. Konkret fehlen jedem Neurentner im Durchschnitt 30'000 Franken bis zum Lebensende.

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