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Basler Zeitung; 30.01.2014; Seite bazab35; Wirtschaft; Finanzratgeber; Von Philipp Burla   Die beste Option für das Pensionskassenguthaben   Eine Entlassung wenige Jahre vor der Pensionierung kann die finanzielle Planung für das Alter zunichtemachen. Für das Pensionskassenguthaben müssen wichtige Entscheide unter Umständen sehr schnell gefällt werden, damit das Einkommen im Alter nicht deutlich kleiner ausfällt. Bei vielen Pensionskassen (PK) liegt das frühste mögliche Pensionsalter bei 58 oder 60 Jahren. Wer zum Zeitpunkt der Kündigung dieses Alter erreicht hat, kann zwischen einer vorzeitigen Altersleistung und einer Austrittsleistung (auch Freizügigkeitsleistung genannt) wählen. Wenn man seine Pensionskassenleistungen vorzeitig bezieht, ist das Alterskapital kleiner als bei einer ordentlichen Pensionierung, weil Beitragsjahre und Zinsgutschriften wegfallen. Zudem wird der Umwandlungssatz gekürzt, mit dem das Guthaben in eine lebenslange Rente umgerechnet wird.
Hintergrundinformationen aus dem St. Galler Tagblatt zum Thema Altersguthaben in den Pensionskassen. Was wird einbezahlt, was wird abgezogen? Und warum in den letzten Jahren der Umwandlungssatz kontinuierlich gesenkt wurde.
In einem Gastkommentar zur Altersvorsorge erläuterte Bundesrat Alain Berset in der NZZ letzten Monat seine Vorstellungen von der bevorstehenden Reform mit dem Namen "Altersvorsorge 2020", die dieses Jahr in eine entscheidende Runde gehen wird. Zur Zeit läuft die Vernehmlassung, danach werden die Weichen gestellt. Dieses Thema wird uns in den kommenden Jahren beschäftigen. Eine zentrale Aussage in seinen Ausführungen ist vermutlich die folgende:
Wie die Pensionskasse ASGA gestern informierte, zahlt sie ihren Mitgliedern ("Verischerten") 82,5 Millionen Franken aus. Sie tut dies, indem sie für das Jahr 2013 das Alterskapital ihrer aktiv Versicherten mit drei Prozent verzinst. Weiter heisst es in einem Communiqué, dass sie als unabhängige Genossenschaft die erwirtschafteten Erträge ausschliesslich zur Verbesserung der Vorsorgeleistung ihrer Mitglieder verwende.
Aus dem Bündner Tagblatt vom 07.12.2013: Rote Karten für Bundesrat Berset Beibehaltung des Rentenniveaus, Rentenalter 65 und Verbesserungen für die Frauen in der zweiten Säule: Alain Berset hat seine Pläne für die Altersvorsorge vorgestellt. Für den Bundesrat Alain Berset sei die Beibehaltung des Rentenniveaus Voraussetzung für die Reform der Altersvorsorge, verteidigte Bundesrat Berset gestern am Kongress der Gewerkschaft Syndicom in Lausanne die Pläne für die Rentenreform. Massnahmen wird es bei der AHV und auch bei der beruflichen Vorsorge geben.
Laut Schweiz am Sonntag bestätigt der Versicherer AXA Winterthur zwar, dass die Risikoprämien für Tod und Invalidität zu hoch sind, was die Pensionskassenabzüge verteuert. Die Mehreinnahmen würden jedoch benötigt, um die laufenden Renten querzusubventionieren, weil der Mindest-Umwandlungssatz zu hoch ist. Der Versicherer Axa Winterthur wehrt sich gegen die anhaltenden Rentenklau-Vorwürfe. «Es gibt in der beruflichen Vorsorge keine versteckten Gewinne», sagt Thomas Gerber, Leiter des Schweizer Lebengeschäfts.
Wie die Schweiz am Sonntag gestern berichtete, sorgt der Chefökonom des Gewerkschaftsbundes sich um die faire Berechnung der Pensionskassen-Gelder. Daniel Lampart wirft dem Bund vor, ohne Daten die Rentenreform voranzutreiben. Daniel Lampart ruft aus. Die Bundesverwaltung habe in den vergangenen Monaten zahlreiche Berichte zur Zukunft der Pensionskassen vorgelegt. Eines aber habe sie bisher nie sauber abgeklärt, moniert der Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB): Mit welchen Renditen die Vorsorgewerke langfristig rechnen könnten.
Die Gewerkschaft syndicom schreibt auf ihrer Website zwar «Altersvorsorge 2020 - SGB lehnt grösste Rentensenkung aller Zeiten ab». Sie meint damit aber, dass der SGB die geplante Senkung des Mindest-Umwandlungssatzes von 6.8% auf 6% bekämpft. Wird diese Senkung nicht gemacht, bedeutet dies, dass die laufenden Renten weiterhin durch die Jungen quersubventioniert werden, mit Geld, das eigentlich später ihnen zustehen würde. Nicht eine Senkung, sondern ein Festhalten am heutigen Umwandlungssatz ist deshalb der «grösste Rentensenkung aller Zeiten» (siehe auch hier).
Der Bundesrat hat den Vorentwurf zur Reform der Altersvorsorge verabschiedet und unterbreitet ihn nun Kantonen, Verbänden und Parteien zur Stellungnahme. Er hält fest, die Reform sorge dafür, dass das Leistungsniveau der Altersvorsorge erhalten bleibt, dass die 1. und 2. Säule langfristig ausreichend finanziert sind und dass die Leistungen von AHV und beruflicher Vorsorge den geänderten Bedürfnissen entsprechen, insbesondere in Bezug auf die Flexibilität beim Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand.
Wie die Schweiz am Sonntag gestern berichtete, will Bundesrat Berset die Gewinne der Lebensversicherer beschneiden, um dadurch die notwendige Akzeptanz für die unvermeidbare Senkung des Mindest-Umwandlungssatzes zu erhalten. Diesen Schritt dürften nicht nur Sozialdemokraten und Gewerkschaften befürworten, sondern vermutlich auch der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP. Letzteres hatte die so genannte Legal Quote schon öfter kritisiert. Was aber wieder einmal von den Medien verschwiegen wird: Nur ca.

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