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Verschiedene Medien berichten über den Rückzug der Nationale Suisse aus dem Geschäft mit der beruflichen Vorsorge. Die Nationale Suisse veräussert, rückwirkend auf Anfang Jahr, ihren Geschäftsbereich Kollektiv-Leben an die Swiss Life. Neu sind damit nur noch zehn Lebensversicherer auf dem, wie es die NZZ formuliert, "durch sozialpolitische Leistungsvorgaben stark verminten Gelände unterwegs". Die NZZ geht ausserdem auf den Unterschied zwischen den nicht-profitorientierten Pensionskassen und dem dem Versicherungsaufsichtsgesetz unterstellten Versicherungen ein.
Unter dem Titel "Die Pensionsbranche muss besser werden" berichtet die Finanz und Wirtschaft heute über den Widerstand aus der Pensionskassenbranche gegen die in der Vernehmlassung befindlichen erweiterten Bestimmungen zur BVG-Strukturreform. Einmal mehr sind sich die Kritiker einig, dass die Bestimmungen kontraproduktiv wären, weil sie statt der Sicherheit vor allem die Kosten erhöhen - was letztendlich wir Beitragszahler würden zahlen müssen. Ein paar Auszüge:
Vorgestern brachte die Finanz und Wirtschaft ein Interview mit ASIP-Direktor Hanspeter  Konrad, das wir unseren Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten möchten. Den Pensionskassen wird die Performance des zurückliegenden Jahres knapp für das Halten des finanziellen Gleichgewichts gereicht haben, wie  Hanspeter Konrad  darlegt. Dennoch müssten sich die Institutionen wegen rigider Vorgaben des Systems der beruflichen Vorsorge in mancher Hinsicht durchhangeln. Denn Sicherheitspuffer, die die kantonalen bzw. regionalen Aufsichtsbehörden vorgeben, sind weiterhin unzureichend.
Immer wieder publizieren wir in diesem Blog auch Beiträge oder Meinungen anderer Akteure im Bereich der beruflichen Altersvorsorge, deren Aussagen wir für die ausgewogene Meinungsbildung als wichtig erachten. Vorraussetzung ist natürlich, dass die präsentierten Fakten korrekt sind. Nicht immer stimmen wir mit diesen Meinungen - oder nicht immer mit allen Details - überein. Die folgenden beiden Beiträge zeigen, wie man die gleichen Fakten durchaus unterschiedlich präsentieren bzw. zu unterschiedlich weit reichenden Schlussfolgerungen kommen kann.
Beim Vorsorgeforum haben wir gestern den folgenden, interessanten Beitrag entdeckt: Die neuen technischen Grundlagen BVG 2010 für die Berechnung der Leistungen und der Verpflichtungen in der beruflichen Vorsorge sind erschienen. Sie belegen, dass die Schweizerinnen und Schweizer immer älter werden. Legt man für das Jahr 2010 einen technischen Zinssatz von 3,5 Prozent und eine Gewichtung von 70% Männern und 30% Frauen zu Grunde, müsste der BVG-Mindestumwandlungssatz bei 6,41 Prozent liegen. Das entspricht ungefähr dem Wert, der am 7. März 2010 per Volksabstimmung abgelehnt wurde.
Das Wirtschafsmagazin ECO des Schweizer Fernsehens brachte gestern einen Bericht zur Lage des Schweizer Pensionskassensystems, der so genannten 2. Säule. Im Beitrag geht es hauptsächlich um die "ungewollte Solidarität". Damit ist folgendes gemeint. Während die Renten der AHV von der arbeitenden Bevölkerung bezahlt werden, ist die zweite Säule eigentlich so ausgelegt, dass hier jeder seine eigene Rente im Laufe eines Berufslebens anspart und damit nicht auf Gelder der arbeitenden Bevölkerung angewiesen ist.
In einem Interview mit cash.ch fordert ASIP-Direktor Hanspeter Konrad "eine Entschlackung des BVG («Neues BVG»)". "So haben wir vorgeschlagen, dass die Festlegung des Mindestzinses und des Umwandlungssatzes nicht in die Kompetenz des Bundesrats und des Parlaments gehört. Darüber sollten die Pensionskassen selber entscheiden, so wie es in Liechtenstein schon der Fall ist." Hintergrund ist dass die Pensionskassen wegen überhöhter Umwandlungssätze permanent zu hohe Renten auszahlen müssen. "Bezahlen müssen das die Jungen.

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