Sie sind hier

Blog

Eine Auswertung der Stellungnahmen der politischen Parteien zur Vernehmlassung des Bundesrates für die BVG-Revision ergibt, dass diese sich mehrheitlich gegen die geplante neue Umverteilung aussprechen und den Bundesrat auffordern, andere Finanzierungsmodelle für die Abfederungsmassnahmen zu prüfen. Kommt hinzu, dass der Schweizerische Pensionskassenverbands ASIP heute in einer http://www.asip.ch/aktuell/news/http://www.asip.ch/aktuell/news/ nochmals auf sein Modell hingewiesen hat, das ohne eine neue Umverteilung auskommt, insgesamt wesentlich günstiger und leichter umzusetzen wäre.
Die Schweizer Vorsorgeeinrichtungen wurden – nach einer sehr hohen durchschnittlichen Netto-Vermögensrendite von +10.4% im Jahr 2019 (gegenüber -2.8% im Vorjahr) – hart von der Coronakrise getroffen, wie die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV) heute im Rahmen ihrer Jahresmedienkonferenz mitteilte. Die starken Marktkorrekturen ab Mitte Februar 2020 reduzierten die ausgewiesenen Deckungsgrade per Ende April 2020 im Durchschnitt auf 105.6% (gegenüber 111.6% Ende 2019).
Viele Pensionskassenverantwortliche fragen sich zurzeit, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die Pensionskassen haben wird. Das Bundesamt für Statistik (BfS) publiziert wöchentlich (jeweils einige Tage verzögert) die Anzahl der eingetretenen Todesfälle bei der Altersgruppe ab Alter 65 und vergleicht diesen Wert mit dem langjährigen Durchschnitt. Anfang des Jahres 2020 lag diese beobachtete Sterblichkeit noch etwas unter dem langjährigen Durchschnitt, stieg jedoch ab Mitte März deutlich an.
Das VZ VermögensZentrum benutzt die Umverteilung in der beruflichen Vorsorge wieder, um seine eigenen Dienstleistungen zu bewerben. Der Werbung möchten wir uns nicht anschliessen, aber was das VZ schreibt, ist trotzdem lesenswert. Pensionskassen müssen Milliarden umverteilen. Grund ist der toxische Mix aus steigender Lebenserwartung, tiefen Zinsen, fixem Rentenalter und zu hohen Renten. Schweizer Pensionskassen haben in den letzten zehn Jahren über 65 Milliarden Franken umverteilt.
Jérôme Cosandey von Avenir Suisse schreibt: "Der Bundesrat hat den vom Schweizerischen Arbeitgeberverband und den Gewerkschaften erarbeiteten Kompromiss zur BVG-Reform in die Vernehmlassung gegeben. In Anbetracht der zahlreichen Alternativen, die seitdem vorgestellt wurden – so etwa die Vorschläge des Schweizerischen Gewerbeverbands SGV, des Schweizerischen Pensionskassenverbands Asip oder das vom Schweizerischen Baumeisterverband, der Swiss Retail Federation und den Arbeitgebern Banken unterstützte Modell – scheint der bundesrätliche Vorschlag wenig zu begeistern.
Die Reform der beruflichen Vorsorge gehört zu den drängendsten Geschäften in Bundesbern. Die Pensionskassen leiden unter dem zu hohen Umwandlungssatz, jährlich werden sieben Milliarden Franken von den Erwerbstätigen zu den Rentnern umverteilt. «Ein Skandal», sagte der zuständige Bundesrat Alain Berset jüngst noch dazu. Doch die Reform muss warten. Wegen der Coronakrise verlängert der Bundesrat die Vernehmlassung um zwei Monate – bis Ende Mai. Dabei ist schon jetzt klar: Der vorliegende Vorschlag der Sozialpartner wird im Parlament keine Mehrheit finden.
Eines der Hauptargumente des Arbeitgeberverbands für seine Reformvorlage zur zweiten Säule lautet immer, es seien vor allem die Verbände der richtig gut Verdienenden, die den Vorschlag der so genannten Sozialpartner ablehnen. Dass das nicht stimmt, ist schon lange bekannt, spätestens seit auch Gastrosuisse und die Baumeister den Vorschlag ablehnten. Nun hat sich auch der Schweizerische Bäcker-Confiseurmeister-Verband dagegen ausgesprochen. Er schreibt: "Die berufliche Vorsorge muss dringend reformiert werden.
Soeben hat der Schweizerische Pensionskassenverband seine Antwort zur Vernehmlassung zur BVG-Reform veröffentlicht. Hier die Medienmitteilung dazu: ASIP für BVG-Reform, aber ohne Rentenzuschlag für alle! In seiner Vernehmlassungsantwort zur BVG-Reform unterstreicht der ASIP, dass eine Reform mit dem Ziel der Sicherung des heutigen Rentenniveaus dringend notwendig ist. Diese Reform muss für die Versicherten und Arbeitgeber finanziell tragbar und durch die Pensionskassen operativ einfach umzusetzen sein.
In der Vernehmlassung zur BVG-Reform reisst der Widerstand nicht ab. "Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft unterstützt grundsätzlich die Stossrichtung der Vorlage. Er lehnt aber den vom Bundesrat vorgeschlagenen Mechanismus des Rentenzuschlags für die Übergangsgeneration zum Erhalt des Leistungsniveaus ab. ... Der Kanton Basel-Landschaft hat zudem bereits zu Beginn des Jahres 2019 Massnahmen im Hinblick auf die von der Basellandschaftlichen Pensionskasse per 1. Januar 2018 resp. 1.
11 Mär 20
mit-uns-fuer-un...
Auf Blick TV hat Arbeitgeber-Direktor Roland Müller heute den Vorschlag der so genannten Sozialpartner für die Rentenreform mit den Worten «Nichtstun wäre verantwortungslos» verteidigt. Ausserdem führte er argumentativ ins Feld, dass eine Reform von links und rechts akzeptiert werden müsse und alleine schon die Tatsache, dass sich beide Lager auf diesen Kompromiss geeinigt hätten, grund genug dafür sei, ihn auch im Parlament anzunehmen. Nur, so gut kann dieser Kompromiss gar nicht sein, wie Hanspeter Konrad vom ASIP und Hans-Ulrich Bigler vom Gewerbeverband auf der anderen Seite darlegten.

Seiten

Blog views abonnieren