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Ein Artikel, der unlängst in der «Finanz und Wirtschaft» erschienen ist, kommt bezüglich des Kapitalbezugs bei der Pensionierung zu einem gemischten Fazit. So darf die Tragweite eines solchen nicht mehr veränderbaren Entscheides nicht unterschätzt werden. Das Risiko besteht insbesondere darin, dass das bezogene Kapital in vielen Fällen nicht ausreicht, um den Lebensabend zu finanzieren. Zudem profitieren Personen, die eine Rente beziehen, von der verbesserten Planbarkeit ihres Altersguthabens. Andererseits bringt der Kapitalbezug in vielen Fällen steuerliche Vorteile mit sich. Wer sich trotz der Risiken für den Kapitalbezug entscheidet, dem rät der Autor, genügend finanzielle Puffer einzuplanen sowie sich mit der Thematik der eigenverantwortlichen Vermögensanlage zu befassen.

Der Bundesrat sieht zukünftig vor, den Kapitalbezug aus der 2. Säule einzuschränken. Er argumentiert eine Kausalität zwischen Kapitalbezug und steigenden Ausgaben für Ergänzungsleistungen. Der vorgesehene staatliche Eingriff in die Eigentumsrechte ist jedoch aus mehreren Gründen problematisch: Einerseits würde man mit solchen Einschränkungen alle Versicherten bestrafen, die vorsichtig und nachhaltig mit ihrem bezogenen Vorsorgevermögen umgehen. Andererseits, so wird im folgenden Zeitungsartikel beschrieben, würden Leute mit tieferer Lebenserwartung benachteiligt.
Der Avenir-Suisse-Vorsorgespezialist Jérôme Cosandey erklärt klar nachvollziehbar, weshalb sich Eingrenzungen des Kapitalbezugs in der zweiten Säule nicht eignen, um die steigenden Ausgaben für Ergänzungsleistungen zu bremsen. Lediglich ein Drittel der Kostenzunahme kann theoretisch mit Kapital-Vorbezug zusammenhängen, bisher wurde jedoch noch keine Korrelation zwischen Kapital-Vorbezug und gestiegenem Anspruch auf Ergänzungsleistungen bewiesen.
Dieser Ratgeberartikel zeigt einfach und übersichtlich auf, wo die vom Bundesrat geplanten Einschränkungen zum Kapitalbezug des PK-Guthabens greifen sollen - und wo nicht. Ausserdem erklärt er den Unterschied zwischen obligatorischem und überobligatorischem Guthaben und beschreibt, welche Faktoren beim Entscheiden zwischen Kapitalbezug und Rentenauszahlungen berücksichtigt werden sollen. Basler Zeitung; 03.12.2015; Seite bazab30; Wirtschaft; Finanzratgeber; Von Michael Fuss Geplante Einschränkung beim Kapitalbezug des PK-Guthabens.
Bereits vor 10 Tagen ist an dieser Stelle ein Artikel erschienen, der das «Neue Altern» in seinen zahlreichen Facetten beleuchtet hat. Dieser Artikel der Handelszeitung beleuchtet am Beispiel ausländischer Pensionierungsmodelle die Vor- und Nachteile, die verschiedene Muster eines stufenweisen Ausstiegs aus dem Erwerbsleben mit sich bringen können.
Wegen der Reform der Ergänzungsleistungen wird vielleicht der Bezug von Vorsorgegeldern der 2. Säule eingeschränkt. Sei es ein Vorbezug etwas für einen Immobilienkauf, sei es der Bezug bei Beginn der Pensionierung. So will es zumindest Bundesrat Berset. Dabei ist eine PK-Rente längst nicht in jedem Fall die beste Lösung. Mehr dazu in einem Ratgebertext aus der SonntagsZeitung.   Dass Sie für sich die beste Lösung in diesem neuen Jahr 2015 Jahr finden, dafür wünscht Ihnen die mit-uns-für-uns-Redaktion auf jeden Fall viel Erfolg und Zuversicht.
Grundlegende Reformen um die Altersvorsorge an die veränderten demographischen und ökonomischen Herausforderungen anzupassen sind notwendig, sagt ein Professor der Universität St.Gallen (HSG). Im Interview mit dem St. Galler TagblattI äussert sich Walter Ackermann aber wenig optimistisch über ein baldiges Gelingen einer grossen Rentenreform. Er stellt fest: «Wegen der Zunahme der Lebenserwartung ist Rentenalter 67 mittelfristig zwingend.»

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