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Mit einer im Ständerat sehr seltenen «öffentlichen Erklärung» wollten sich Vertreter der vier grossen Parteien im Stöckli am Montag zu den Themen der Frankenstärke und den Negativzinsen äussern und ihre Kolleginnen und Kollegen in der kleinen Kammer dazu aufrufen, die Schweizerische Nationalbank (SNB) offiziell dazu aufzufordern, obligatorische Krankenkassen, Unfallversicherungen und Pensionskassen von der Entrichtung von Negativzinsen auszunehmen.
Der Bundesrat diskutierte laut der «Handelszeitung» auf Initiative von Eveline Widmer-Schlumpf und Johann Schneider-Ammann über «allfällige Erwägungen» zur Wiedereinführung eines neuen Mindestkurs des Franken. Das von den beiden vorgelegte Aussprachepapier zum starken Franken wurde vom Gesamtbundesrat nicht gutgeheissen, schreibt das Blatt. In einem Artikel des «Tages-Anzeigers» wird ausserdem über den steigenden politischen Druck auf die Schweizerische Nationalbank berichtet, den Sozialversicherungen zinslose Girokonten bereitzustellen, also auf die Negativzinsen zu verzichten.
Die von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) verfügten Negativzinsen wühlen auf. Anleger, Pensionskassen, die Medien und auch die Politik beschäftigen sich vor allem mit den befürchteten Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung respektive damit, wo unter diesen Bedingungen noch Rendite einzufahren ist. Gerade «gegenüber Politikern muss die SNB sich abgrenzen, ohne Pflästerchen für bundesnahe Betriebe und Zückerchen für die Kantone», kommentiert der Ressortleiter der «Finanz und Wirtschaft», Philippe Béguelin. Er empfiehlt der SNB, sich «nicht auf Nebenschauplätzen zu verzetteln». Ebenfalls mit den Negativzinsen befasste sich die UBS und fasst in einer News-Meldung die Ergebnisse einer Studie zusammen, in der «das Team um den Chefökonomen von UBS Schweiz die möglichen Auswirkungen für verschiedene Zins-Szenarien analysiert. Die Ergebnisse zeigen Belastungen für die Realwirtschaft, beträchtliche Zinsänderungsrisiken und zusätzlichen Konsolidierungsdruck im  Bankensektor sowie gravierende Auswirkungen auf das schweizerische Vorsorgesystem.» So vermuten die Ökonomen der Grossbank, dass «viele Pensionskassen im Vorsorgesystem bei anhaltenden Negativzinsen noch stärker in Unterdeckung geraten dürften». Und auch für die AHV schwant ihnen Ungutes: «In der 1. Säule bedeutet eine tiefere Verzinsung eine starke Ausweitung der AHV-Finanzierungslücke».
Ständeräte der vier grossen Parteien möchten, dass die kleine Kammer eine Resolution beschliesst, welche der Schweizerischen Nationalbank dringend empfiehlt, bei Guthaben von Pensionskassen und Sozialversicherungen eine Ausnahme zu machen und keine Negativzinsen zu erheben. Dies berichten mehrere Schweizer Tageszeitungen:
Die «Wette auf das Sterbealter», wie es die Neue Zürcher Zeitung am 31.01.2015 so schön nannte, «ist sozialpolitisch nicht unerheblich». Lieber davon ausgehen, dass man älter wird und sich entsprechend im Lebensstil darauf einstellen ... Weiter ist im erwähnten NZZ-Artikel von Gerhard Schwarz zu lesen:  
Unter dem Titel «Auf Arbeitnehmerseite sitzen oft Kader» berichtete der Tages-Anzeiger am 23.02.2015 von den Schwierigkeiten, die Stiftungsräte von Pensionskassen mit qualifizierten Arbeitnehmervertretern zu besetzen, die auch zweifellos Arbeitnehmer sind. Denn viele Stiftungsräte sind Kadermitglieder. Doch wo erfolgt die Abgrenzung zwischen Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden? Im folgenden der Artikel:
Die zahlreichen Aspekte der Vorsorge für den Ruhestand begleiten Menschen das halbe Leben. Eine vernünftige, Jahrzehnte vorausschauende Planung kann bei der Altersvorsorge enorm helfen. Die Checkliste der Neuen Zürcher Zeitung zeigt Ihnen, auf welche Aspekte man unbedingt achten sollte.
In einem Gespräch mit Bundesrat Alain Berset geht es nicht nur um das grosse Refomvorhaben «Altersvorsorge 2020». Hierbei setzt Berset etwa auf eine Flexibiliserung des Renteneintrittsalters, das er individuell zwischen 62 und 70 Jahren sieht. In dem Interview mit dem Migros-Magazin äussert sich Berset ebenfalls eingehend über die weiteren Themen der Reform AV2020. Aber auch allgemein über die eine immer älter werdende Gesellschaft spricht der Innenminister, als auch beispielsweise über die steigenden Kosten im Gesundheitswesen. Lesen Sie mehr:
Weniger die kurzfristigen Marktreaktionen auf die Franken-Aufwertung, als vielmehr die Folgen der Negativzinsen sind das grösste Problem der Pensionskassen, sagen Experten. Insgesamt wird eine schwierige Anlagesituation konstatiert. Denn mit den momentanen Anlageplänen vieler Vorsorgeeinrichtungen sei es schwierig, eine Soll-Rendite zu erzielen. Sind riskantere Anlageformen gefragt? Hintergrundinformationen aus der Neuen Zürcher Zeitung:
Mit der Aufgabe des Mindestkurs zum Euro und der Einführung von Negativzinsen durch die Schweizerische Nationalbank litten auch die Pensionskassen, wie der CS-Pensionskassen-Index aufzeigt. Credit Suisse ist aber nicht nur wegen der aktuellen Verluste beunruhigt, sondern auch dass Geldmarktanlagen und Obligationen weiterhin nur sehr tiefe oder gar negative Renditen einfahren. Mehr dazu auf der Finanzsite Moneycab:

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