Sie sind hier

Blog

In einer Studie des Bundesamts für Umwelt wird Pensionskassen empfohlen, den Umstieg auf klimafreundliche Anlagen zu prüfen. Zukünftig anfallende CO2-Abgaben könnten einen negativen Einfluss auf die Pensionskassenrenten haben. Titel von Erdöl- und Erdgasfirmen müssten also verkauft werden, um anschliessend neue Investitionen in nachhaltige Anlagen zu tätigen. Solche Entscheidungen sind für die Pensionskassen nicht einfach.
Der Bundesrat veröffentlicht heute mehrere Stellungnahmen zu Themen, die die 2. Säule betreffen. Den Auftakt macht die neu so genannte «Verordnung gegen unzulässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften (VegüV)» Wie der Bundesrat heute informierte, tritt die Verordnung am 1. Januar 2014 in Kraft. Zu reden gibt der absolute Stimmzwang für Pensionskassen («Die Vorsorgeeinrichtungen müssen über die in der Verordnung geregelten Aspekte abstimmen.»). Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP distanziert sich davon.
Die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge OAK BV hat letzte Woche die in Art. 40 BVV 2 enthaltenen Bestimmungen zur Unabhängigkeit des Experten für berufliche Vorsorge konkretisiert.  Es gilt der Grundsatz Der Experte für berufliche Vorsorge muss unabhängig sein und sein Prüfungsurteil und seine Empfeh- lungen müssen objektiv gebildet worden sein. Die Unabhängigkeit darf weder tatsächlich noch dem Anschein nach beeinträchtigt sein (Art. 40 Abs. 1 BVV 2).
Wie «Die Südostschweiz» gestern berichtete, wird die Anlagestiftung Ethos nach dem Ja zur Abzocker- Initiative den Personalbestand erhöhen müssen. Dies sagte Ethos-Chef Dominique Biedermann in Interviews mit den Zeitungen «La Liberté» und «L’Agefi». Um wie viele Stellen es sich handelt, ist noch nicht klar. Derzeit beschäftigt Ethos 15 Personen; im Frühling jeweils noch drei Praktikanten. Die Abzocker-Initiative verlangt von den Pensionskassen, dass sie ihr Stimmrecht an der Generalversammlung wahrnehmen, was einen Mehraufwand zur Folge hat.
Medienmitteilung des ASIP vom 3. März 2013 Der ASIP nimmt zur Kenntnis, dass das Volk sich für die Initiative entschieden hat. Der Gegenvorschlag ist damit vom Tisch. Bundesrat und Parlament müssen nun auf einem weissen Blatt Papier mit der Umsetzung der Initiative beginnen. Die zu findenden Lösungen müssen einerseits die Abzockerei wirkungsvoll bekämpfen, andererseits den Mehraufwand für Pensionskassen aber so gering wie möglich halten. Der ASIP wird sich für eine praxistaugliche, kostenoptimierte Umsetzung der Wahrnehmung der Aktionärsrechte durch Pensionskassen einsetzen.
Wie das Vorsorgeforum kürzlich berichtete, führt die  Oberaufsichtskommission erstmals eine Früherhebung zur aktuellen finanziellen Situation der Vorsorgeeinrichtungen per 31.12.2012 durch. Die OAK koordiniert diese Erhebung zentral für alle BVG-Aufsichtsbehörden. Die bisherigen Umfragen der kantonalen und regionalen Aufsichtsbehörden zu Unterdeckungen und den öffentlich-rechtlichen Einrichtungen, die jeweils anfangs Jahr durchgeführt wurden, fallen damit weg. Grundgesamtheit der Erhebung sind sämtliche Vorsorgeeinrichtungen (registrierte und nicht registrierte), die dem FZG unterstellt sind.
Der zunehmende Druck auf Pensionskassen, ihre Stimmrechte an Generalversammlungen wahrzunehmen, öffnet einen Markt für Stimmrechtsberater und Plattformen zu Online-Abstimmungen. Schon Ende Januar stand ein neuer Anbieter kurz vor der Gründung. Zu Initianten des Projekts zählen Wirtschaftsanwalt Rolf Watter von der Zürcher Kanzlei Bär & Karrer sowie Anwältin Ines Pöschel von der Kanzlei Kellerhals. "Das Ziel des heutigen Projektes von verschiedenen Vorsorgeeinrichtungen ist der Aufbau eines weiteren Proxy-Advisors in der Schweiz", erklärt Pöschel in der Handelszeitung vom 31. Januar.
Swiss Pensions Conference ist ein neuartiges Forum für langfristige, auf eigenes Risiko tätige institutionelle Anleger wie Pensionskassen, Versicherungen (buy side), Anlagestiftungen und ähnliche sowie deren Berater. Der Anlass ist darauf ausgerichtet, dank führender Referenten aus dem In- und Ausland zu aktuellen, praxisrelevanten Anlageaspekten eine thematische Vorreiterrolle für institutionelle Anleger in der Schweiz und in Liechtenstein aufzubauen. Gleichzeitig ist Raum geboten für Reflexion und Gedankenaustausch zwischen Referenten und Teilnehmern.
So lauteten die meisten Schlagzeilen, die über den ersten Entscheid der neuen Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (BVG-Oberaufsicht) berichteten. Was toll klingt, stimmt so nicht ganz. Denn, wie die Neue Zürcher Zeitung präziser berichtet, geht es eigentlich darum, dass in "deren Betriebsrechnungen Kosten, die ihnen nicht direkt in Rechnung gestellt werden, nicht sichtbar sind. Neu müssten solche Vermögensverwaltungskosten – etwa für komplexe, teilweise ausländische Produkte – im Anhang zur Jahresrechnung separat dargestellt werden, sagte Hüsler.

Seiten