Sie sind hier

Blog

Erwerbstätige Person, die planen ins Ausland auszuwandern, müssen mit erhöhtem administrativem Aufwand rechnen. Was dann mit dem Vorsorgekapital in der zweiten Säule geschieht und ob es weitergeführt werden kann, beantwortet Gitta Limacher im Beobachter. 

 

Viele haben ein falsches Bild von der AHV. Sie ist von Irrtümern umrankt. „Wer nichts verdient, zahlt nichts. Frühpensionierung ist nur etwas für Grossverdiener. Pensioniert wird die Frau mit dem 64. und der Mann mit dem 65. Geburtstag.“ Diese und weitere falsche oder nicht ganz korrekte Annahmen werden im folgenden Artikel aus dem Beobachter aufgelöst. 

 

Wer denkt, dass er noch zu jung ist, um sich mit dem Thema Rente und Altersvorsorge zu befassen, liegt falsch. Gerade junge Leute sollten sich den Lücken bewusst sein, welche die Schweizer Altersvorsorge aufweist. Vor allem aber sollten sie wissen, was diese für sie und ihre Altersvorsorge bedeuten. Karen Markel schreibt in der handelszeitung.ch über dieses Phänomen.

Tiefe Zinsen und steigende Lebenserwartung führen dazu, dass Pensionskassen die Rentenversprechen nicht mehr einhalten können. Da alle involvierten Parteien das aktuelle Rentenniveau sichern und die Quersubventionierung von jung zu alt stoppen wollen, gibt es weiterhin nur eine Möglichkeit, um die zweite Säule zu reformieren, da die Erhöhung des Rentenalters ein politisches Tabu bleibt. Der Umwandlungssatz muss gesenkt und die dadurch entstandenen Rentenausfälle müssen aufgefangen werden. Es ist höchste Zeit, dass sich die Jungen dagegen wehren.

 

 

Die Diskussion um die eigene Rente ist zuweilen eine hitzige: Aufgrund der steigenden Lebenserwartung sowie der aktuellen Tiefzinslage haben Pensionskassen Schwierigkeiten, die gesetzlich vorgeschriebenen Renditen zu erwirtschaften. Auch die AHV steht vor Herausforderungen, denn die demografische Entwicklung trifft sie in ähnlichem Masse, wenngleich sie primär dank der grossen Zuwanderung noch nicht in die roten Zahlen gerutscht ist. Solche negativen Nachrichten führen oft zu einer emotionalen Diskussion, welche nicht immer zielführend ist. Fakt ist, dass die Altersvorsorge einer Reform bedarf – die Diskussion bis dahin wünschen wir uns sachlicher, so wie in untenstehendem Artikel des Tages-Anzeiger zu lesen ist.

Die AHV ist für einen Drittel der Schweizer Bevölkerung die wichtigste Finanzquelle im Alter und für die gesamte Bevölkerung ein wesentlicher Bestandteil der Altersvorsorge. Dieser Artikel unterstreicht, wie wichtig es ist, sich frühzeitig und vertieft mit der eigenen AHV zu befassen, gibt es doch diverse Punkte, wo man Einfluss auf die dereinst zu beziehende AHV-Rente üben kann.

Der Kommentar von Werner Enz zeigt verständlich auf, dass die gegenwärtige Problematik der Altersvorsorge systemisch bedingt ist. Die Lebenserwartung ist gestiegen und nimmt weiter zu und der Kapitalmarkt gleicht einer Einöde. Rechnerisch betrachtet (und das ist die wichtigste Perspektive auf die Problematik) bleibt also gleich viel oder weniger Geld, das auf zunehmends mehr Jahre verteilt werden muss. Entsprechend gibt es nur zwei Stellschrauben, an denen das erkrankte System justiert werden kann: Das Rentenalter und der Umwandlungssatz. […] Das Beispiel mit den Lebensversicherern zeigt, dass diese eben richtig rechnen, weil sie bei Fehleinschätzungen viel schneller die Folgen spüren, als etwa die Gewerkschaften. […]».

Wie Hansueli Schöchli von der NZZ richtig schreibt, ist für ein faires Leistungsniveau der Pensionskassen-Renten nicht die Jahresrente entscheidend, sondern die Jahresrente, multipliziert mit der Zahl (zu erwartender) Rentenjahre. Entsprechend der gestiegenen Lebenserwartung ist es daher nicht unfair, sondern folgerichtig, den Umwandlungssatz in der zweiten Säule zu senken. Nur so kann das angesparte Alterskapital auf die zu erwartenden Rentenjahre verteilt werden, ohne dass Verluste zulasten der kommenden Generationen entstehen.

Seiten