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8 Mai 20
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Die durch die Corona-Pandemie bedingten Turbulenzen der Finanzmärkte treffen auch die Pensionskassen. Dies zeigen die ersten Ergebnisse der von Complementa jährlich durchgeführten Risiko Check-up-Studie. Die Kapitalanlagen der Pensionskassen verbuchten in den ersten vier Monaten eine negative Rendite von -3.9%. Dadurch sinkt der durchschnittliche Deckungsgrad von 107.9% auf 103.0%. Die hinzugewonnenen Deckungsgradpunkte aus dem aussergewöhnlich erfolgreichen Anlagejahr 2019 sind damit bereits fast vollumfänglich aufgebraucht.
Das VZ VermögensZentrum benutzt die Umverteilung in der beruflichen Vorsorge wieder, um seine eigenen Dienstleistungen zu bewerben. Der Werbung möchten wir uns nicht anschliessen, aber was das VZ schreibt, ist trotzdem lesenswert. Pensionskassen müssen Milliarden umverteilen. Grund ist der toxische Mix aus steigender Lebenserwartung, tiefen Zinsen, fixem Rentenalter und zu hohen Renten. Schweizer Pensionskassen haben in den letzten zehn Jahren über 65 Milliarden Franken umverteilt.
Der Bundesrat hat letzten Mittwoch für 2020 die Mindestverzinsung in der beruflichen Vorsorge auf 1% festgelegt. Angesichts der bisher hohen Renditen der Pensionskassen in diesem Jahr erscheint dies mickrig. Doch dieser Eindruck täuscht, wie die NZZ am 6.11.2019 nachvollziehbar erklärte. Die wichtigsten Aussagen im Artikel: Viele laufenden Renten sind gemessen an der Lebenserwartung und den erwarteten Anlagerenditen stark überhöht. Ein Teil der Anlagerenditen muss also heuer wie jedes Jahr für die Finanzierung der Rentner herhalten. Mehr dazu hier.
Die Vorsorgeverbände ASIP, KGAST und VVS haben oder heute eine gemeinsame Medienmitteilung veröffentlicht. Sie nehmen mit wachsender Besorgnis zur Kenntnis, dass ein Ende der Negativzinsen nicht absehbar ist, während dringend notwendige Reformen der Altersvorsorge weiterhin auf sich warten lassen. Nach dem heutigen Entscheid der SNB, die Negativzinsen auf -0.75% zu belassen, fordern sie von der Politik, sich dringend Gedanken zu den Auswirkungen auf das Vorsorgesystem zu machen und notwendige Korrekturen anzubringen. Der Reformstau in der 1. und 2.

In den vergangenen 10 Jahren wurden über 90 Milliarden Franken von den Erwerbstätigen zu den Pensionierten umverteilt. In folgendem Artikel steht, dass das so noch nie jemand gesagt hat, was aber nicht stimmt. Im Rahmen der Abstimmungskampagne über die Altersvorsorge 2020 hat der ASIP mit einer ähnlichen Grössenordnung gerechnet. Die neueste Berechnung zeigt, dass man schon 2017 einer Reform hätte zustimmen müssen. Das ASIP Reformmodell würde diese Umverteilung entschärfen. Je früher desto besser.

Mit einem Stellenwechsel verändert sich auch die voraussichtliche Rente im Alter. Ein neuer Job kann für die berufliche Vorsorge einen Auf- oder Abstieg bedeuten. Bevor also ein neuer Arbeitsvertrag unterschrieben wird, lohnt es sich, die Situation genau unter die Lupe zu nehmen. 
Folgender Artikel hilft, vor einem Stellenwechsel bei der Finanzierung der Altersvorsorge Klarheit zu schaffen.

Der Deckungsgrad ist eine der Kennziffern für die finanzielle Lage einer Pensionskasse. Er betrachtet die Verpflichtungen der aktiv Versicherten und das Vermögen, das den Pensionskassen zur Verfügung steht, um sie zu erfüllen.  Wenn eine Pensionskasse einen Deckungsgrad von über 100 Prozent ausweist, gehen die Versicherten von einer rosigen finanziellen Situation ihrer Pensionskasse aus. Doch die Zahl stellt die Pensionskassen zu gut dar: Bereits wenn der Deckungsgrad unter 100 Prozent fällt, müssen die aktiv Versicherten mit Einbussen rechnen. Lesen Sie im nachfolgenden Artikel, warum Pensionskassen eigentlich viel mehr Geld zur Seite legen müssten.

Das Thema der Altersvorsorge gewinnt in den Medien zunehmend an Beachtung. Die Diskussionen werden lauter und Forderungen an die Politik konkreter. So schreibt heute etwa die NZZ zum Thema Umwandlungssatz, die Politik würde der Wirklichkeit meilenweit hinterher trotten. Solche Aussagen belegen, dass die Dringlichkeit der Problematik von immer mehr Leuten erkannt wird und eine Anpassung der Umwandlungssätze als notwendig und sinnvoll erachtet wird.

Der von der Schweizer Nationalbank festgelegte Negativzins betrifft uns alle, da er die Pensionskassen mit rund 400 - 450 Mio. Franken pro Jahr belastet. Jede Pensionskasse lagert einen Teil ihres Geldes als liquide Mittel auf der Bank, welche ihrerseits verpflichtet ist, Negativzinsen an die Nationalbank zu zahlen. Die SRF-Rundschau vom 13. Januar ging der Frage nach, ob sich der Negativzins auf Rentengeldern umgehen liesse und sprach mit Heinz Karrer, Präsident von Economiesuisse und Bankrat der Schweizerischen Nationalbank, über die schwierige Situation der Pensionskassen.

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