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Wie Frauen ihre Altersvorsorge verbessern können

Obwohl Frauen statistisch länger leben als Männer, sind ihre Renten oft deutlich tiefer als die der Männer. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Frauen öfters nur Teilzeit erwerbstätig sind, wegen der Familienplanung längere Pausen einlegen müssen und bis heute in vielen Unternehmen schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Arbeitskollegen. Folgender Beitrag zeigt, was Frauen tun können, um ihre Altersvorsorge verbessern zu können.

NZZ, Publireportage

 

Frauen erhalten in der Schweiz im Durchschnitt eine deutlich tiefere Altersrente als Männer. Eine Ursache unter anderem ist die traditionelle Rollenverteilung bei der Kinderbetreuung und im Haushalt. Was man als Frau dagegen tun kann.

 

 

Die Altersvorsorge ist stark lohnbezogen: Je mehr man während seines Arbeitslebens verdient, desto höher sind nach der Pensionierung die Renten aus AHV und Pensionskasse. Eine Untersuchung des Bundesamts für Sozialversicherungen zeigt, dass die Altersrenten von Frauen im Vergleich zu jenen von Männern 37 Prozent tiefer sind.

 

Klassische Rollenverteilung

Die mit Abstand wichtigste Ursache dafür liegt im klassischen Familienmodell: Der Mann erwirtschaftet das Einkommen, während sich die Frau um Haushalt und Kinder kümmert. Somit verzichtet sie ganz oder teilweise auf Erwerbstätigkeit und dadurch auch auf den Sparprozess für die erste und zweite Säule. Acht von zehn berufstätigen Müttern arbeiten Teilzeit, die Hälfte davon in einem Pensum von weniger als 50 Prozent. «Spätestens bei der Pensionierung fehlen die Beiträge in der beruflichen Vorsorge und der Säule 3a», erklärt Sonja Mehmann, Finanzplanerin der Zürcher Kantonalbank. Daher empfiehlt sich, eine Rentenangleichung zu prüfen. So kann es zum Beispiel sinnvoll sein, bei der Frau die Pensionskasse mit freiwilligen Einkäufen aufzubessern. Dadurch erhält die Frau eine höhere Rente. «Solche Strategien zu Rentenangleichungen sind vorzugsweise zusammen mit einem Finanzplaner zu erarbeiten», so Sonja Mehmann. «Denn der Zustand und die Leistungen der Pensionskasse, die persönliche Situation wie auch der Altersunterschied zwischen Mann und Frau spielen in der Beurteilung der Gesamtsituation eine wichtige Rolle.»

 

Scheidungen 

Eine weitere Ursache für die tieferen Altersrenten von Frauen sind Scheidungen. In der Schweiz beträgt die Scheidungsrate rund 40 Prozent. Oft erhalten Frauen nach der Scheidung Unterhaltszahlungen und sind dadurch finanziell bis zum Auszug der Kinder oder sogar bis zur Pensionierung abgesichert. «Dabei geht vergessen, dass auf die Unterhaltszahlungen keine Vorsorgebeiträge geleistet werden», so Sonja Mehmann. Dies kann sich negativ auf die Altersvorsorge von geschiedenen Frauen auswirken. Mehmann empfiehlt Frauen deshalb, bei einer Scheidung zu prüfen, ob im Unterhaltsbudget ein Vorsorgebeitrag für ihre 3. Säule vorgesehen werden soll.

 

Der Blick in die Zukunft 

Sonja Mehmann hat die Erfahrung gemacht, dass Frauen ihre Einkommenssituation oft aus dem Moment heraus beurteilen. «Generell steigt die Eigenverantwortung zur Vorsorge mit jedem Stellenprozent.» Vorsorgelücken lassen sich durch gezielte Massnahmen schliessen. «Damit können Frauen sicherstellen, dass ihnen keine persönlichen Nachteile in der Altersvorsorge entstehen, wenn sie für Kinder und Familie auf eine Karriere verzichten», bringt Mehmann das Thema auf den Punkt.

 

Fünf Tipps zur Vorsorge für Fraue

 

Rechtzeitig beraten lassen

Planen und gestalten Sie Ihre Altersvorsorge aktiv und lassen Sie diese spätestens 10 bis 15 Jahre vor Ihrer Pensionierung analysieren.

 

Nicht nur in der Gegenwart leben

Auch wenn die aktuelle Einkommenssituation komfortabel ist, wird das Einkommen im Ruhestand spürbar tiefer ausfallen.

 

Renten optimieren

Ehepaare sollten prüfen, ob es sinnvoll ist, ihre Altersrenten anzugleichen – so sinkt das Renteneinkommen nicht drastisch, wenn einer der Ehepartner stirbt.

 

Bei Scheidung vorsorgen

Nicht nur die Unterhaltszahlungen gehören in die Scheidungskonvention, sondern auch die Vorsorgebeiträge der Frau.

 

Risiken absichern 

Die Absicherung gegen Tod und Invalidität kostet vergleichsweise wenig, gibt aber Familien mit Kindern die notwendige Sicherheit.

 

Sonja Mehmann berät Kundinnen und Kunden der Zürcher Kantonalbank in allen Fragen rund um die Themen Finanzplanung, Pensionierung und Vorsorge. Weitere Informationen finden Sie unter: zkb.ch/planen

 

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