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4 Mai 20
mit-uns-fuer-un...
Das Bundesamt für Statistik hat unter "Älter werden in der Schweiz" aktualisierte Zahlen publiziert. Demnach steigt das Alter der Pensionierung seit Jahren stetig an. Man arbeitet offensichtlich länger, wie die folgende Grafik zeigt. Das durchschnittliche Alter beim Austritt aus dem Arbeitsmarkt lag 2019 bei 65,6 Jahren. Männer verlassen den Arbeitsmarkt im Schnitt etwas später als Frauen (im Durchschnitt der letzten 5 Jahre: 0,9 Jahre später).
Die Flexibilisierung des Rentenalters ist angesichts leerer Rentenkassen wichtiger Bestandteil der Reformberatungen. Laut einer Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften führt sie jedoch nicht automatisch zu einem verlängerten Arbeitsleben. Dazu bedürfte es weiterer Anreize. Punkt4 fasst die Ergebnisse hier zusammen.
Ein weit verbreiterer Irrtum besagt, dass Frauen weniger Rente aus der zweiten Säule als Männer erhalten. In absoluten Zahlen ist das zwar korrekt. Denn Frauen unterbrechen familienbedingt ihre Berufstätigkeit öfter und arbeiten häufiger Teilzeit als Männer. Weil Frauen aber im Schnitt drei Jahre länger leben als Männer und zudem früher in Rente gehen dürfen, beziehen sie pro gespartem Franken über die Dauer der Rente aber entsprechend mehr Rente.
21 Nov 19
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In der NZZ erschien letzte Woche ein Kommentar, der die Diskussion über das Rentenalter mit den demografischen Fakten und den "Warnungen der Wissenschaft vor der demografischen Zeitbombe" ins rechte Licht zu rücken versuchte. In der Tat müssen wir uns fragen, wie lange es noch gut gehen kann, wenn der Anteil Jahre in Rente immer länger wird, im Vergleich zur Anzahl der Beitragsjahre.
Die Schweiz altert. Bis 2030 fehlen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt voraussichtlich fast eine halbe Million Arbeitskräfte. Daher sollte das Potential der Altersgruppe 50plus besser genutzt werden. Laut einer neuen Studie von Deloitte würden 40% aller Erwerbspersonen zwischen 50 und 64 Jahren gerne über das Pensionsalter hinaus weiterarbeiten. Allerdings rechnen nur sehr wenige damit, dies auch tatsächlich zu tun. Sowohl Schweizer Unternehmen als auch die Politik und die Erwerbstätigen selbst müssen handeln, um diese Lücke zu schliessen. Weiter zum Artikel geht's hier.
Wie die NZZ am Montag berichtete, liefert der neuste Bericht des globalen Ländervereins OECD zur Schweiz Futter für diverse politische Lager. Auffällig seien unter anderem die Kritik an der geplanten Übergangsrente für ältere Langzeitarbeitslose und die Forderung nach mehr öffentlichen Investitionen. Nur einen Tag später veröffnetlichten die Jungfreisinnigen eine neue Volksiniitative mit Ziel einer Erhöhung des Rentenalters. (Artikel im Blick) Kommt das Begehren zustande und an der Urne durch, steigt das Rentenalter innert sechs Jahren auf 66, für alle.

Die Lebenserwartung in der Schweiz hat sich massiv verlängert. Es ist nicht mehr mit 60 oder 65 Jahren Schluss. Männer werden durchschnittlich 82 Jahre alt, Frauen 85. Und 100-Jährige sind keine Seltenheit mehr. Das sind tolle Aussichten, meint der Philosoph Ludwig Hasler und liefert gleich auch noch ein paar erfrischende Argumente dazu, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob das durch Otto von Bismarck definierte Rentenalter von 65 Jahren einem Naturgesetz folgt oder eher eine willkürliche Grenze definiert, die Glück und Zufriedenheit im Alter eingrenzt.

Wer plant, sich vor dem ordentlichen Rentenalter pensionieren zu lassen, sollte sich früh genug damit befassen und die nötigen Schritte einleiten. Neben den vielen Vorteilen, hat eine Frühpensionierung auch einige Nachteile, vor allem im finanziellen Bereich. Es ist wichtig zu wissen, was einen in diesem Moment erwartet. 

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