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Die derzeitige finanzpolitische Situation gefährdet die Stabilität der Vorsorgewerke und ist entsprechend ein Problem, das die gesamte Bevölkerung betrifft. Geldpolitik, so der Autor dieses Artikels, betrifft unser Leben in einem Ausmass wie noch selten zuvor. Seine Forderung nach einer breiten gesellschaftlichen Debatte darüber, welche Geldpolitik wir wollen, ist richtig und sollte ernst genommen werden – nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Reform Altersvorsorge 2020.

Der von der Schweizer Nationalbank festgelegte Negativzins betrifft uns alle, da er die Pensionskassen mit rund 400 - 450 Mio. Franken pro Jahr belastet. Jede Pensionskasse lagert einen Teil ihres Geldes als liquide Mittel auf der Bank, welche ihrerseits verpflichtet ist, Negativzinsen an die Nationalbank zu zahlen. Die SRF-Rundschau vom 13. Januar ging der Frage nach, ob sich der Negativzins auf Rentengeldern umgehen liesse und sprach mit Heinz Karrer, Präsident von Economiesuisse und Bankrat der Schweizerischen Nationalbank, über die schwierige Situation der Pensionskassen.
Am 18. Januar hat das Bundesamt für Statistik (BfS) die definitiven Ergebnisse der Pensionskassenstatistik 2014 veröffentlicht. Unter anderem zeigte sich, dass im Vergleich zum Vorjahr rund 50% mehr Gelder in die Wertschwankungsreserven geflossen sind. Das gibt den Kassen die Möglichkeit, in Jahren mit schlechteren Anlage-Performances die Unterdeckung gering zu halten. Solche Reserven sind wichtig, um langfristig rentabel zu bleiben, sie sind aber nur möglich, wenn sich der Mindestzinssatz an der durchschnittlichen Rendite über mehrere Jahre orientiert.
Diese beiden Artikel zeigen auf, wieviel Rendite die Versicherer und Pensionskassen erreichen müssen, um den vom Bundesrat festgelegten Mindestzins vollständig finanzieren zu können. Ausserdem wird das Anlageresultat der Pensionskassen im Jahr 2015 besprochen und auf deren finanzielle Perspektiven fürs kommende Jahr hingewiesen. Finanz und Wirtschaft; 04.11.2015 Seite 18 Unternehmen Pensionskassen und Lebensversicherer müssen nächstes Jahr die Pensionsgelder noch zu mindestens 1,25% verzinsen.
Das anhaltende Niedrigzins-Umfeld am Kapitalmarkt schafft für die Pensionskassen und Versicherer immer schwierigere Bedingungen, um ihre Sollrenditen zu erwirtschaften. Durch die von der Nationalbank (SNB) auferlegte Verpflichtung zur Zahlung von Negativzinsen auf Kontoguthaben wird der Druck weiter erhöht. Dieser Artikel der «Schweiz am Sonntag» erklärt, wie Pensionskassen und Versicherer gezwungen sind, Lösungen gegen den Anlagenotstand zu finden und weshalb es sinnvoll wäre, die Vorsorgeeinrichtungen vom Negativzins zu befreien.
3 Jul 15
mit-uns-fuer-un...
In der vergangenen Sommersession beschäftigte sich der Ständerat im Rahmen diverser Motionen, Interpellationen und Postulate mit den Folgen der von der SNB verhängten Negativzinsen auf die Pensionskassen. Dazu einige Zitate aus der Debatte – veröffentlicht auf der Fachwissen-Plattform «Vorsorgeforum»: Kuprecht (SVP): Der Bundesrat ist offensichtlich zur selben Ansicht gekommen, wie ich in meiner Motion argumentiert habe. Er schreibt: "Die Vorsorgeeinrichtungen leiden ... unter diesen tiefen Zinsen und Renditen.
Nachdem die Schweizerische Nationalbank die Einführung von Negativzinsen bekanntgegeben hatte und erst recht, nachdem bekanntgeworden war, dass Publica, die Pensionskasse des Bundes, davon ausgenommen war, wandte sich der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP an die Nationalbank und beantragte, den schweizerischen Pensionskassen die Möglichkeit einzuräumen, ein Girokonto bei der SNB eröffnen zu können, das mindestens zu 0% verzinst wird. Doch SNB-Chef Jordan wollte nichts davon wissen.
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