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In einem «10vor10»-Interview vom vergangenen Freitag beantwortete Hanspeter Konrad Fragen dazu, wie die Pensionskassen reagieren sollen, wenn die Renditen schlecht sind und die Lebenserwartung stetig ansteigt. Er betonte, dass die Kassen als Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter stets eine Stabilisierung anstreben, um letztlich den längerfristigen Interessen der Versicherten gerecht zu werden. Jede Pensionskasse habe nach individuellem Stand zu prüfen, wie sie sich auf ein stabiles Fundament stellen kann.
In einem NZZ-Interview gibt ASIP-Direktor Hanspeter Konrad zu verstehen, wie stark die Vorsorgeeinrichtungen unter den von der Nationalbank verhängten Negativzinsen leiden. Auch in den kommenden Jahren werde es für die Pensionskassen nicht einfach, genügend Kapital zu erwirtschaften. Um Unterdeckungen zu vermeiden ist es deshalb wichtig, dass sich der festgelegte Mindestzins an einer langjährigen Durchschnittsrendite orientiert und in guten Jahren nicht sofort angehoben wird.
Der von der Schweizer Nationalbank festgelegte Negativzins betrifft uns alle, da er die Pensionskassen mit rund 400 - 450 Mio. Franken pro Jahr belastet. Jede Pensionskasse lagert einen Teil ihres Geldes als liquide Mittel auf der Bank, welche ihrerseits verpflichtet ist, Negativzinsen an die Nationalbank zu zahlen. Die SRF-Rundschau vom 13. Januar ging der Frage nach, ob sich der Negativzins auf Rentengeldern umgehen liesse und sprach mit Heinz Karrer, Präsident von Economiesuisse und Bankrat der Schweizerischen Nationalbank, über die schwierige Situation der Pensionskassen.
Pensionskassen investieren vermehrt in Hypothekargeschäfte und sehen darin eine Möglichkeit, bei verhältnismässig geringen Risiken und Verwaltungskosten weiterhin positive Renditen zu erwirtschaften. Dieses wiedererwachte Interesse an der Hypothekengewährung, so Hanspeter Konrad, Direktor des Pensionskassenverbands ASIP, belege, dass die Pensionskassen im Umfeld niedriger Kapitalmarktrenditen alle Ausweichmöglichkeiten prüften. Finanz und Wirtschaft; 12.12.2015; Seite 16; Unternehmen; Thomas Hengartner Pensionskassen haben bereits für 15 Mrd. Fr. Hypothekarkredite gewährt.
Das tiefe Zinsniveau und sinkende Erträge des Alterskapitals in der zweiten Säule zwingen Pensionskassen, nach alternativen, ertragreicheren Anlagemöglichkeiten Ausschau zu halten. So eine Alternative könnte der von der Zürcher Finanzgesellschaft Aravis geplante Schweizer Risikokapitalfonds für Pensionskassen sein. Dessen Ziel besteht darin, mittelfristig etwa 300 - 500 Mio. Fr. in innovative Jungunternehmen zu stecken und eine durchschnittliche Rendite von 8% pro Jahr zu erwirtschaften.
Das anhaltende Niedrigzins-Umfeld am Kapitalmarkt schafft für die Pensionskassen und Versicherer immer schwierigere Bedingungen, um ihre Sollrenditen zu erwirtschaften. Durch die von der Nationalbank (SNB) auferlegte Verpflichtung zur Zahlung von Negativzinsen auf Kontoguthaben wird der Druck weiter erhöht. Dieser Artikel der «Schweiz am Sonntag» erklärt, wie Pensionskassen und Versicherer gezwungen sind, Lösungen gegen den Anlagenotstand zu finden und weshalb es sinnvoll wäre, die Vorsorgeeinrichtungen vom Negativzins zu befreien.
In der aktuellen Fachmitteilung Nr. 102 erläutern Hanspeter Konrad und Dr. Michael Lauener von der Verbandsleitung des Schweizerischen Pensionskassenverbands ASIP, die diversen Pflichten von Stiftungsräten (wie Sorgfalt, Überwachung, sorgfältige Führung etc.) bei der Vermögensbewirtschaftung, wie sie das Bundesgericht in mehreren Entscheiden zur Verantwortlichkeit der Organe einer Vorsorgeeinrichtung (VE) definiert hat.
 Live im eny Lab Chat: Hanspeter Konrad, Direktor ASIP  Wann: morgen Dienstag, 26. 2., 17-19 Uhr  Wo: Live im eny Lab Höhere Lebenserwartung, mehr Pensionierte – die Altersvorsorgein der Schweiz gerät finanziell unter Druck. Doch was bedeutet das für die Bürger? Sind ihre Pensionen in Gefahr? Und wie können sie trotzdem richtig für die Zukunft vorsorgen? Diskutieren Sie all diese Fragen in unserem Live-Forum im eny Lab. Jetzt anmelden: http://enylab.ch/de/do/login?destination=chat/signup
Im aktuellen Stocks gibt es eine Kolumne von Hanspeter Konrad, Direktor des ASIP.  Darin begrüsst er die Vorschläge des Bundesrates für die Vorsorge 2020  grundsätzlich. Es geht ihm aber alles zu wenig schnell. Aus der Optik der Pensionskassen sind die Reformvorschläge des Bundesrates grundsätzlich zu begrüssen: Die Stossrichtung stimmt, und es werden die richtigen Themen behandelt - doch der Gesetzgebungsprozess dauert insgesamt zu lange.
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