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Der ASIP hat heute die Medien über seinen Vorschlag zur Reform der zweiten Säule informiert: Die dringend notwendige Reform der beruflichen Vorsorge ist eine der grössten politischen Herausforderungen für das neue Parlament in der kommenden Legislatur. Sie erfordert eine Lösung, die sowohl finanziell für die Versicherten und Arbeitgeber tragbar als auch durch die Pensionskassen operativ einfach und unkompliziert umsetzbar ist. Deshalb hat der ASIP bereits im Mai dieses Jahres einen entsprechenden zielführenden und praxisorientierten Vorschlag veröffentlicht.
Der ASIP begrüsst, dass sich Travail.Suisse, der Schweizerische Gewerkschaftsbund und der Schweizerische Arbeitgeberverband auf einen gemeinsamen Vorschlag für eine BVG-Revision geeinigt haben. Die Sozialpartner unterstreichen damit zu Recht die Dringlichkeit einer BVG-Revision. Der ASIP wird die Vorschläge in den nächsten Monaten ergebnisoffen prüfen. Der Vorschlag trägt einigen Forderungen seitens der Branche Rechnung, insbesondere derjenigen nach einer sofortigen und deutlichen Senkung des BVG-Umwandlungssatzes von 6,8% auf 6%.
Gestern berichtete der Kassensturz über die bereits in zahlreichen Medien verbreitete Misswirtschaft bei der Pensionskasse Phoenix. So schlimm dieser Fall ist, man muss sich vor Augen führen, dass es sich bei Phoenix um 1 von 1700 Pensionskassen handelt und man nicht aufgrund dieses einen Einzelfalls die ganze Branche anklagen darf. Es gibt im Schweizer Rechtssystem zurecht keine Sippenhaft. Das Gros der Pensionskassen und ihrer Angestellten arbeitet hoch seriös und hat immer das Wohl ihrer Versicherten im Auge.

Die öffentliche Kritik an den Broker-Provisionen wird nun auch von Pensionskassen aktiv aufgegriffen. Wärhend Arbeitgeber und Broker-Verband keine Probleme sehen, preschen Pensionskassen vor und versuchen sich aus dem Gefangenendilemma zu befreien. Die Stiftung Abendrot hat das Problem nach eigenen Aussagen bereits vor Jahren erkannt und Lösungen erarbeitet, kürzlich aber nochmals darauf hingewiesen.

Inmitten der komplexen Landschaft der beruflichen Vorsorge, wird momentan heftig über Provisionen diskutiert. Das Thema ist nicht neu. Bei der Wahl der Pensionskasse greifen viele Firmen auf Vermittler zwischen der Pensionskasse und der Versicherung zurück. Die Broker holen Offerten ein und beraten ihre Auftraggeber. Schon seit längerer Zeit sind die Interessenkonflikte bei der heutigen Entschädigung der Vermittler umstritten.

In den vergangenen 10 Jahren wurden über 90 Milliarden Franken von den Erwerbstätigen zu den Pensionierten umverteilt. In folgendem Artikel steht, dass das so noch nie jemand gesagt hat, was aber nicht stimmt. Im Rahmen der Abstimmungskampagne über die Altersvorsorge 2020 hat der ASIP mit einer ähnlichen Grössenordnung gerechnet. Die neueste Berechnung zeigt, dass man schon 2017 einer Reform hätte zustimmen müssen. Das ASIP Reformmodell würde diese Umverteilung entschärfen. Je früher desto besser.

Der ASIP hat heute die folgende Medienmitteilung veröffentlicht. Dabei hat er auch die Fehldeutung seines Vorschlags aufgegriffen, die darin besteht, eine Senkung des Mindest-Umwandlungssatzes sei identisch mit einer Senkung der monatlichen Renten. Genau das versucht er nämlich mit seinem Reformvorschlag zu vermeiden. Ausgewogene Kompensationsmassnahmen sorgen dafür, dass insgesamt mehr Alterskapital angespart wird, damit es auch bei einem deutlich niedrigeren Umwandlungssatz monatlich immer noch gleich viel Rente gibt, für niedirige Einkommensklassen sogar mehr Rente.
Der Kassensturz griff heute Abend ein brisantes Thema auf. "Pensionskassen engagieren Broker um neue Versicherte zu gewinnen. Fürs Vermitteln kassieren die Broker saftige Provisionen. Jahr für Jahr." – Das stimmt, aber so einfach, wie es klingt, ist die Situation nicht. Manche Sammel- oder Gemeinschaftsstiftungen müssen wachsen, weil sie zu viele Rentner versichert haben, um einen ausgewogeneren Mix zwischen Rentenbezügern und Beitragszahlern zu erreichen. Eine Sammel- oder Gemeinschaftsstiftung, die wachsen will, kann das auf verschiedene Arten versuchen.

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