Sie sind hier

Blog

Es geht nicht nur um die Verwaltungskosten bei Pensionskassen…. Gebetsmühlenartig behauptet Rudolf Strahm seit Jahren und aktuell wieder in der Handelszeitung, die Pensionskassen würden sich nicht um die Vermögensverwaltungskosten kümmern, das Gegenteil trifft zu…. Gestern liess er sogar eine Medienmitteilung mit Kritik an den Behörden verbreiten, sie seien untätig "in Sachen Durchführungskosten" und der Forderung an Sozialminister Alain Berset, eine Rangliste der Pensionskassen nach der Höhe der Kosten einzuführen.

Haben Sie es sich auch schon einmal überlegt, sich frühpensionieren zu lassen und wussten nicht, welche finanziellen Einbussen dies beinhalten könnte? Die Luzerner Zeitung hat sich dem Thema gewidmet und gibt gute Tipps, auf was man sich dabei achten sollte. 

In seinem Kommentar vom Mittwoch zeigte Bundheshausredaktor Markus Brotschi auf, dass einzelne Kompensationsmassnahmen, wie etwa die von den Gewerkschaften vorgeschlagene AHV-Erhöhung, nicht langfristig, beziehungsweise ganzheitlich genug an die Problematik herangehen. Die gegenwärtige Problematik des Schweizer Altersvorsorgesystems gründet nebst der schwierigen Situation auf dem Kapitalmarkt darin, dass das Verhältnis von aktiv Versicherten pro Rentner zukünftig abnehmen wird.
Unlängst haben die Pensionskasse der Credit Suisse und die BVK Kürzungen von Altersleistungen angekündigt. Dass die Versicherten solchen Entscheiden kritisch gegenüber stehen liegt nahe. Umso wichtiger ist es, nachvollziehbar zu machen, woher diese Entscheide rühmen und dass sie letztlich ein langfristiges Sichern des Rentensystems bedeuten. Die Vorsorgeeinrichtungen stehen zurzeit stark unter Druck. Das Anlageumfeld mit ultraniedrigen Zinsen macht es immer schwieriger, verlässliche Renditen zu erzielen und bedingt daher Anpassungen an die Realität des Marktes.
Der von der Schweizer Nationalbank festgelegte Negativzins betrifft uns alle, da er die Pensionskassen mit rund 400 - 450 Mio. Franken pro Jahr belastet. Jede Pensionskasse lagert einen Teil ihres Geldes als liquide Mittel auf der Bank, welche ihrerseits verpflichtet ist, Negativzinsen an die Nationalbank zu zahlen. Die SRF-Rundschau vom 13. Januar ging der Frage nach, ob sich der Negativzins auf Rentengeldern umgehen liesse und sprach mit Heinz Karrer, Präsident von Economiesuisse und Bankrat der Schweizerischen Nationalbank, über die schwierige Situation der Pensionskassen.
Am 18. Januar hat das Bundesamt für Statistik (BfS) die definitiven Ergebnisse der Pensionskassenstatistik 2014 veröffentlicht. Unter anderem zeigte sich, dass im Vergleich zum Vorjahr rund 50% mehr Gelder in die Wertschwankungsreserven geflossen sind. Das gibt den Kassen die Möglichkeit, in Jahren mit schlechteren Anlage-Performances die Unterdeckung gering zu halten. Solche Reserven sind wichtig, um langfristig rentabel zu bleiben, sie sind aber nur möglich, wenn sich der Mindestzinssatz an der durchschnittlichen Rendite über mehrere Jahre orientiert.
An einer Podiumsdiskussion am WEF wurden die Folgen der gestiegenen Lebenserwartung im Hinblick auf das Berufsleben diskutiert. Im Fokus stand dabei eine Studie zum «100 Jahre langen Leben» mit einleuchtenden Thesen. Dass die Renten- und Pensionssysteme heute in den meisten Ländern «unter Wasser» ständen oder, dass das «Drei-Phasen-Leben», bestehend aus Ausbildung, Arbeitsleben und Rente, nicht mehr in Stein gemeisselt sei, sind zwei zentrale Aussagen der Studie.
Diese beiden Artikel zeigen auf, wieviel Rendite die Versicherer und Pensionskassen erreichen müssen, um den vom Bundesrat festgelegten Mindestzins vollständig finanzieren zu können. Ausserdem wird das Anlageresultat der Pensionskassen im Jahr 2015 besprochen und auf deren finanzielle Perspektiven fürs kommende Jahr hingewiesen. Finanz und Wirtschaft; 04.11.2015 Seite 18 Unternehmen Pensionskassen und Lebensversicherer müssen nächstes Jahr die Pensionsgelder noch zu mindestens 1,25% verzinsen.
Im Dezember vergangenen Jahres hat die Nationalbank mit dem Einführen von Negativzinsen unkonventionelle Wege beschritten. Wie im vorliegenden Artikel vom Vorsorgeforum beschrieben wird, hatte der ASIP damals versucht, die Pensionskassen davon auszunehmen. Ebenso wenig wie es im Sinne der Nationalbank war, Kleinsparer mit den Negativzinsen zu belasten, wollte der ASIP, dass Nachteile für die Versicherten entstanden.
Im heutigen Stocks wirft Peter Meier von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) dem Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) vor, seine Studie sei eine Milchbuch-Rechnung. Ein Beispiel, das zumindest zeigt, wie schwierig die Materie ist. Die Studie des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) lässt Ökonomen die Haare zu Berge stehen: Mit groben und falschen Annahmen werden die Kosten für alternative Anlagen berechnet. Damit soll bewiesen werden, dass Pensionskassen durch den Abbau von Hedgefunds die Kosten reduzieren und die Performance verbessern könnten.
Blog views abonnieren