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29 Apr 20
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Die Schweizer Pensionskassen haben im ersten Quartal unter dem Einbruch an den Finanzmärkten gelitten. Sie haben dabei auch die im Vorjahr erzielten Fortschritte wieder eingebüsst. Das erste Quartal 2020 sei für die erfassten Vorsorgeeinrichtungen mit einer geschätzten vermögensgewichteten Rendite von -7,77 Prozent eines der schlechtesten seit der Finanzkrise gewesen, schreibt Swisscanto in seinem Pensionskassen-Monitor vom letzten Freitag.
In einem «10vor10»-Interview vom vergangenen Freitag beantwortete Hanspeter Konrad Fragen dazu, wie die Pensionskassen reagieren sollen, wenn die Renditen schlecht sind und die Lebenserwartung stetig ansteigt. Er betonte, dass die Kassen als Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter stets eine Stabilisierung anstreben, um letztlich den längerfristigen Interessen der Versicherten gerecht zu werden. Jede Pensionskasse habe nach individuellem Stand zu prüfen, wie sie sich auf ein stabiles Fundament stellen kann.
In einem NZZ-Interview gibt ASIP-Direktor Hanspeter Konrad zu verstehen, wie stark die Vorsorgeeinrichtungen unter den von der Nationalbank verhängten Negativzinsen leiden. Auch in den kommenden Jahren werde es für die Pensionskassen nicht einfach, genügend Kapital zu erwirtschaften. Um Unterdeckungen zu vermeiden ist es deshalb wichtig, dass sich der festgelegte Mindestzins an einer langjährigen Durchschnittsrendite orientiert und in guten Jahren nicht sofort angehoben wird.
Diese beiden Artikel zeigen auf, wieviel Rendite die Versicherer und Pensionskassen erreichen müssen, um den vom Bundesrat festgelegten Mindestzins vollständig finanzieren zu können. Ausserdem wird das Anlageresultat der Pensionskassen im Jahr 2015 besprochen und auf deren finanzielle Perspektiven fürs kommende Jahr hingewiesen. Finanz und Wirtschaft; 04.11.2015 Seite 18 Unternehmen Pensionskassen und Lebensversicherer müssen nächstes Jahr die Pensionsgelder noch zu mindestens 1,25% verzinsen.
Das anhaltende Niedrigzins-Umfeld am Kapitalmarkt schafft für die Pensionskassen und Versicherer immer schwierigere Bedingungen, um ihre Sollrenditen zu erwirtschaften. Durch die von der Nationalbank (SNB) auferlegte Verpflichtung zur Zahlung von Negativzinsen auf Kontoguthaben wird der Druck weiter erhöht. Dieser Artikel der «Schweiz am Sonntag» erklärt, wie Pensionskassen und Versicherer gezwungen sind, Lösungen gegen den Anlagenotstand zu finden und weshalb es sinnvoll wäre, die Vorsorgeeinrichtungen vom Negativzins zu befreien.
In der Diskussion um die Festlegung des von den Pensionskassen auszuzahlenden Mindestzinssatzes ist langfristiges Denken gefragt. Bereits in einem vergangenen Beitrag haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass kurzfristige Reaktionen auf überdurchschnittliche Jahresrenditen der Pensionskassen gefährlich sind. Wichtig ist, dass gute Einzelergebnisse nicht überbewertet werden und der auszuzahlende Betrag in einem gesunden Verhältnis zu den durchschnittlichen Renditen steht, die über mehrere Jahre erwirtschaftet werden.
Diverse Medien berichten heute darüber, dass die Forscher Johan Bollen und Huina Mao der US-Universität Indiana und Xiao-Jun Zeng von der Manchester University herausfanden, dass sich mit Twitter die Richtung des Dow Jones Index recht genau vorhersagen lässt. Laut «New York Times», wiesen die Forscher nach, dass die Richtung des US-Börsenindexes wenige Tage vorher durch Analyse von Twitter-Botschaften mit 87,6-prozentiger Wahrscheinlichkeit vorausgesagt werden kann.
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