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17 Jan 20
mit-uns-fuer-un...
Die Schweiz ist mit Sicherheit eines der wohlhabendsten Länder der Welt, unsere Altersvorsorge trotzdem nicht einmal unter den zehn besten. Das geht aus dem Melbourne Mercer Global Pension Index, der 37 Rentensysteme auf über 40 Kriterien prüft. "Mit 81 von 100 Punkten belegen die Niederlande den ersten Platz, gefolgt von Dänemark (80,3) und Australien (75,3). Die Schweiz ist in den letzten Jahren stets weiter abgerutscht und schafft es nur noch auf Rang 12 (66,7 Punkte) – hinter Ländern wie Finnland, Kanada und Chile. 2010 lag die Schweiz noch auf Platz 2", wie der Beobachter schreibt.
Wie das Schweizer Fernsehen berichtet, sind nun auch die grossen Jungparteien gegen den Vorschlag von Bundesrat und Sozialpartnern zur Reform der beruflichen Vorsorge. Am meisten stören sie sich, wie auch der ASIP an der systemfremden Umverteilung nach dem Giesskannenprinzip, für die wiederum am meisten die Jungen zur Kasse gebeten würden, zugunsten zu vieler Versicherten, die den Zustupf gar nicht nötig haben. "Die bürgerlichen Jungparteien kritisieren den Reformvorschlag mit vereinten Kräften, obschon sie sich beim Thema Renten erst noch in den Haaren lagen.
Dass es dringend eine Reform der wichtigsten Parameter der 2. Säule braucht – und insbesondere eine Senkung des BVG-Mindest-Umwandlungssatzes – ist mittlerweile unbestritten, anders als noch vor ein paar Jahren. Dennoch gibt es weiterhin Uneinigkeit über den richtigen Weg.
Wie der Tagesanzeiger berichtet, verliert der Sozialpartner-Kompromiss für eine Reform der zweiten Säule Rückhalt. CVP-Präsident Gerhard Pfister beurteile die Chancen des Vorschlags als «nicht sehr gross». Der Gewerbeverband hatte sich von Anfang an dagegen gestellt, inzwischen seien weitere kritische Stimmen laut geworden. CVP-Präsident Pfister scheine den Kompromiss bereits abgeschrieben zu haben: «Es liegt nun am Parlament – an der CVP – eine mehrheitsfähige Lösung zu finden», sagte er vor Medienschaffenden.
6 Jan 20
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Unter dem Titel "Mit 66 fängt der Rentenknorz erst richtig an" hat die Luzerner Zeitung am 31. Dezember berichtet, "Schweizer Drei-Säulen-Modell gilt weltweit als vorbildlich. Doch mit den Reformen ist das Land spät dran." Vieles an dem Artikel ist richtig, insbesondere wie dringend und wichtig die anstehenden Reformen der Aletrsvorsorge sind und dass diese nicht schon wieder scheitern dürfen.
Kapital für das Alter aufbauen – das macht die Säule 3a möglich. Aber nicht jeder darf gleich viel einzahlen: Je nach Berufssituation variieren die Summen stark. Finanzcoach Bruno Amgwerd erklärt, woran sich die Beiträge orientieren. Das Wichtigste in Kürze: Die dritte Säule macht für Personen Sinn mit Steuer- und Wohndomizil in der Schweiz. Angestellte können pro Jahr maximal 6.826 Franken einzahlen. In diesem Fall spricht man von der "kleinen 3a". Personen ohne Pensionskassenanschluss können im Jahr maximal 20 Prozent von ihrem AHV-Lohn oder 34'128 Franken einzahlen.
Wie die Oberaufsichtskommision Berufliche Vorsorge (OAK-BV) in einer Medienmitteilung am 12. Dezember geschrieben hat, haben ihre Weisungen laut einer Studie bei den Pensionskassen einen Transparenzschub gebracht. Die Weisungen werden einerseits von den Vorsorgeeinrichtungen sehr gewissenhaft umgesetzt, was durch den seit 2013 beobachteten Anstieg der in den Betriebsrechnungen ausgewiesenen Vermögensverwaltungskosten und in einer durchschnittlichen Kostentransparenzquote von fast 100% zum Ausdruck kommt.
Für die zweite Säule war 2018 aus anlagetechnischer Sicht kein erfolgreiches Jahr: Die Korrektur an den Aktienmärkten zu Jahresende bescherte den Pensionskassen Verluste. Die meisten konnten diese zwar mithilfe ihrer Reserven ausgleichen. Dennoch nahm auch die Unterdeckung zu. Mehr dazu: https://www.fuw.ch/newsticker/201912160516/pensionskassen-haben-einbruch-der-aktienmarkte-2018-dank-reserven-abgefedert/
Auch die NZZ kritisiert den Vorschlag des Bundesrates zur Reform der zweiten Säule. "Die Reformvorlage der Regierung zur beruflichen Vorsorge bringt Subventionen für ältere Grossverdiener zulasten der Jüngeren und untergräbt die Selbstverantwortung in der zweiten Säule. Sogar das Nichtstun wäre noch das kleinere Übel." Es gäbe eine Alternative: der im Mai vorgestellte Reformvorschlag des ASIP. Mehr dazu: https://www.nzz.ch/meinung/rentenreform-die-medizin-des-bundesrats-ist-schlimmer-als-die-krankheit-ld.1528370
16 Dez 19
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Finanz und Wirtschaft-Redaktor Peter Morf bezeichnet in einem Kommentar den Reformvorschlag des Bundesrates als „systemfremd“. "Es gibt keine ineffizientere Sozialpolitik als jene mit der Giesskanne." In einem Punkt besteht Einigkeit: Nicht nur die erste Säule der Altersvorsorge, die AHV, ist reformbedürftig, auch die zweite, die berufliche Vorsorge. (...) Die Kosten des Vorhabens werden auf rund 3 Mrd. Fr. beziffert. (...) Mehr als die Hälfte der Zusatzkosten entfällt auf den Rentenzuschlag. Mit diesem Zuschlag wird ein Umlageelement in das System des Kapitaldeckungsverfahrens eingefügt.

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