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Artikel Finanz und Wirtschaft: https://www.fuw.ch/newsticker/201910140624/schweizer-pensionskassen-verbuchen-starkes-3-quartal-cs-index-steigt-weiter/ Zürich (awp) - Die Schweizer Pensionskassen haben ein weiteres starkes Quartal verzeichnet und die Erholung damit fortgesetzt. Der Pensionskassenindex der Credit Suisse stieg im dritten Quartal um 1,51 Prozent. Aktuell steht der Index per 30. September 2019 bei 182,20 Punkten, ausgehend von 100 Punkten zu Beginn des Jahres 2000. Nach zwei positiven Vorquartalen entwickelten sich die Pensionskassen auch im dritten Quartal positiv.
Das Tiefzinsumfeld zwingt alle Anleger zur Suche nach rentablen Investments. Im Portfolio von Pensionskassen finden sich Investment-Ideen, etwa Infrastrukturanlagen, die auch Kleinanleger nutzen können. Mehr dazu in der NZZ Online: https://www.nzz.ch/finanzen/die-strategie-von-pensionskassen-kopieren-ld.1509410
In zur Tamedia-Gruppe gehörenden Zeitungen werden heute unter dem Titel „Wegen Pensionskassen sinkt die Altersrente“ die Konsequenzen der sinkenden Umwandlungssätze thematisiert. Dabei fällt auf, dass die Ergebnisse, die vom VZ Vermögenszentrum berechnet wurden (Pensionierungs-Barometer 2019), deutlich von einer Studie von Swisscanto abweichen. Diese kam kürzlich zum Schluss, dass mit einer „errechneten durchschnittlichen Ersatzquote von 69% bei einem Lohn von CHF 80‘000 für die Gesamtheit der an der Befragung teilnehmenden Pensionskassen aus 1. und 2.

Als Fallbeispiel sind in einer Ehe beide Parteien erwerbstätig und machen sich Gedanken über die Verwendung des angesparten Pensionskassenguthabens. Das Ehepaar prüft, ob es sinnvoll ist, das Guthaben der 2. Säule zum Teil als Rente und zum Teil als Kapital zu beziehen. Da die PK der Frau kleiner ist, planen sie, diese in Kapitalform auszahlen zu lassen. Die PK des Mannes soll als Rente bezogen werden. Andreas Janser, Finanzplaner und Vorsorgespezialist bei der Schwyzer Kantonalbank, erklärt, weshalb es nicht zwingend Sinn macht, die «kleinere» Pensionskasse in Kapitalform zu beziehen. 

Ein Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, den Angestellten mitzuteilen, bei welcher Pensionskasse er angeschlossen ist und die entsprechenden Beiträge zu überweisen. Falls er dies nicht tut, kann die betroffene Pensionskasse ihn betreiben, denn jeder Arbeitnehmer hat das Recht diese Beiträge zu erhalten. 

Die öffentliche Kritik an den Broker-Provisionen wird nun auch von Pensionskassen aktiv aufgegriffen. Wärhend Arbeitgeber und Broker-Verband keine Probleme sehen, preschen Pensionskassen vor und versuchen sich aus dem Gefangenendilemma zu befreien. Die Stiftung Abendrot hat das Problem nach eigenen Aussagen bereits vor Jahren erkannt und Lösungen erarbeitet, kürzlich aber nochmals darauf hingewiesen.

Der ASIP hat heute die folgende Medienmitteilung veröffentlicht. Dabei hat er auch die Fehldeutung seines Vorschlags aufgegriffen, die darin besteht, eine Senkung des Mindest-Umwandlungssatzes sei identisch mit einer Senkung der monatlichen Renten. Genau das versucht er nämlich mit seinem Reformvorschlag zu vermeiden. Ausgewogene Kompensationsmassnahmen sorgen dafür, dass insgesamt mehr Alterskapital angespart wird, damit es auch bei einem deutlich niedrigeren Umwandlungssatz monatlich immer noch gleich viel Rente gibt, für niedirige Einkommensklassen sogar mehr Rente.

Mit einem Stellenwechsel verändert sich auch die voraussichtliche Rente im Alter. Ein neuer Job kann für die berufliche Vorsorge einen Auf- oder Abstieg bedeuten. Bevor also ein neuer Arbeitsvertrag unterschrieben wird, lohnt es sich, die Situation genau unter die Lupe zu nehmen. 
Folgender Artikel hilft, vor einem Stellenwechsel bei der Finanzierung der Altersvorsorge Klarheit zu schaffen.

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