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Die Altersvorsorge muss reformiert werden, damit auch die nächsten Generationen noch von ihrer Rente leben können. Darin sind sich Politik und Fachleute einig. Leider sind in jüngerer Vergangenheit alle Reformen gescheitert. Die Sozialpartner, der Pensionskassenverband ASIP und der Gewerbeverband haben ihre Vorschläge für eine BVG-Reform vorgestellt. Kritik ernten alle Vorschläge. Der Kompromissvorschlag von SGB, Travail.Suisse und Arbeitgeberverband wird im Vergleich zu den anderen beiden Vorschlägen als teurer eingeschätzt.
Früher deckten die Renten aus der AHV sowie der Pensionskasse bei den meisten Versicherten 50 bis 60% des zuletzt erzielten Einkommens. Diese sogenannte Ersatzquote ist jedoch am Sinken, vor allem bei höheren Einkommen. Dort ist zusätzliche Vorsorge angesagt, schreibt Investtrends in einem Artikel, der schon sehr nach PR für die Säule-3A-Produkte gewisser Banken anmutet.
25 Nov 19
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Ein Alterssparen ab 20 Jahren, weniger stark ansteigende Altersgutschriften sowie ein reduzierter Koordinationsabzug: Das wären sinnvolle Schritte für eine Reform der zweiten Säule, meint der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP. Im folgenden Gastkommentar in der NZZ erläutern Christoph Ryter und Hanspeter Konrad die Details: https://www.nzz.ch/meinung/vorsorge-fuer-nachhaltige-bvg-reform-nzz-ld.1520720
21 Nov 19
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In der NZZ erschien letzte Woche ein Kommentar, der die Diskussion über das Rentenalter mit den demografischen Fakten und den "Warnungen der Wissenschaft vor der demografischen Zeitbombe" ins rechte Licht zu rücken versuchte. In der Tat müssen wir uns fragen, wie lange es noch gut gehen kann, wenn der Anteil Jahre in Rente immer länger wird, im Vergleich zur Anzahl der Beitragsjahre.
Die private Organisation Group of Thirty zeichnet ein düsteres Bild von der Tragfähigkeit der Rentensysteme. Für 21 ausgewählte Nationen wird eine Finanzlücke von 15 800 Milliarden Dollar errechnet, eine schier unvorstellbare Summe. Die Schweiz ist in einem internationalen Vergleich der Vorsorgesysteme ist das Schweizer Drei-Säulen-System in diesem Jahr zwar vom achten auf den elften Platz abgerutscht. Aber wir können uns dennoch glücklich schätzen, denn unser Drei-Säulen-Modell kann vieles abfedern, was Modelle mit nur einer oder zwei Säulen nicht können.
Die Schweiz altert. Bis 2030 fehlen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt voraussichtlich fast eine halbe Million Arbeitskräfte. Daher sollte das Potential der Altersgruppe 50plus besser genutzt werden. Laut einer neuen Studie von Deloitte würden 40% aller Erwerbspersonen zwischen 50 und 64 Jahren gerne über das Pensionsalter hinaus weiterarbeiten. Allerdings rechnen nur sehr wenige damit, dies auch tatsächlich zu tun. Sowohl Schweizer Unternehmen als auch die Politik und die Erwerbstätigen selbst müssen handeln, um diese Lücke zu schliessen. Weiter zum Artikel geht's hier.
15 Nov 19
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Investtrends.ch berichtet von einer Studie, nach der der Mix von verschiedenen Anlageklassen bei vielen Pensionskassen zu einer guten Performance führt. Besonders interessant: "Die kleinen Pensionskassen mit verwalteten Vermögen von weniger als CHF 300 Mio. schnitten mit 0,53% am besten ab, gefolgt von den grossen Vorsorgeeinrichtungen mit mehr als CHF 1 Mrd. mit 0,39%. Die mittleren mit CHF 300 Mio. bis CHF 1 Mrd. bildeten mit 0,35% das Schlusslicht.
Die Schweizer Pensionskassen haben im Monat Oktober perfomancemässig insgesamt leicht zulegen können. Steigende Zinsen führten zwar zu negativen Anleihenrenditen, Aktien beeinflussten die Performance dagegen positiv. Es sei daran erinnert, dass vorübergehed gute Phasen immer wieder von Phasen negativer Rendite unterbrochen werden und die Renditen im langjährigen Durchschnitt nicht ausreichen, um den immer noch zu hohen Mindest-Umwandlungssatz bei BVG-nahen Pensionskassen zu finanzieren. Mehr zur aktuellen Lage hier.
Um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu ermöglichen, beziehen viele Immobilienkäufer Gelder aus der Pensionskasse vor. Dabei gibt es einiges zu beachten, wid die NZZ vom 1.11.2019 schreibt. So kann Kapital aus der beruflichen Vorsorge für den Kauf einer Liegenschaft nur dann vorbezogen werden, wenn der Käufer diese selbst bewohnt. Im Allgemeinen ist ein solcher Vorbezug nur bis drei Jahre vor der Pensionierung möglich. Der Mindestbetrag für einen Vorbezug von Pensionskassenkapital beträgt 20 000 Fr., ein solcher ist nur alle fünf Jahre möglich. Ab dem 50.
Der Bundesrat hat letzten Mittwoch für 2020 die Mindestverzinsung in der beruflichen Vorsorge auf 1% festgelegt. Angesichts der bisher hohen Renditen der Pensionskassen in diesem Jahr erscheint dies mickrig. Doch dieser Eindruck täuscht, wie die NZZ am 6.11.2019 nachvollziehbar erklärte. Die wichtigsten Aussagen im Artikel: Viele laufenden Renten sind gemessen an der Lebenserwartung und den erwarteten Anlagerenditen stark überhöht. Ein Teil der Anlagerenditen muss also heuer wie jedes Jahr für die Finanzierung der Rentner herhalten. Mehr dazu hier.

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