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Ab 2017 beträgt der Mindestzins auf Pensionskassenguthaben noch 1 Prozent statt wie bisher 1,25 Prozent. Was auf den ersten Blick nach einer klaren und eindeutigen Senkung aussieht, stellt sich bei näherem Hinsehen als ein viel komplizierteres Gebilde heraus. Denn nicht allein der Mindestzins ist für die Verzinsung der Guthaben entscheidend, sondern auch der Realzins. Wie diese Komponenten zusammenspielen, lesen Sie in folgendem Artikel.

In einem NZZ-Interview gibt ASIP-Direktor Hanspeter Konrad zu verstehen, wie stark die Vorsorgeeinrichtungen unter den von der Nationalbank verhängten Negativzinsen leiden. Auch in den kommenden Jahren werde es für die Pensionskassen nicht einfach, genügend Kapital zu erwirtschaften. Um Unterdeckungen zu vermeiden ist es deshalb wichtig, dass sich der festgelegte Mindestzins an einer langjährigen Durchschnittsrendite orientiert und in guten Jahren nicht sofort angehoben wird.
Der von der Schweizer Nationalbank festgelegte Negativzins betrifft uns alle, da er die Pensionskassen mit rund 400 - 450 Mio. Franken pro Jahr belastet. Jede Pensionskasse lagert einen Teil ihres Geldes als liquide Mittel auf der Bank, welche ihrerseits verpflichtet ist, Negativzinsen an die Nationalbank zu zahlen. Die SRF-Rundschau vom 13. Januar ging der Frage nach, ob sich der Negativzins auf Rentengeldern umgehen liesse und sprach mit Heinz Karrer, Präsident von Economiesuisse und Bankrat der Schweizerischen Nationalbank, über die schwierige Situation der Pensionskassen.
Am 18. Januar hat das Bundesamt für Statistik (BfS) die definitiven Ergebnisse der Pensionskassenstatistik 2014 veröffentlicht. Unter anderem zeigte sich, dass im Vergleich zum Vorjahr rund 50% mehr Gelder in die Wertschwankungsreserven geflossen sind. Das gibt den Kassen die Möglichkeit, in Jahren mit schlechteren Anlage-Performances die Unterdeckung gering zu halten. Solche Reserven sind wichtig, um langfristig rentabel zu bleiben, sie sind aber nur möglich, wenn sich der Mindestzinssatz an der durchschnittlichen Rendite über mehrere Jahre orientiert.
Ein wichtiger Hinweis darauf, was die gegenwärtige Tiefzinspolitik der Zentralbanken für Auswirkungen hat. Zwischen 1985 und 2002 konnte man sein Vorsorgekapital dank dem Zinseszinseffekt innerhalb von 18 Jahren verdoppeln. Mittlerweile braucht man dafür 65 Jahre! www.vorsorgeforum.ch; 9. Januar 2016; by pwirth; in: Kapitalanlagen, Versicherte Albert Steck von der Migros Bank untersucht in einem Gastkommentar in der Handels-Zeitung die Konsequenzen der Tief- (oder Null- oder Negativ-) Zinspolitik der Zentralbanken. Was passiert, wenn es keinen Zins mehr gibt?
Diese beiden Artikel zeigen auf, wieviel Rendite die Versicherer und Pensionskassen erreichen müssen, um den vom Bundesrat festgelegten Mindestzins vollständig finanzieren zu können. Ausserdem wird das Anlageresultat der Pensionskassen im Jahr 2015 besprochen und auf deren finanzielle Perspektiven fürs kommende Jahr hingewiesen. Finanz und Wirtschaft; 04.11.2015 Seite 18 Unternehmen Pensionskassen und Lebensversicherer müssen nächstes Jahr die Pensionsgelder noch zu mindestens 1,25% verzinsen.
Vor vier Tagen ist an dieser Stelle ein Artikel erschienen, der aufzeigte, wie die Pensionskassen gegen den Anlagenotstand kämpfen und was das tiefe Zinsumfeld für Bedingungen schafft. Dieser Artikel vom Tagesanzeiger zeigt nun verschiedene Meinungen zur vom Bundesrat festgelegten Mindestverzinsung der Vorsorgegelder. Grundsätzlich ist es viel gescheiter, den Mindestzins tief anzusetzen und so das Risiko einer allfälligen Unterdeckung – welche zu Nullverzinsung und Sanierungsbeiträgen führt – zu vermeiden.
Der Schweizerische Pensionskassenverband (Asip) begrüsst aufgrund des Niedrigszinsumfeld und der Renditeentwicklung die heute bekanntgebene Entscheidung des Bundesrats, den BVG-Mindestzinssatz für das Jahr 2016 auf 1.25% zu senken. In diesem Zusammenhang sei wieder einmal daran erinnert, dass man nicht beides haben kann: einen hohen Umwandlungssatz und einen hohen Mindestzins. Da heute jede/r neue Rentenbezügerin/Rentenbezüger, gemessen an ihrer/seiner Lebenserwartung, im Durchschnitt 40’000 Franken zu wenig angespart hat, muss dieses Geld ja irgendwo herkommen.
14 Sep 15
mit-uns-fuer-un...
Die Unterschiede zwischen nominalen und realen Zinsen, bedingt durch die jeweilige aktuelle Inflationsrate, sind erheblich. Die Thematik tangiert dabei nicht nur die Festlegung des Mindestzinses. In einem Beitrag für das Vorsorgeforum «erinnert Jérôme Cosandey von Avenir Suisse an die Bedeutung der realen Verzinsung im BVG, während die aktuelle Auseinandersetzung sich meist um die nominellen Grössen dreht.» Er schreibt:
In einer breit angelegten Studie die 260 Kassen mit einem Vorsorgevermögen von rund CHF 565 Mrd. und 3'079'598 Versicherten untersucht, zeigte sich: Die effektive Verzinsung der Sparkapitalien der aktiven Versicherten ist 2014 leicht gestiegen. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie und ein Link zum Download auf der Webseite von PPCmetrics, dem Schweizer Beratungsunternehmen für institutionelle und private Investoren:

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