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ASIP-Mitgliederversammlung vom 12. Mai 2017: Altersvorsorge 2020. Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP hat seine Mitglieder zur Reform der Altersvorsorge befragt. Dabei wurde die Haltung des Vorstands von über 80% der antwortenden Mitglieder unterstützt. Bezüglich Gesamtbeurteilung der Vorlage bewegen sich die Meinungen zwar innerhalb einer bestimmten Bandbreite: Mehrheitlich wird – teilweise mit Vorbehalten – zugestimmt; eine Minderheit lehnt, unter Betonung der zusätzlichen monatlichen CHF 70 für Neurentner und der umsetzungstechnischen Nachteile für die berufliche Vorsorge, die Vorlage aber ab. Aufgrund dieser Ergebnisse sagt der ASIP nach Abwägen der Vor- und Nachteile Ja zum beschlossenen Kompromiss.

Medienmitteilung des des Schweizerischen Pensionskassenverbands ASIP vom 16. März 2017

Zürich. Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP beurteilt die Annahme der Vorlage „Altersvorsorge 2020“ als Chance, um die Altersvorsorge als Ganzes und insbesondere die berufliche Vorsorge zu sichern. Mit den Beschlüssen des Parlaments wird den ökonomischen und demografischen Herausforderungen Rechnung getragen. Die Stellschrauben im BVG werden neu so justiert, dass sie eher der wirtschaftlichen Realität entsprechen. Nach dem Ja des Parlamentes gilt es nun, den Versicherten und der Bevölkerung die Vorteile der Vorlage sachlich und verständlich zu erklären. Wir werden mit den Mitgliedern diskutieren, wie wir uns in der kommenden Abstimmungskampagne positionieren wollen.

Medienmitteilung 25. November 2015

Der ASIP begrüsst die Absicht des Bundesrates, den Finanzhaushalt der Ergänzungsleistungen (EL) in den Griff zu bekommen. Ergänzend zu grundsätzlichen Anpassungen im Recht der EL, schlägt der Bundesrat aber unter anderem auch vor, die Kapitalbezüge – mit Ausnahme des Bezuges für den Erwerb von Wohneigentum – im BVG zu untersagen. Der ASIP wird die Unterlagen im Detail prüfen, die Vor- und Nachteile der Vorschläge abwägen sowie die Auswirkungen umfassend analysieren.

Der Tages-Anzeiger hat am Montag eine sehr gute Zusammenfassung kompliziert, worum es bei der Form der Altersvorsorge unter dem Namen „Altersvorsorge 2020“ geht. Diese wollen wir unseren Leserinnen und Leser nicht vorenthalten. Sie zeigt, dass alle politischen Akteure Kompromisse eingehen müssen, damit es überhaupt eine Reform geben kann. Weil diese aber unbedingt notwendig und dringend ist, fordert der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP von allen Akteuren, über ihren Schatten zu springen, auf Maximalforderungen zu verzichten und konstruktiv an Lösungen bzw. Kompromissen zu arbeiten. Lesen Sie selbst:

Die Medienmitteilung des ASIP vom 16. September 2015: 

Die finanzielle Sicherung der Altersvorsorge ist dringend notwendig. Um die AHV und die berufliche Vorsorge für die nächsten 15 Jahre zu sichern, müssen verschiedene Massnahmen in einer Gesamtbetrachtung und koordiniert diskutiert werden. Aufgrund der sich stellenden ökonomischen und demografischen Herausforderungen darf diese Reform auf keinen Fall scheitern. Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP begrüsst es daher, dass der Ständerat das Reformpaket „Altersvorsorge 2020“ grossmehrheitlich gutgeheissen hat. “Je länger wir zuwarten, umso rascher, und damit schmerzvoller müssten die dann beschlossenen Massnahmen umgesetzt werden“, so ASIP-Direktor Hanspeter Konrad. Er vergleicht dies mit einer Kurvenfahrt – je später man zu lenken beginnt, desto heftiger das Lenkmanöver. 

In einer breit angelegten Studie die 260 Kassen mit einem Vorsorgevermögen von rund CHF 565 Mrd. und 3'079'598 Versicherten untersucht, zeigte sich: Die effektive Verzinsung der Sparkapitalien der aktiven Versicherten ist 2014 leicht gestiegen. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie und ein Link zum Download auf der Webseite von PPCmetrics, dem Schweizer Beratungsunternehmen für institutionelle und private Investoren:
10 Jun 15
mit-uns-fuer-un...
«Mehr als 700 Personen demonstrieren in Lausanne gegen AHV-Reform» berichtet der Landbote. Laut Artikel hatten am Samstag vorher mehr als 700 Personen in Lausanne gegen die von Bundesrat Alain Berset vorgeschlagene AHV-Reform demonstriert. Sie forderten demnach den Sozialminister auf, das Gesamtpaket nochmals zu überdenken. Die folgende Begründung macht dabei jedoch stutzig: «Sie befürchten beim Projekt «Altersvorsorge 2020» Rentenkürzungen auf dem Rücken der Frauen und der Älteren.» – Leider ist im Artikel nicht erwähnt, wie die Demonstranten zu diesen Schlüssen kamen. Gemäss aktuellem Reformvorschlag wird niemand weniger Rente erhalten. Haben die Demonstranten vielleicht die Formulierung «unter Erhaltung des Leistungsniveaus» nicht verstanden und dann falsche Schlussfolgerungen gezogen? Oder wurden sie von Gewerkschaften in die Irre geführt, die allerdings ebenfalls vielleicht einfach nicht verstanden haben, was wirklich geplant ist? Ein weiteres Missverständnis betrifft die «Älteren»: die Renten der Rentner bleiben bei dieser Reform total unangetastet, von «Rentenkürzungen auf dem Rücken der Älteren» kann nun wirklich keine Rede sein.
Die Dänen erleben bereits Fachkräftemangel - das reguläre Renteneintrittsalter wurde schon von 65 auf 67 Jahre erhöht. Prognosen sagen, dass Rentner und Rentnerinnen ab 2030 vermutlich bereits bis 71 oder gar bis 74 arbeiten müssen, da das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung gekoppelt wird. Laut einem Bericht der Berner Zeitung verschliessen sich bei einem 'sanften' Übergang selbst die Gewerkschaften nicht. Lesen Sie selbst:
28 Mai 15
mit-uns-fuer-un...
Der folgende Bericht der Berner Zeitung sollte hellhörig machen. Die tatsächlichen Umwandlungssätze von Pensionskassen mit Besserverdienenden sind schon lange weit unter dem gesetzlichen Minimum, weil im Überobligatorium entsprechend Spielraum besteht. Solche Massnahmen beugen schwerwiegenden Sanierungsmassnahmen in der Zukunft vor. Pensionskassen, die nur im BVG-Minimum versichern, haben diesen Spielraum nicht. Ohne eine Reform, wie sie die «Altersvorsorge 2020» darstellt, drohen diesen in Zukunft harte Sanierungsmassnahmen. Deshalb ist es so enorm wichtig, dass die Reform grundsätzlich gelingt, auch wenn über einzelne Details noch diskutiert werden kann.

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