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Die grösste Schweizer Pensionskasse, die BVK, hat kürzlich über den beschlossenen Vorsorgeplan 2017 informiert, der auf Anfang nächsten Jahres in Kraft treten soll. Demnach werden der technische Zinssatz, sowie der Umwandlungssatz im überobligatorischen Bereich gesenkt, um aus der Unterdeckung herauszukommen und die zurzeit massiv stattfindende Umverteilung von Jung zu Alt zu bremsen. Der BVK-CEO Thomas Schönbächler erklärt im NZZ-Interview, weshalb dies ein mutiger, wenn auch unangenehmer, Schritt in die richtige Richtung sei. Neue Zürcher Zeitung; 04.03.2016; Ausgaben-Nr.
Gegenwärtig findet in der zweiten Säule eine starke Umverteilung von Jung zu Alt statt, die so nicht vorgesehen war. Gemäss dem Pensionskassen-Experten Olivier Deprez kostet ein 65-jähriger Mann, der dieses Jahr mit einem Umwandlungssatz von 6,8% pensioniert wird und die maximale BVG-Rente erhält, die Beitragszahler seiner Kasse 125 000 Fr. Er hat nämlich nur 320 000 Fr. einbezahlt, erhält im Verlauf seines restlichen Lebens aber voraussichtlich 445 000 Fr. in Form von Renten zurück.
Der von der Schweizer Nationalbank festgelegte Negativzins betrifft uns alle, da er die Pensionskassen mit rund 400 - 450 Mio. Franken pro Jahr belastet. Jede Pensionskasse lagert einen Teil ihres Geldes als liquide Mittel auf der Bank, welche ihrerseits verpflichtet ist, Negativzinsen an die Nationalbank zu zahlen. Die SRF-Rundschau vom 13. Januar ging der Frage nach, ob sich der Negativzins auf Rentengeldern umgehen liesse und sprach mit Heinz Karrer, Präsident von Economiesuisse und Bankrat der Schweizerischen Nationalbank, über die schwierige Situation der Pensionskassen.
Ergänzendes zum vorherigen Post über entgangene Vergütungen, ebenfalls aus dem Tages-Anzeiger  Tages-Anzeiger; 30.01.2014; Seite 1 Verschiedene Pensionskassen laufen bei den Banken mit der Rückforderung von Retrozessionen - Vertriebsentschädigungen und ähnliche Vergütungen - auf. Trotz Bundesgerichtsurteil täten sich Banken und Vermögensverwalter mit dem Thema schwer, sagt etwa Thomas Schönbächler, Chef der BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich.
Über viel entgangenes Geld für die Pensionskassen aufgrund nicht weitergeleiteter Vertriebsvergütungen für Anlageprodukte berichten «Tages-Anzeiger» beziehungsweise die «Neue Luzerner Zeitung».  
Medienmitteilung des ASIP von heute: Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP nimmt mit  Genugtuung zur Kenntnis, dass die Affäre rund um die BVK vollständig und sauber aufgearbeitet zu werden scheint. Aus den auf fehlgeleitetes Führungsverhalten zurückzuführenden Vorfällen rund um die BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich wurden und werden die entsprechenden Lehren gezogen. Der ASIP setzt sich seit 2008 mit einer Charta für Transparenz und eine gute Führung von Pensionskassen ein, um solche Fälle zu verhindern.
Angesichts der vielen negativen Meldungen über die BVK fragte ein Leser den Tages-Anzeiger (veröffentlicht am 04.04.2011): "Kann ich bei der BVK einen Verlust erleiden? Ich erhalte vom Kanton Zürich ein Dienstaltersgeschenk, das ich als Einkauf in die Beamtenversicherungskasse (BVK) einzahlen könnte. Ihr Deckungsgrad von 86 Prozent bereitet mir aber Sorge." Die Antwort: Generell ist in Pensionskassen ein Verlust des Sparkapitals fast ganz ausgeschlossen.
Wie wir heute Mittag schon berichteten, wird die ASIP-Charta in zwei der drei heute veröffentlichten Berichten der Administrativuntersuchung BVK erwähnt. Interessant ist dabei vor allem Punkt 4.2 ("Private Anlagetätigkeit und Annahme von Vermögensvorteilen"). Dort heisst es: Gemäss Reglement zur privaten Anlagetätigkeit vom 16. Juni 2004 (Ziff. 9) ist "Parallel Running" erlaubt, sofern der BVK kein Nachteil entsteht. Gemäss Anlagereglement vom 1. Februar 2010 (Ziff. 5.13) ist "Parallel Running" nicht erlaubt. Die Private Anlagetätigkeit wird in einem eigenen Reglement geregelt.
Die Personalvorsorge des Kantons Zürich, BVK, hat heute die Berichte der Administrativuntersuchung veröffentlicht. In einer ersten Reaktion nimmt der Pensionskassenverband ASIP positiv zur Kenntnis, dass die ASIP-Charta im BDO-Bericht und im Bericht von Prof. Müller erwähnt wird. Sie wurde geschaffen, um Sicherheit und Transparenz in der beruflichen Vorsorge zu fördern und möglichem Missbrauch entgegenzuwirken. DER ASIP fordert im Zusammenhang mit der Vernehmlassung zur BVG-Strukturreform eine nationale Verankerung der ASIP-Charta, wie wir früher schon berichtet haben.

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