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In der gescheiterten Rentenreform 2020 sollte es zu einer Angleichung der Bedingungen zwischen Mann und Frau kommen: Das Rentenalter der Frauen wäre mit der Annahme von 64 auf 65 Jahre erhöht worden. Nicht nur beim Rentenalter habe Frauen heute einen Vorteil - auch beim Umwandlungssatz gibt es Unterschiede. 

 

Medienmitteilung des des Schweizerischen Pensionskassenverbands ASIP vom 16. März 2017

Zürich. Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP beurteilt die Annahme der Vorlage „Altersvorsorge 2020“ als Chance, um die Altersvorsorge als Ganzes und insbesondere die berufliche Vorsorge zu sichern. Mit den Beschlüssen des Parlaments wird den ökonomischen und demografischen Herausforderungen Rechnung getragen. Die Stellschrauben im BVG werden neu so justiert, dass sie eher der wirtschaftlichen Realität entsprechen. Nach dem Ja des Parlamentes gilt es nun, den Versicherten und der Bevölkerung die Vorteile der Vorlage sachlich und verständlich zu erklären. Wir werden mit den Mitgliedern diskutieren, wie wir uns in der kommenden Abstimmungskampagne positionieren wollen.

Medienmitteilung des Schweizerischen Pensionskassenverbands ASIP vom 10. Januar 2017

Bern. Am Dienstagnachmittag hielt der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP seine traditionelle Jahresstart-Veranstaltung ab, die thematisch ganz im Zeichen der Reform „Altersvorsorge 2020“ stand. Im Hinblick auf die bevorstehende Differenzbereinigung des Geschäfts, appellierte er an die Kompromissbereitschaft der Politik.

Die Diskussion um die eigene Rente ist zuweilen eine hitzige: Aufgrund der steigenden Lebenserwartung sowie der aktuellen Tiefzinslage haben Pensionskassen Schwierigkeiten, die gesetzlich vorgeschriebenen Renditen zu erwirtschaften. Auch die AHV steht vor Herausforderungen, denn die demografische Entwicklung trifft sie in ähnlichem Masse, wenngleich sie primär dank der grossen Zuwanderung noch nicht in die roten Zahlen gerutscht ist. Solche negativen Nachrichten führen oft zu einer emotionalen Diskussion, welche nicht immer zielführend ist. Fakt ist, dass die Altersvorsorge einer Reform bedarf – die Diskussion bis dahin wünschen wir uns sachlicher, so wie in untenstehendem Artikel des Tages-Anzeiger zu lesen ist.

In der Diskussion um die Reform der Altersvorsorge ist das Renteneintrittsalter ein zentrales Thema. Dieser Zeitungsartikel zeigt gut auf, welches die verschiedenen Postionen, Bedingungen und Probleme im Hinblick darauf sind. Das Verhältnis von arbeitender Bevölkerung zu Pensionierten nimmt ab, gleichzeitig gibt es aber zunehmends mehr motivierte Senioren, die über das ordentliche Pensionierungsalter hinaus arbeiten möchten. Entsprechend ist Bundesrat Berset’s Vorschlag einer flexiblen Rente – sowohl für die AHV als auch für die Pensionskasse – eine sinnvolle Sache.

Das heutige Altersvorsorgesystem ist auf ein Verhältnis von Rentnern zu Beitragszahlern ausgerichtet, das nicht mehr der Realität entspricht, und auf Zinserträge, die mittelfristig kaum mehr zu erwirtschaften sind. In diesem Artikel werden die gegenwärtigen demografischen Herausforderungen nachvollziehbar aufgezeigt und das Szenario für die Zukunft beschrieben. Die Vergegenwärtigung der demografischen Situation ist hilfreich, um den klaren Reformbedarf des Systems nachvollziehen zu können.

Die AHV ist für einen Drittel der Schweizer Bevölkerung die wichtigste Finanzquelle im Alter und für die gesamte Bevölkerung ein wesentlicher Bestandteil der Altersvorsorge. Dieser Artikel unterstreicht, wie wichtig es ist, sich frühzeitig und vertieft mit der eigenen AHV zu befassen, gibt es doch diverse Punkte, wo man Einfluss auf die dereinst zu beziehende AHV-Rente üben kann.

Laut einer vom Finanzdienstleister Moneypark in Auftrag gegebenen Umfrage, nutzt rund ein Drittel der Schweizer Bevölkerung die mit der Säule 3a oder 3b bestehenden Möglichkeiten der privaten Vorsorge nicht. Wie die Studie zeigte, ist neben Unwissenheit und mangelndem Interesse auch geringe Liquidität ein Grund dafür. Das ist insofern problematisch, als dass gerade die niedrigeren Einkommensschichten im Alter auf Gelder aus der privaten Vorsorge angewiesen sind.

Solche Erkenntnisse zeigen, wie wichtig eine ganzheitliche Betrachtung des Schweizer Vorsorgesystems ist und dass das Reformpaket «Altersvorsorge 2020», welches die ersten beiden Säulen (staatliche AHV sowie berufliche und private Vorsorge) gemeinsam betrachtet und reformieren will, der richtige Ansatz ist.

Das Thema der Altersvorsorge gewinnt in den Medien zunehmend an Beachtung. Die Diskussionen werden lauter und Forderungen an die Politik konkreter. So schreibt heute etwa die NZZ zum Thema Umwandlungssatz, die Politik würde der Wirklichkeit meilenweit hinterher trotten. Solche Aussagen belegen, dass die Dringlichkeit der Problematik von immer mehr Leuten erkannt wird und eine Anpassung der Umwandlungssätze als notwendig und sinnvoll erachtet wird.

Zu Monatsbeginn veröffentlichte die «SonntagsZeitung» einen Artikel, der unverblümt auf die Problematik der Querfinanzierung in der Zweiten Säule aufmerksam machte. Immer weniger Aktive müssen Geld für immer mehr Renter aufbringen. Diese Entwicklung ist demografisch bedingt und hängt mit der an sich erfreulichen Tatsache zusammen, dass die Lebenserwartung in den vergangen Jahren stetig zugenommen hat. In der wichtigen Diskussion um diese Problematik geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern vielmehr darum, realistisch, nüchtern und nachhaltig orientiert nach Lösungen zu suchen.

Das anschliessend in verschiedenen Zeitungen verwendete Schlagwort des «Rentenklau» drückt zwar aus, dass die Nachteile für die berufstätigen Personen unfair sind, kann aber auch als Vorwurf an die Rentner missverstanden werden. Solche Botschaften sollten vermieden werden, da wir das Rentensystem nur gemeinsam sichern können.

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