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9 Mär 20
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Schon seit geraumer Zeit ist auffällig, dass verschiedene Anbieter von Säule-3A-Produkten, eines Vergelichsdienstes und gewisse Banken den Reformbedarf in der zweiten Säule so verdrehen, dass man Angst und Bange vor dem Ruhestand und einer drohenden Verarmung bekommen muss, so dass man dann umso empfänglicher für deren Dienstleistungen wird. Regelmässig haben wir dies auch auf Twitter schon kiritsiert und verdrehte Fakten korrigiert. Unter dem Titel "Das Vermögenszentrum VZ hat überall seine Finger drin" hat Inside Paradeplatz diese Praxis thematisiert. Hier nachzulesen.
Auch inter-penson, der Verband der Sammel- und Gemeinschaftsstiftungen, schliesst sich weitgehend der ASIP-Lösung an und wendet sich in seiner Stellungnahme zur Vernehmlassung der BVG-Revision gegen die neue Umverteilung zur Kompensation. "Eine Zusatzrente, die für alle Renten unbegrenzt und über einen AHV-Beitragszuschlag von 0,5 Prozent finanziert wird, wie es der Bundesrat vorschlägt, lehnt inter-pension entschieden ab. Eine Vermischung von AHV mit BVG, von Umlage- mit Kapitaldeckungsverfahren widerspricht der Bundesverfassung.
Die Liste der Gegner des BVG-Reformvorschlags der Sozialpartner wird immer länger. Nun ist auch die Glarner Regierung gegen den darin vorgesehenen Rentenzuschlag. "Im Rahmen einer Vernehmlassung durch den Bund unterstützt der Regierungsrat die Reform der beruflichen Vorsorge (BVG-Reform). Einem Rentenzuschlag steht er jedoch kritisch gegenüber", schreibt Glarus 24. Weil sich der Widerstand aber genau an diesem Rentenzuschlag, an einer neuen Umverteilung, entzündet, heisst dies faktisch ein Nein zum Vorschlag. Die bessere Alternative ist seit dem Mai bekannt: der Vorschlag des ASIP.
Gewusst wie: Ein Transfer von der 3. Säule in die PK ist unter gewissen Bedingungen erlaubt. Voraussetzung ist – wie bei jedem PK-Einkauf – dass überhaupt eine Vorsorgelücke in der 2. Säule besteht. Martin Spieler informiert darüber im Geldblog anhand eines Falles, der zunächst durch den Bankberater abgewiesen wurde. Mehr dazu hier.
Die Flexibilisierung des Rentenalters ist angesichts leerer Rentenkassen wichtiger Bestandteil der Reformberatungen. Laut einer Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften führt sie jedoch nicht automatisch zu einem verlängerten Arbeitsleben. Dazu bedürfte es weiterer Anreize. Punkt4 fasst die Ergebnisse hier zusammen.
Die NZZ am Sonntag berichtet heute über eine McKinsey-Studie die die Performance der Schweizer Vorsorgewerke mit denjenigen der Niederlande und Kanadas vergleicht. Diese kommt zum Schluss, dass unsere Pensionskassen zu wenig in Aktien investieren (mancher würde in diesen Tagen aber vielleicht sagen "zum Glück!") und ihnen deshalb seit 2008 zwischen 50 und 95 Mrd. Fr. an potentiellem Gewinn entgingen.
Wer seine Stelle verliert, verliert damit zwar auch die Pensionskasse, nicht jedoch das Alterskapital. Dieses kann zum Beispiel auf Freizügigkeitskonten überwiesen werden, wo es angelegt wird und weiterhin eine Rendite bringt. Vor der Pensionierung empfiehlt sich die Auszahlung der beruflichen Vorsorgegelder auf mehrere Freizügigkeitskonten. Damit können Sie Ihr Vorsorgekapital gestaffelt beziehen und so einen möglicherweise höheren Steuersatz aufgrund der Steuerprogression vermeiden.
Die Tragbarkeitsregeln der Schweizer Banken treffen besonders Pensionierte oft unerwartet. Manche Banken drohen älteren Hypothekarnehmern sogar mit einem Hausverkauf. Wie Sie eine solche Situation verhindern können, erfahren Sie im Moneyland-Ratgeber-Beitrag.
CVP, EVP und BDP stellen sich gegen den Finanzierungsvorschlag für die Reform der beruflichen Vorsorge (BVG), wie z.B. SRF berichtet. Anstoss nimmt man vor allem am Vorschlag, die bisherige mit einer neuen Umverteilung zu bekämpfen. Für die dennoch notwendige Kompensation stehen laut Berichterstattung drei Möglichkeiten im Vordergrund: die Finanzierung über strukturelle Überschüsse des Bundeshaushaltes, ausserordentliche Ausschüttungen der Nationalbank oder eine Erhöhung der Mehrwertsteuer. Der ASIP eirnnert an seinen eigenen Vorschlag zur Kompensation.
Ursprünglich sollte jeder für sich sparen. Doch seit Jahren wird Geld von Erwerbstätigen zu Pensionierten umverteilt. SRF zeigt, wie diese Praxis, die noch beim vorletzten BVG-Reformversuch 2010 von den Gewerkschaften hatznäckig verteidigt wurde, letztendlich vor allem die Geringverdiener trifft. Mehr hier.

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