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Der vorliegende Artikel ist in der Handelszeitung Online erschienen. Der Artikel diskutiert die Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftslage auf die Zukunft der Vorsorge. So fällt die Rendite der Pensionskassen auch in den ersten vier Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr gering aus. Der Grund für diese Entwicklung liegt darin, dass die Pensionskassen sich mit einem Tiefzinsumfeld und schwachen Börsen konfrontiert sehen. Was aber sind die Konsequenzen von geringen Renditen? Werden langfristig nur geringe Renditen erwirtschaftet, laufen die Pensionskassen Gefahr, dass sie ihren Deckungsgrad nicht halten können. Die Pensionskassen sehen sich also gezwungen, umzudenken. Sie reagieren auf die wirtschaftlichen Entwicklungen, indem sie beispielsweise zunehmend in alternative Anlagen investieren.

Am 18. Januar hat das Bundesamt für Statistik (BfS) die definitiven Ergebnisse der Pensionskassenstatistik 2014 veröffentlicht. Unter anderem zeigte sich, dass im Vergleich zum Vorjahr rund 50% mehr Gelder in die Wertschwankungsreserven geflossen sind. Das gibt den Kassen die Möglichkeit, in Jahren mit schlechteren Anlage-Performances die Unterdeckung gering zu halten. Solche Reserven sind wichtig, um langfristig rentabel zu bleiben, sie sind aber nur möglich, wenn sich der Mindestzinssatz an der durchschnittlichen Rendite über mehrere Jahre orientiert.
Diese beiden Artikel zeigen auf, wieviel Rendite die Versicherer und Pensionskassen erreichen müssen, um den vom Bundesrat festgelegten Mindestzins vollständig finanzieren zu können. Ausserdem wird das Anlageresultat der Pensionskassen im Jahr 2015 besprochen und auf deren finanzielle Perspektiven fürs kommende Jahr hingewiesen. Finanz und Wirtschaft; 04.11.2015 Seite 18 Unternehmen Pensionskassen und Lebensversicherer müssen nächstes Jahr die Pensionsgelder noch zu mindestens 1,25% verzinsen.
19 Aug 15
mit-uns-fuer-un...
Eine Analyse der SonntagsZeitung zeigt, welche Faktoren wichtig sind, wenn ein Betrieb die Pensionskasse wechseln will, und welches Deckungskapital für einen Rentenbezüger erforderlich ist. Sonst könnte es teuer werden, schreibt die Zeitung.
24 Jul 15
mit-uns-fuer-un...
Es ist nur eine Momentaufnahme, schreibt die Fachzeitschrift Schweizer Versicherung, dass seit dem Ausbruch der Finanzkrise die Zahl sanierungsbedürftiger Pensionskassen markant abgenommen hat. Dies dürfe aber nicht zu Fehlschlüssen verleiten. Die boomenden Aktienmärkte helfen den Vorsorgeeinrichtungen, schreibt das Magazin. Doch trotz einer etwas entspannteren Lage, sind viele Einrichtungen der beruflichen Vorsorge einem hohen Risiko ausgesetzt. Eine Übersicht über das Risikomanagement und ein Interview dazu:
Am 12. Mai 2015 präsentierte die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV) im Rahmen der Vorstellung ihres dritten Tätigkeitsberichtes auch die aktuellen Zahlen zur finanziellen Lage der Vorsorgeeinrichtungen. Nach drei guten Anlagejahren weisen die meisten Vorsorgeeinrichtungen in der Schweiz per Ende 2014 einen Deckungsgrad aus, der deutlich über 100% liegt. Die durchschnittliche Netto-Vermögensrendite betrug 6.8% (gegenüber 6.2% im Vorjahr). Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) habe die Grundproblematik der Tiefzinsphase weiter akzentuiert, «aber nicht fundamental geändert». Wegen dem tiefen Zinsniveau bleibe damit der Renditedruck unverändert hoch. (Quelle:) Die Neue Zürcher Zeitung formuliert die Problematik etwas deutlicher, wie der folgende Artikel zeigt:
Von Jahresbeginn bis Ende März hat sich das Verhältnis von Pensionsvermögen zu Pensionsverpflichtungen – Deckungsgrad genannt – um 1,5 Prozentpunkte auf 95,0 Prozent verschlechtert. Dies publizierte das Beratungsunternehmen TowersWatson in der Studie «Swiss Pension Finance Watch», berichtet die Neue Zürcher Zeitung:
Das Ertragspotenzial der Pensionsvermögen schwindet. Bald müssen Pensionskassen einen Zinsabzug für ihre Anlagen auf Bankkonten hinnehmen, Neuanlagen in Frankenobligationen bringen nur noch minimalen Ertrag und auf Neuemissionen der Eidgenossenschaft droht gar ein Minuszins. Die Abwertung von Euro und Dollar und der kürzliche Absturz der Schweizer Börse haben das Vermögen der Pensionskassen schätzungsweise 2 bis 4 Prozent reduziert. Den Einbruch gemildert haben die weitere Hausse der Obligationenkurse und der Aufwärtstrend der Auslandsaktien.
Pensionskassen, die das angesparte Kapital der Versicherten einerseits gut verwahren und verwalten, könnten andererseits noch mehr tun, um das Vertrauen von Kunden und Versicherten zu vergrössern, sagt der Geschäftsführer der Sammelstiftung Vita aus Zürich in einem Beitrag für die Handelszeitung. Beispielsweise mehr Rendite einfahren, wovon mehr beim Versicherten ankommen könnte.

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