Sie sind hier

Blog

In seinem Kommentar vom Mittwoch zeigte Bundheshausredaktor Markus Brotschi auf, dass einzelne Kompensationsmassnahmen, wie etwa die von den Gewerkschaften vorgeschlagene AHV-Erhöhung, nicht langfristig, beziehungsweise ganzheitlich genug an die Problematik herangehen. Die gegenwärtige Problematik des Schweizer Altersvorsorgesystems gründet nebst der schwierigen Situation auf dem Kapitalmarkt darin, dass das Verhältnis von aktiv Versicherten pro Rentner zukünftig abnehmen wird.
Unlängst haben die Pensionskasse der Credit Suisse und die BVK Kürzungen von Altersleistungen angekündigt. Dass die Versicherten solchen Entscheiden kritisch gegenüber stehen liegt nahe. Umso wichtiger ist es, nachvollziehbar zu machen, woher diese Entscheide rühmen und dass sie letztlich ein langfristiges Sichern des Rentensystems bedeuten. Die Vorsorgeeinrichtungen stehen zurzeit stark unter Druck. Das Anlageumfeld mit ultraniedrigen Zinsen macht es immer schwieriger, verlässliche Renditen zu erzielen und bedingt daher Anpassungen an die Realität des Marktes.
Vor zwei Tagen schrieb der Tagesanzeiger über eine neulich veröffentlichte Studie des UBS Vorsorge Forums. Die Reformvorschläge von Bundes- und Ständerat wurden verglichen und man schloss, dass das Reformpaket «Altersvorsorge 2020» die Renten nur für wenige Jahre sichern werde. Diese Information ist nicht neu, denn das Paket hat lediglich den Anspruch, diese bis ins Jahr 2030 zu sichern. Sie macht aber deutlich, dass gerade für jüngere und zukünftige Generationen die Ablehnung des Reformpakets das grösste Risiko darstellt. Eine Reform ist dringend und darf nicht scheitern.
Der Tages-Anzeiger hat am Montag eine sehr gute Zusammenfassung kompliziert, worum es bei der Form der Altersvorsorge unter dem Namen „Altersvorsorge 2020“ geht. Diese wollen wir unseren Leserinnen und Leser nicht vorenthalten. Sie zeigt, dass alle politischen Akteure Kompromisse eingehen müssen, damit es überhaupt eine Reform geben kann. Weil diese aber unbedingt notwendig und dringend ist, fordert der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP von allen Akteuren, über ihren Schatten zu springen, auf Maximalforderungen zu verzichten und konstruktiv an Lösungen bzw. Kompromissen zu arbeiten. Lesen Sie selbst:
20 Jul 15
mit-uns-fuer-un...
Haben ältere Arbeitnehmende Probleme am Arbeitsmarkt einen neuen Job zu finden? Oder werden sie den existierenden schneller los? Ein Grund dafür sollen höhere Pensionskassenbeiträge sein, die für Arbeitnehmende über 45 Altersjahre abzuführen seien. Dabei müssten laut BVG gar keine höheren Beiträge abgeführt werden, fand der Tages-Anzeiger heraus:
10 Jul 15
mit-uns-fuer-un...
Der Schweizer Bundesrat will die Gewinnmöglichkeiten in der obligatorischen Beruflichen Vorsorge – die so genannte Mindestquote – stärker beschränken. Das trifft vor allem die privaten Versicherer, die für die meisten KMU als Pensionskassen fungieren. Die Branche spricht von einem «Denkfehler», schreibt die Berner Zeitung:
6 Jul 15
mit-uns-fuer-un...
Eine Bestandsaufnahme zum Dauer-Thema «Umwandlungssatz». Die Neue Zürcher Zeitung zeigt, dass bei vielen Pensionskassen der Mindest-Rentenumwandlungssatz immer noch bei über 6 Prozent liegt, im obligatorischen Teil der Vorsorge, die Lohnsummen beträgt der Umwandlungssatz sogar noch 6,8 Prozent. Doch dies wird sich bald ändern prophezeit der Autor; erste Vorsorgekassen werden die 6-Prozent-Marke bereits bald unterschreiten.
Probleme für Realwirtschaft und Pensionskassen sieht die Basellandschaftliche Zeitung dräuen, wegen ungenügender zukunftsgerichteter Anlagen in der Beruflichen Vorsorge und zu wenig Investitionen in die arbeitsplatzschaffende Wirtschaft. Eine ungenügende Zahl von Arbeitsplätzen für die kommenden Generationen paart sich mit einer wachsenden Anzahl von Rentnern. Eine Investition in die Zukunft für die nächste Generation sei geboten, finden auch Politiker. Die Pensionskassen sollen in die Lage versetzt werden, künftig in langfristige und zukunftsgerichtete Anlagen zu investieren. Dafür will ein CVP-Ständerat einen «Zukunftsfonds Schweiz» gründen in den alle Pensionskassen 1 Prozent der jährlich zufliessenden Ersparnisse in den hoch spezialisierten Dachfonds einzahlen. Hier die gesamte Nachricht:
22 Jun 15
mit-uns-fuer-un...
Avenir Suisse, Arbeitgeberverband und Economiesuisse – so einige Positionspapiere wurden in den letzten Wochen und Monaten geschrieben, die den Fachkräftemangel in der Schweiz thematisieren und dafür plädieren, älterere Mitarbeitende besser einzubinden. Stichworte: längere Lebensarbeitszeiten, flexibles Rentenalter, flexible Arbeitszeitmodelle im Alter, altersspezifische Weiterbildungsangebote. Doch will die Wirtschaft tatsächlich, dass sie ältere Arbeitnehmer fördert? Ausser Lippenbekenntnisse hat sie noch keinen Beweis dafür erbracht, finden viele. Deshalb müssten jetzt Taten folgen. Lesen Sie den Bericht im Tages-Anzeiger:
Die Dänen erleben bereits Fachkräftemangel - das reguläre Renteneintrittsalter wurde schon von 65 auf 67 Jahre erhöht. Prognosen sagen, dass Rentner und Rentnerinnen ab 2030 vermutlich bereits bis 71 oder gar bis 74 arbeiten müssen, da das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung gekoppelt wird. Laut einem Bericht der Berner Zeitung verschliessen sich bei einem 'sanften' Übergang selbst die Gewerkschaften nicht. Lesen Sie selbst:

Seiten