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Zwei Artikel in der gestrigen NZZ schrecken auf. Die Sozialversicherung hat deutlich mehr ausgegeben, als sie an Beiträgen eingenommen hat. Das Umlageergebnis ist also negativ. Aufgrund sehr guter Vermögenserträge in 2014 - fast dreimal so viele wie im Jahr zuvor – und anderer Einnahmen, schloss die AHV aber schliesslich mit einem positiven Betriebsergebnis. Doch der demografische Effekt macht sich deutlich bemerkbar. Die Neue Zürcher Zeitung sieht eine dramatische Verschlechterung bei den Umlageergebnisse voraus, wenn Reformen weiter auf die lange Bank geschoben werden.
Im vergangenen Herbst legte der Bundesrat den Mindestzinssatz für das Jahr 2015 fest, mit dem obligatorische Guthaben bei den Pensionskassen garantiert verzinst werden. Die Zeitung Schweiz am Sonntag glaubt, dass der Bundesrat im Herbst dieses Jahres den Zinssatz senken muss. Grund: die Negativzinsen. Hier der Artikel:
Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP engagiert sich schon seit Wochen im Sinne der versicherten gegen Negativzinsen für Pensionskassen. Warum, das legt Direktor Hanspeter Konrad im folgenden Interview dar, das gestern in der SonntagsZeitung erschienen ist. Unterstützung im Kampf gegen Negativzinsen hat der ASIP heute von der Bankiervereinigung bekommen (siehe Artikel ganz unten.) Ein weiteres Thema ist der wahre Rentenklau, der dadurch entsteht, dass die Höhe des gesetzlichen Mindest-Umwandlungssatz dazu führt, dass jeder Beitragszahler jeden Neurentner mit ca.
Der Bund berichtete, dass der Nationalrat ein Postulat der FDP-Fraktion angenommen hat, wonach der Bundesrat prüfen soll, ob der Mindestumwandlungssatz in der beruflichen Vorsorge zukünftig von einer unabhängigen Instanz festgelegt werden solle. Der Bund; 06.03.2015; Seite 8; Schweiz Bundesrat soll Zuständigkeit für Festlegung prüfen. Der Bundesrat soll prüfen, ob der Mindestumwandlungssatz in der beruflichen Vorsorge künftig von einer unabhängigen Instanz festgelegt werden soll. Der Nationalrat hat ein Postulat der FDP-Fraktion angenommen.
Mit einer im Ständerat sehr seltenen «öffentlichen Erklärung» wollten sich Vertreter der vier grossen Parteien im Stöckli am Montag zu den Themen der Frankenstärke und den Negativzinsen äussern und ihre Kolleginnen und Kollegen in der kleinen Kammer dazu aufrufen, die Schweizerische Nationalbank (SNB) offiziell dazu aufzufordern, obligatorische Krankenkassen, Unfallversicherungen und Pensionskassen von der Entrichtung von Negativzinsen auszunehmen.
Urs Müller, BastA!-Grossrat im Kanton Basel-Stadt und ehemaliger Präsident des VPOD Basel., schrieb am 11.03.2015 in der Basler Zeitung ein flammendes Plädoyer über die Errungenschaften der AHV, das aber leider einer genaueren Überprüfung nicht standhält. Der Titel: «AHV, ein sicheres Schiff im Frankensturm». Schön wär’s… Weiter unten geben wir den Artikel der Basler Zeitung in voller Länge wieder. Hier zuerst einmal ein paar Zitate und dann jeweils die Meinung dieser Redaktion dazu. «Die Pensionskassen sind in aller Regel nach dem Prinzip der Kapitaläufnung organisiert. … Die traditionellen und lange Zeit sinnvollen Anlagen in Obligationen zum Beispiel bringen derzeit schlicht keinen Ertrag. Es zeigt sich damit also einmal mehr, dass die derzeitigen Kapitalistenspiele für die kommenden Rentnergenerationen schlicht schädlich werden können.» Den Schätzungen des Pensionskassenverbands ASIP zufolge haben die Vorsorgeeinrichtungen im vergangenen Jahr mit einer Medianrendite von +9,6% das zweitbeste Resultat seit der Finanzkrise 2008 erzielt. Die Jahresrendite betrug 2013 +6,4% und 2012 +7,9%. (Quelle) 
Der Bundesrat diskutierte laut der «Handelszeitung» auf Initiative von Eveline Widmer-Schlumpf und Johann Schneider-Ammann über «allfällige Erwägungen» zur Wiedereinführung eines neuen Mindestkurs des Franken. Das von den beiden vorgelegte Aussprachepapier zum starken Franken wurde vom Gesamtbundesrat nicht gutgeheissen, schreibt das Blatt. In einem Artikel des «Tages-Anzeigers» wird ausserdem über den steigenden politischen Druck auf die Schweizerische Nationalbank berichtet, den Sozialversicherungen zinslose Girokonten bereitzustellen, also auf die Negativzinsen zu verzichten.
Die von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) verfügten Negativzinsen wühlen auf. Anleger, Pensionskassen, die Medien und auch die Politik beschäftigen sich vor allem mit den befürchteten Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung respektive damit, wo unter diesen Bedingungen noch Rendite einzufahren ist. Gerade «gegenüber Politikern muss die SNB sich abgrenzen, ohne Pflästerchen für bundesnahe Betriebe und Zückerchen für die Kantone», kommentiert der Ressortleiter der «Finanz und Wirtschaft», Philippe Béguelin. Er empfiehlt der SNB, sich «nicht auf Nebenschauplätzen zu verzetteln». Ebenfalls mit den Negativzinsen befasste sich die UBS und fasst in einer News-Meldung die Ergebnisse einer Studie zusammen, in der «das Team um den Chefökonomen von UBS Schweiz die möglichen Auswirkungen für verschiedene Zins-Szenarien analysiert. Die Ergebnisse zeigen Belastungen für die Realwirtschaft, beträchtliche Zinsänderungsrisiken und zusätzlichen Konsolidierungsdruck im  Bankensektor sowie gravierende Auswirkungen auf das schweizerische Vorsorgesystem.» So vermuten die Ökonomen der Grossbank, dass «viele Pensionskassen im Vorsorgesystem bei anhaltenden Negativzinsen noch stärker in Unterdeckung geraten dürften». Und auch für die AHV schwant ihnen Ungutes: «In der 1. Säule bedeutet eine tiefere Verzinsung eine starke Ausweitung der AHV-Finanzierungslücke».
Ständeräte der vier grossen Parteien möchten, dass die kleine Kammer eine Resolution beschliesst, welche der Schweizerischen Nationalbank dringend empfiehlt, bei Guthaben von Pensionskassen und Sozialversicherungen eine Ausnahme zu machen und keine Negativzinsen zu erheben. Dies berichten mehrere Schweizer Tageszeitungen:
«Strukturelle Herausforderungen» bei der Altersvorsorge sehen die Jungparteien von FDP, CVP und SVP. Diese seien nicht durch Mehreinnahmen zu lösen, sondern durch Anpassungen, etwa beim Umwandlungssatz oder an die sich verändernde Lebenserwartung. Ein Bericht der Neuen Zürcher Zeitung:

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