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Die grösste Schweizer Pensionskasse, die BVK, hat kürzlich über den beschlossenen Vorsorgeplan 2017 informiert, der auf Anfang nächsten Jahres in Kraft treten soll. Demnach werden der technische Zinssatz, sowie der Umwandlungssatz im überobligatorischen Bereich gesenkt, um aus der Unterdeckung herauszukommen und die zurzeit massiv stattfindende Umverteilung von Jung zu Alt zu bremsen. Der BVK-CEO Thomas Schönbächler erklärt im NZZ-Interview, weshalb dies ein mutiger, wenn auch unangenehmer, Schritt in die richtige Richtung sei. Neue Zürcher Zeitung; 04.03.2016; Ausgaben-Nr.
Der Beitrag der Sendung SRF ECO vom vergangenen Montag zeigt übersichtlich und einleuchtend auf, mit welcher Problematik sich das System der betrieblichen Altersvorsorge gegenwärtig konfrontiert sieht. Aufgrund der demografischen Entwicklung findet heute eine massive Umverteilung zwischen aktiv Versicherten und neu Pensionierten statt und die derzeitige Situation am Kapitalmarkt macht es den Pensionskassen fast unmöglich, Geld zu erwirtschaften, ohne höhere Risiken einzugehen.
Gegenwärtig findet in der zweiten Säule eine starke Umverteilung von Jung zu Alt statt, die so nicht vorgesehen war. Gemäss dem Pensionskassen-Experten Olivier Deprez kostet ein 65-jähriger Mann, der dieses Jahr mit einem Umwandlungssatz von 6,8% pensioniert wird und die maximale BVG-Rente erhält, die Beitragszahler seiner Kasse 125 000 Fr. Er hat nämlich nur 320 000 Fr. einbezahlt, erhält im Verlauf seines restlichen Lebens aber voraussichtlich 445 000 Fr. in Form von Renten zurück.
Das Forschungsinstitut gfs.bern hat zum zweiten Mal eine Umfrage zur Akzeptanz der Reform «Altersvorsorge 2020» durchgeführt. Es stimmt optimistisch, dass rund 57 Prozent der Bevölkerung die Vorlage befürworten - also den dringenden Reformbedarf unseres Rentensystems erkennen. Der ständerätliche Beschluss einer AHV-Erhöhung um 70 Franken wurde von 70 Prozent der Befragten als positiv bewertet. Das zeigt, wie wichtig solche Kompromisse sind, um die Akzeptanz der Reform auf Ebene des Stimmbürgers zu erhöhen.
Eben ist eine Studie von Towers Watson erschienen, welche die Vorsorgepläne der im SLI (Swiss Leader Index) zusammengefassten Unternehmen miteinander verglich. Die Untersuchungen zeigten, wie Pensionskassen zunehmend gezwungen sind, auf die gegenwärtige Situation um sinkende Anlagerenditen und steigende Lebenserwartung zu reagieren. Peter Zanella von Towers Watson konstatierte, dass ein Umdenken stattfindet und tiefere Leistungen aufgrund einer Senkung der Umwandlungssätze vermehrt als Notwendigkeit wahrgenommen werden. moneycab.ch - 24.
Der Schweizerische Pensionskassenverband (Asip) begrüsst aufgrund des Niedrigszinsumfeld und der Renditeentwicklung die heute bekanntgebene Entscheidung des Bundesrats, den BVG-Mindestzinssatz für das Jahr 2016 auf 1.25% zu senken. In diesem Zusammenhang sei wieder einmal daran erinnert, dass man nicht beides haben kann: einen hohen Umwandlungssatz und einen hohen Mindestzins. Da heute jede/r neue Rentenbezügerin/Rentenbezüger, gemessen an ihrer/seiner Lebenserwartung, im Durchschnitt 40’000 Franken zu wenig angespart hat, muss dieses Geld ja irgendwo herkommen.
Bereits vor 10 Tagen ist an dieser Stelle ein Artikel erschienen, der das «Neue Altern» in seinen zahlreichen Facetten beleuchtet hat. Dieser Artikel der Handelszeitung beleuchtet am Beispiel ausländischer Pensionierungsmodelle die Vor- und Nachteile, die verschiedene Muster eines stufenweisen Ausstiegs aus dem Erwerbsleben mit sich bringen können.

Die Medienmitteilung des ASIP vom 16. September 2015: 

Die finanzielle Sicherung der Altersvorsorge ist dringend notwendig. Um die AHV und die berufliche Vorsorge für die nächsten 15 Jahre zu sichern, müssen verschiedene Massnahmen in einer Gesamtbetrachtung und koordiniert diskutiert werden. Aufgrund der sich stellenden ökonomischen und demografischen Herausforderungen darf diese Reform auf keinen Fall scheitern. Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP begrüsst es daher, dass der Ständerat das Reformpaket „Altersvorsorge 2020“ grossmehrheitlich gutgeheissen hat. “Je länger wir zuwarten, umso rascher, und damit schmerzvoller müssten die dann beschlossenen Massnahmen umgesetzt werden“, so ASIP-Direktor Hanspeter Konrad. Er vergleicht dies mit einer Kurvenfahrt – je später man zu lenken beginnt, desto heftiger das Lenkmanöver. 

24 Jul 15
mit-uns-fuer-un...
Es ist nur eine Momentaufnahme, schreibt die Fachzeitschrift Schweizer Versicherung, dass seit dem Ausbruch der Finanzkrise die Zahl sanierungsbedürftiger Pensionskassen markant abgenommen hat. Dies dürfe aber nicht zu Fehlschlüssen verleiten. Die boomenden Aktienmärkte helfen den Vorsorgeeinrichtungen, schreibt das Magazin. Doch trotz einer etwas entspannteren Lage, sind viele Einrichtungen der beruflichen Vorsorge einem hohen Risiko ausgesetzt. Eine Übersicht über das Risikomanagement und ein Interview dazu:
22 Jul 15
mit-uns-fuer-un...
Ein Marktanalyst der Migros Bank beantwortet und klärt Fragen rund um die AHV und die Zweite Säule. Der Ratgebertext erschein im Migros-Magazin:

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