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Die Liste der Gegner des BVG-Reformvorschlags der Sozialpartner wird immer länger. Nun ist auch die Glarner Regierung gegen den darin vorgesehenen Rentenzuschlag. "Im Rahmen einer Vernehmlassung durch den Bund unterstützt der Regierungsrat die Reform der beruflichen Vorsorge (BVG-Reform). Einem Rentenzuschlag steht er jedoch kritisch gegenüber", schreibt Glarus 24. Weil sich der Widerstand aber genau an diesem Rentenzuschlag, an einer neuen Umverteilung, entzündet, heisst dies faktisch ein Nein zum Vorschlag. Die bessere Alternative ist seit dem Mai bekannt: der Vorschlag des ASIP.
Gewusst wie: Ein Transfer von der 3. Säule in die PK ist unter gewissen Bedingungen erlaubt. Voraussetzung ist – wie bei jedem PK-Einkauf – dass überhaupt eine Vorsorgelücke in der 2. Säule besteht. Martin Spieler informiert darüber im Geldblog anhand eines Falles, der zunächst durch den Bankberater abgewiesen wurde. Mehr dazu hier.
Die Flexibilisierung des Rentenalters ist angesichts leerer Rentenkassen wichtiger Bestandteil der Reformberatungen. Laut einer Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften führt sie jedoch nicht automatisch zu einem verlängerten Arbeitsleben. Dazu bedürfte es weiterer Anreize. Punkt4 fasst die Ergebnisse hier zusammen.
Die NZZ am Sonntag berichtet heute über eine McKinsey-Studie die die Performance der Schweizer Vorsorgewerke mit denjenigen der Niederlande und Kanadas vergleicht. Diese kommt zum Schluss, dass unsere Pensionskassen zu wenig in Aktien investieren (mancher würde in diesen Tagen aber vielleicht sagen "zum Glück!") und ihnen deshalb seit 2008 zwischen 50 und 95 Mrd. Fr. an potentiellem Gewinn entgingen.
Wer seine Stelle verliert, verliert damit zwar auch die Pensionskasse, nicht jedoch das Alterskapital. Dieses kann zum Beispiel auf Freizügigkeitskonten überwiesen werden, wo es angelegt wird und weiterhin eine Rendite bringt. Vor der Pensionierung empfiehlt sich die Auszahlung der beruflichen Vorsorgegelder auf mehrere Freizügigkeitskonten. Damit können Sie Ihr Vorsorgekapital gestaffelt beziehen und so einen möglicherweise höheren Steuersatz aufgrund der Steuerprogression vermeiden.
Die Tragbarkeitsregeln der Schweizer Banken treffen besonders Pensionierte oft unerwartet. Manche Banken drohen älteren Hypothekarnehmern sogar mit einem Hausverkauf. Wie Sie eine solche Situation verhindern können, erfahren Sie im Moneyland-Ratgeber-Beitrag.
CVP, EVP und BDP stellen sich gegen den Finanzierungsvorschlag für die Reform der beruflichen Vorsorge (BVG), wie z.B. SRF berichtet. Anstoss nimmt man vor allem am Vorschlag, die bisherige mit einer neuen Umverteilung zu bekämpfen. Für die dennoch notwendige Kompensation stehen laut Berichterstattung drei Möglichkeiten im Vordergrund: die Finanzierung über strukturelle Überschüsse des Bundeshaushaltes, ausserordentliche Ausschüttungen der Nationalbank oder eine Erhöhung der Mehrwertsteuer. Der ASIP eirnnert an seinen eigenen Vorschlag zur Kompensation.
Ursprünglich sollte jeder für sich sparen. Doch seit Jahren wird Geld von Erwerbstätigen zu Pensionierten umverteilt. SRF zeigt, wie diese Praxis, die noch beim vorletzten BVG-Reformversuch 2010 von den Gewerkschaften hatznäckig verteidigt wurde, letztendlich vor allem die Geringverdiener trifft. Mehr hier.
6 Jungparteien haben gestern einen gemeinsamen Vorschlag zur BVG-Reform vorgestellt. Die Junge BDP Schweiz schreibt zum Beispiel: "Das Drei-Säulen-System bildet die Grundlage für die soziale Sicherheit im Alter. Es zukunftstauglich zu gestalten, ist von äusserster Wichtigkeit. Die systemwidrige Umverteilung in der beruflichen Vorsorge muss gestoppt werden. Dafür ist die 2. Säule an die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten anzupassen. Kompensationsleistungen dürften nicht auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung und zukünftigen Generationen erfolgen.
Ich arbeite Teilzeit bei zwei ­verschiedenen Firmen. Bei der einen habe ich 2019 mehr als die 21330 Franken verdient, die nötig sind, um in die Pensionskasse aufgenommen zu werden. Doch hat mich die Arbeitgeberin nicht gemeldet. Ab diesem Jahr wird das Arbeitspensum gewichtet, sodass ich die Kriterien für den Eintritt in die Pensionskasse erfülle. Ich bin aber der Ansicht, dass ich bereits fürs vergangene Jahr hätte aufgenommen werden müssen. Kann ich verlangen, das nachzuholen? Wie Andrea Fischer diese Frage beantwortet, lesen Sie hier.

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