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Für Menschen die sich selbständig machen wollen, ergeben sich viele Fragen, die geklärt werden müssen. Ein wichtiges Thema ist sicherlich der Bereich Altersvorsorge. Soll vorteilhafter in die zweite oder die dritte Säule einbezahlt werden? Geht es überhaupt, Beiträge in eine Pensionskasse einzubezahlen. Fragen, die in einem Ratgebertext der Neue Luzerner Zeitung beantwortet werden:  
Ein FDP-Nationalrat ruft die jungen Menschen quasi zum lautstarken Protest auf. Sie sollen auf die Strasse gehen wegen der verborgenen Umverteilung in der zweiten Säule, welche Berufstätige und vor allem heute noch junge Berufstätige in der Zukunft benachteiligen könnte. Um Rendite für die Zukunft zu erwirtschaften sollen, so möchten es die Schweizer Räte, die Pensionskassen in der Schweiz gemeinsam zukunfts- und renditeträchtige Investitionen tätigen, etwa einen «Zukunftsfonds Schweiz» schaffen.
Der tatsächliche, selbstverschuldete Rentenklau: Vorletzten Sonntag, ein Kommentar vom Wirtschaftschef des Sonntagsblick, der es kurz und knackig auf den Punkt bringt.
Unter dem Titel „Beliebte BVG-Vollversicherung“ berichtete die NZZ kürzlich darüber, dass die Finma das von den Lebensversicherern angebotene BVG-Geschäft unter die Lupe genommen und für gut befunden hat. Man mag unterschiedlicher Meinung darüber sein, ob Versicherungen am Rentenkapital verdienen dürfen. Tatsache ist, dass das Modell der Lebensversicherer, das sich deutlich vom Modell der autonomen (nicht profitorientierten) Pensionskassen unterscheidet, besonders bei KMU sehr beliebt ist.
In der ganzen Schweiz werden jährlich 1200 Stimmberechtigte zum Thema Altersvorsorge befragt. Grundtenor der Mehrheit: Die Altersvorsorge ist und bleibt erfolgreich. Die Wirtschaftslage wird von den Umfrageteilnehmern optimistischer als auch schon betrachtet. Doch hinsichtlich der zukünftigen Stabilität denkt man nicht ganz so positiv. Die Probleme seien allerdings lösbar, meinen die Befragten, und bauen auf die anstehenden Reformen der Altersvorsorge. Ein Lösungsansatz, der von der Mehrheit der Stimmberechtigten bevorzugt wird: Mehreinnahmen durch höhere Beiträge anstatt weniger Ausgaben.
Das erfolgreiche Schweizer Altersvorsorgesystem steht unter Druck, nicht nur wegen niedriger Zinsen, sondern vor allem wegen der Demografie. Die Schweiz steht Anfang der 2020er Jahre vor einer Wende von einer wachsenden zu einer rückläufigen Erwerbsbevölkerung, so ein Experte des Wirtschaftsforschungsinstituts BAK Basel. Eine Abfederung durch Zuwanderung ist aber politisch nicht (mehr) erwünscht. Überalterung und Umverteilung nagen an der Stabilität der Pensionskassen. Stimmen von einer Veranstaltung der Investmentgesellschaft Swisscanto in einem Beitrag der Neue Zürcher Zeitung:  
Viele Schweizer wollen laut einer Studie nicht länger arbeiten und dafür früher in die Rentenkassen einzahlen. Aus dem Blick : Blick; 13.09.2014 Seite a3 POLITIK & WIRTSCHAFT! Zürich – Gemäss einer repräsentativen Studie von Axa Investment Managers spricht sich eine Mehrheit der Schweizer gegen eine Erhöhung des Rentenalters aus. Eine klare Mehrheit ist auch gegen eine Rentenkürzung. Um das Rentenniveau in der Schweiz zu halten, wollen die Schweizer lieber früher in die Kassen einzahlen.
Eine Frühpensionierung hat etwas Verlockendes – mehr Zeit für sich, vielleicht auch weniger Stress, öfters mal die Seele baumeln lassen. Wenn man sich das auch finanziell leisten kann. Eine wohlüberlegte Budgetplanung ist angesagt und alles an Kosten und Einnahmen sollte auf den Tisch gepackt werden. Und vergessen Sie nicht: Auch nach dem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Erwerbsleben muss man AHV-Beiträge zahlen. Diese können bis 24'000 Franken betragen. Ein Ratgebertext aus der SonntagsZeitung:
In den letzten Monaten wurden Forderungen seitens verschiedener Kantone laut, den Kapitalbezug einzuschränken. Als Begründung wurden die steigenden Ergänzungsleistungen genannt und eine einzelne Statistik aus einem einzelnen Kanton, wonach ein hoher Anteil der EL-Bezüger zuvor Kapital aus ihrer Pensionskasse bezogen hatten. Der ASIP verwies immer wieder auf die Tatsache, dass hier falsch gerechnet wurde. Nicht der Anteil Kapitalbezüger am EL-Bezug, sondern genau umgekehrt der Anteil EL-Bezüger am Kapitalbezug sei relevant.

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