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Wir nähern uns rasant dem Dezember und das bedeutet, es ist wieder Säule-3a-Zeit. In den Medien häufen sich wieder die Artikel, die sich mit solchen Frage befassen wie, unter welchen Umständen es sinnvoll ist, in die Säule 3a einzuzahlen, welche Anbieter es gibt, usw. Im folgenden bilden wir drei Artikel von gestern und vom Wochenende ab.
In der heutigen Stocks-Ausgabe Nr. 24,  Seite 62, fragt ein Leser: Ich besitze Wohneigentum und möchte einen Teil meiner Mittel der beruflichen Vorsorge und der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) zur Rückzahlung meiner Hypotheken verwenden. Darf ich das? Peter Lutz, Consultant für Vorsorge-,Versicherungs- und Finanzberatung in Zollikofen, antwortet: Ja. Gemäss Art. 1 der Verordnung über die Wohneigentumsförderung mit Mitteln der beruflichen Vorsorge (WEFV) sowie Art. 3 Abs.
Der Bundesrat hat gestern die Verordnungen zur Umsetzung der Strukturreform in der beruflichen Vorsorge in die Vernehmlassung geschickt. (Siehe hier.) Diese dauert bis zum 28. Februar 2011. Die Absicht der Reform ist laut Bundesrat eine Stärkung der Aufsicht, strengere Anforderungen an die Akteure in der 2. Säule und eine erhöhte Transparenz bei der Verwaltung von Pensionskassen, was zur Verhinderung von Missbräuchen beitragen soll. Als Pensionskassenverband, der sich ebenfalls für die Sicherheit der Pensionskassengelder, für mehr Transparenz und gegen Missbrauch engagiert, kann der ASIP diese Zielsetzung nur unterstützen. Wir haben dies Bundesrat Burkhalter im Vorfeld der Vernehmlassung auch so kommuniziert. Wie so häufig steckt aber auch hier der Teufel im Detail. Nach dem Studium der gestern veröffentlichten Vernehmlassung müssen wir leider zum Schluss kommen, dass die nun vorliegenden Verordnungs-Bestimmungen über weite Strecken kontraproduktiv sind. Denn sie erhöhen die Sicherheit gegenüber dem heutigen Stand nur wenig. Vieles von dem, was nun als neu bezeichnet und per Verordnung vorgeschrieben wird, ist schon lange durch freiwillige Bestimmungen in den Pensionskassen festgehalten. Die Sicherheit wird also faktisch gar nicht, oder nur geringfügig, erhöht. Stattdessen führen die neuen Vorschriften jedoch zu einem erheblichen Verwaltungsaufwand und einer aufgeblasenen Bürokratie, was Kosten verursacht, die zulasten des Vorsorgekapitals der Versicherten gehen. Unter dem Strich wird also nicht die Sicherheit erhöht, sondern die Verwaltungskosten. Den Versicherten entsteht also ein finanzieller Schaden, der keinen Nutzen bringt. Aus ihrer Sicht ist das Resultat das gleiche wie bei einem Missbrauch: Ihr Vermögen wird zweckentfremdet zur Finanzierung einer aufgeblasenen Bürokratie.
In den letzten Tagen berichteten mehrere Medien über eine Stellungnahme der Beratungsfirma BalmerEtienne, die zum Schluss kommt, dass „bei der Vergabe von Mandaten zur Finanzberatung bei den Pensionskassen einiges im Argen“ liegt, und dass das System der Pensionskassen in der Schweiz anfällig ist für Missbrauch und Korruption. Krumme Geschäfte seien jedoch die Ausnahme und lediglich Einzelfälle. Im Grossen und Ganzen werde korrekt gearbeitet und die Kontrolle innerhalb der Pensionskassen funktioniere im Schnitt gut. Neben den Missständen, die laut BalmerEtienne die Ausnahme sind, gebe es aber auch eine Regulierungswut vonseiten der Behörden, die immer dann zuschlagen, wenn ein Skandal auffliegt. Das führe teilweise dazu, dass Regelungen bei der Umsetzung schon wieder veraltet seien. Auch dies steigere die Kosten.
Die aktuelle HandelsZeitung (Ausgabe vom 17.11.2010) schreibt über die neuen Fondsprodukte für die Säule 3a, diese könnten ihr Versprechen oft nicht halten. Die zusätzlichen Renditen würden durch Gebühren aufgefressen. Mit den meisten 3a-Fonds habe sich in den letzten zehn Jahren bestenfalls knapp die Teuerung ausgleichen lassen. Wer für die Säule 3a auf Fondsprodukte setzt, sollte bei der Höhe der Verwaltungskosten genau hinschauen.
Der Tages-Anzeiger beleuchtete am 15.11.2010 auf Seite 46 die Frage, ob man nun noch Einzahlungen in die gebundene, steuerbegünstigte Vorsorge, die Säule 3a tätigen soll. Viele stellen sich zu dieser Jahreszeit diese Frage. Die Limiten betragen dieses Jahr 6566 Franken für Personen, die einer Pensionskasse angeschlossen sind, und 32 832 Franken für Menschen ohne Berufsvorsorge. Nächstes Jahr steigen die Maximalansätze auf 6682 beziehungsweise 33 408 Franken. Der Artikel befasst sich mit Vor- und Nachteilen und verweise am Ende auf eine umfassende Übersicht, die der Tages-Anzeiger bietet.
Wie wir schon mehrmals berichteten, werden in mehreren Ländern Europas Erhöhungen des Rentenalters vorgesehen oder schon umgesetzt. Die jüngste Meldung kommt aus Deutschland, wo die Regierung an einer Erhöhung von 65 auf 67 Jahre festhält. Die deutsche Regierung bekräftigte gestern, dass die noch von der grossen Koalition beschlossene Anhebung des Rentenalters ohne Abstriche umgesetzt werden soll. Zwischen 2012 und 2029 soll es das Rentenalter schrittweise auf 67 Jahren Opposition kommt vor allem von der SPD.
In der Schweizer Familie vom 11.11.2010 gab es einen Beitrag zur obigen Frage. Es lohne sich, die wichtigsten Vor- und Nachteile der beiden Varianten zu kennen. Je länger die verbleibende Lebenserwartung von sich selbst oder dem/der Partner/in, desto mehr spricht für die Rente. Dabei muss man sich allerdings bewusst sein, dass dieses Einkommen wegen der Teuerung über die Jahre normalerweise deutlich an Wert verliert, weil die meisten Pensionskassen ihren Rentnern keinen oder nur einen beschränkten Teuerungsausgleich gewähren.
10 Nov 10
Unter dem Titel "Mit der dritten Säule auf Nummer Sicher gehen" publizierte der Internet-Vergleichsdienst gestern die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, wonach das Vertrauen der Schweizerinnen und Schweizer in die erste und zweite Säule der Altersvorsorge getrübt ist. Nur drei Viertel glauben demzufolge, dass sie bei der Pensionierung einen Beitrag aus AHV oder Pensionskasse erhalten werden. Darum würden auch 61 Prozent mittels Säule-3a-Sparen vorsorgen. Pessimistisch, was eine künftige Auszahlung betrifft, seien vor allem die jüngeren Befragten. Die Medienmitteilung im Wortlaut:
In der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung gibt es einen Special zum Thema Finanzplanung. Unter den Artikeln befinden sich einige Hintergrundartikel zum Thema Pensionskassen: Früher oder auch erst später in Pension: Flexibler Berufsausstieg Der Gesetzgeber sorgt bei der beruflichen Vorsorge für zusätzliche Möglichkeiten. Vorab gilt es aber, je nach Lebensentwurf die eigenen Bedürfnisse und finanziellen Verhältnisse zu klären. Kurt Speck Die Rente ist attraktiv: Pensionierung Beim Kapitalbezug ist für eine gleich hohe Auszahlung pro Monat mehr Geld einzusetzen als im Fall einer Rente.

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