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In der Berner Zeitung vom 01.07.2013 führt Claude Chatelain aus, was die zunehmende Regulierung für Pensionskassen und Versicherte bedeutet: Den Pensionskassen (PK) werden immer neue Aufgaben übertragen – gleichzeitig stehen sie wegen hoher Verwaltungskosten in der Kritik. Nun sollen die Vorsorgeeinrichtungen auch noch im Kinderschutz ihren Beitrag leisten. Fiktives Beispiel: Ein 62-jähriger Mann lässt sich frühpensionieren. Er verzichtet auf die Rente und will sich das Kapital auszahlen lassen, wie das seine Pensionskasse laut Reglement ermöglicht. Die PK wird ihm dieses Kapital auszahlen.
Immer wieder heisst es in der politischen Diskussion, es gäbe zu viele Pensionskassen. Kleine Kassen würden weniger effizient arbeiten als grosse, was die Kosten insgesamt in die Höhe treiben würde. Sich hierüber eine Meinung zu bilden, ist schwierig. Die folgende Grafik hingegen zeigt auf, dass diese Diskussion vielleicht gar nicht so wichtig ist, wie sie auf den ersten Blick erscheint. Swisscanto zeigte sie anhand ihres Mediengesprächs am 15. Mai. Die Grafik zeigt deutlich, dass circa 86 % der Vermögen von Pensionskassen durch grosse Pensionskassen verwaltet werden.
Berner Zeitung; 25.06.2013, Claude Chatelain: Vor ziemlich genau zwei Jahren hat das Bundesamt für Sozialversicherung zu einer Medieninformation geladen und erklärt, dass die Pensionskassen nur 25 Prozent der effektiven Kosten auswiesen. So hat sich nun die Oberaufsichtskommission BVG, die seit Anfang 2012 über den kantonalen Aufsichtsbehörden thront, zum Ziel gesetzt, diese Kostentransparenz in der beruflichen Vorsorge zu erhöhen. Es ist so etwas wie ihr Prestigeprojekt.
Das St. Galler Tagblatt berichtete gestern ("Die nächste Kröte heisst FATCA"), kaum habe "der US-Steuerdeal die politische Leidensfähigkeit des Ständerats strapaziert, wartet bereits das nächste Diktat: Mit dem Fatca-Abkommen wollen die USA an die Kontodaten ihrer Bürger im Ausland." Ganz wichtig bei diesem Thema, und fast nur nebenbei erwähnt: "Pensionskassen oder Sachversicherer erhalten dank des Abkommens eine grössere Sicherheit, dass sie nicht betroffen sind." Nach dem Artikel zitieren wir weiter unten die Position des Pensionskassenverbands ASIP.
Claude Chatelain, Berner Zeitung, hat gestern einen lesenswerten Beitrag auf seinem Blog zu den Kosten der Pensionskassen geschrieben. Fazit: vor allem die Politik macht die Verwaltung der PK-Gelder immer teurer, und hieran sind vor allem diejenigen schuld, die mehr und mehr Auflagen und Transparenz fordern: linke Politiker. Lesen Sie selbst: Claude Chatelain Linke Kreise beklagen die hohen Verwaltungskosten der Pensionskassen. Zu Recht. Die Verwaltungskosten sind zu hoch. Doch das ist nicht die Schuld der Vorsorgeeinrichtungen, sondern der Politiker.
Medienmitteilung des ASIP vom 3. März 2013 Der ASIP nimmt zur Kenntnis, dass das Volk sich für die Initiative entschieden hat. Der Gegenvorschlag ist damit vom Tisch. Bundesrat und Parlament müssen nun auf einem weissen Blatt Papier mit der Umsetzung der Initiative beginnen. Die zu findenden Lösungen müssen einerseits die Abzockerei wirkungsvoll bekämpfen, andererseits den Mehraufwand für Pensionskassen aber so gering wie möglich halten. Der ASIP wird sich für eine praxistaugliche, kostenoptimierte Umsetzung der Wahrnehmung der Aktionärsrechte durch Pensionskassen einsetzen.
Claude Chatelain hat heute in der Berner Zeitung eine lesenswerte Stellungnahme  zur Minder-Initiative geschrieben: Die SP unterstützt die Abzockerinitiative. Die SP ist aber auch jene Partei, die keine Gelegenheit auslässt, den Pensionskassen zu hohe Verwaltungskosten vorzuwerfen. Das passt nicht zusammen. Denn sollte die Volksinitiative des Schaffhauser Unternehmers und heutigen Ständerats Thomas Minder angenommen werden, hätte das für etliche Vorsorgeeinrichtungen höhere Verwaltungskosten zur Folge.
Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP hat heute eine Stellungnahme zur Abzocker-Initiative (Minder-Initiative) veröffentlicht. Hintergrund ist das Aufgreifen einer zwei Monate alten Medienmitteilung durch den Blick, in der der ASIP wegen der zu erwartenden Kosten für den Gegenvorschlag plädiert, die Minder-Initiatice hingegen ablehnt: Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP vertritt nicht-profit-orientierte Pensionskassen, meist in der Rechtsform einer Stiftung. Diese Stiftungen stehen ausschliesslich im Dienste ihrer Versicherten.
Aufgrund einer Medien-Anfrage hat der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP ganz grob überschlagen, was ein Ja zur Initiative kosten würde. Eine Gesamtkostenquote kann demzufolge nicht angegeben werden. Aber im Einzelfall kann die Rechnung wie folgt aussehen: Eine durchschnittliche Pensionskasse hat rund 50-100 Schweizer Aktientitel im Portfolio (bei SMI Mandat 20, bei SPI ca. 80-100 aktiv umgesetzte Mandate, und ca. 210 Titel bei SPI passive Mandate).

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