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8 Mai 20
mit-uns-fuer-un...
Die durch die Corona-Pandemie bedingten Turbulenzen der Finanzmärkte treffen auch die Pensionskassen. Dies zeigen die ersten Ergebnisse der von Complementa jährlich durchgeführten Risiko Check-up-Studie. Die Kapitalanlagen der Pensionskassen verbuchten in den ersten vier Monaten eine negative Rendite von -3.9%. Dadurch sinkt der durchschnittliche Deckungsgrad von 107.9% auf 103.0%. Die hinzugewonnenen Deckungsgradpunkte aus dem aussergewöhnlich erfolgreichen Anlagejahr 2019 sind damit bereits fast vollumfänglich aufgebraucht.
Die Bank Julius Bär hat einen interessanten Fachartikel mit anschaulichen Grafiken veröffentlicht, in dem nachvollziehbar erkärt wird, wieso es niemals reichen kann, die Verwaltungskosten bei den Pensionskassen zu senken, um eine Senkung des BVG-Mindest-Umwandlungssatzes zu erübrigen. Demnach nahm der Anteil der Zinsen, die aufgrund der erzielten Renditen an die Versicherten fliessen, über die letzten 20 Jahre stetig ab. Und was passierte mit dem Rest der erzielten Rendite?
Die NZZ am Sonntag berichtet heute über eine McKinsey-Studie die die Performance der Schweizer Vorsorgewerke mit denjenigen der Niederlande und Kanadas vergleicht. Diese kommt zum Schluss, dass unsere Pensionskassen zu wenig in Aktien investieren (mancher würde in diesen Tagen aber vielleicht sagen "zum Glück!") und ihnen deshalb seit 2008 zwischen 50 und 95 Mrd. Fr. an potentiellem Gewinn entgingen.
Es geht nicht nur um die Verwaltungskosten bei Pensionskassen…. Gebetsmühlenartig behauptet Rudolf Strahm seit Jahren und aktuell wieder in der Handelszeitung, die Pensionskassen würden sich nicht um die Vermögensverwaltungskosten kümmern, das Gegenteil trifft zu…. Gestern liess er sogar eine Medienmitteilung mit Kritik an den Behörden verbreiten, sie seien untätig "in Sachen Durchführungskosten" und der Forderung an Sozialminister Alain Berset, eine Rangliste der Pensionskassen nach der Höhe der Kosten einzuführen.
Der Beobachter hat jüngst über weit verbreitete Irrtümer zur 2. Säule berichtet. Darunter auch dieser: Ein hoher Umwandlungssatz bringt in jedem Fall mehr Rente. Dem ist nicht unbedingt so. Wir haben schon mehrmals darauf hingewiesen, dass ein zu hoher Umwandlungssatz zur Quersubventionierung der Rentner durch die Erwerbstätigen führt. Möglich ist das aber nur, indem ein wesentlicher Teil der auf dem Alterskapital erwirtschafteten Rendite den Rentnern zugeschrieben wird, anstatt den eigentlichen Eigentümern, nämlich den Erwerbstätigen.
Der Bundesrat hat letzten Mittwoch für 2020 die Mindestverzinsung in der beruflichen Vorsorge auf 1% festgelegt. Angesichts der bisher hohen Renditen der Pensionskassen in diesem Jahr erscheint dies mickrig. Doch dieser Eindruck täuscht, wie die NZZ am 6.11.2019 nachvollziehbar erklärte. Die wichtigsten Aussagen im Artikel: Viele laufenden Renten sind gemessen an der Lebenserwartung und den erwarteten Anlagerenditen stark überhöht. Ein Teil der Anlagerenditen muss also heuer wie jedes Jahr für die Finanzierung der Rentner herhalten. Mehr dazu hier.
Das Tiefzinsumfeld zwingt alle Anleger zur Suche nach rentablen Investments. Im Portfolio von Pensionskassen finden sich Investment-Ideen, etwa Infrastrukturanlagen, die auch Kleinanleger nutzen können. Mehr dazu in der NZZ Online: https://www.nzz.ch/finanzen/die-strategie-von-pensionskassen-kopieren-ld.1509410
5 Sep 19
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Unter einem falschen und irreführenden Titel hat finews heute über eine Studie der Hochschule Luzern berichtet. In dem Artikel steht Unglaubliches: Den Schweizer Pensionskassen mangle es an Professionalität und an Eigeninitiative, bessere Renditequellen zu erschliessen. Zu diesem Schluss komme eine Studie, welche die Immobilienstrategien untersuchte.

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