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Der Kommentar von Werner Enz zeigt verständlich auf, dass die gegenwärtige Problematik der Altersvorsorge systemisch bedingt ist. Die Lebenserwartung ist gestiegen und nimmt weiter zu und der Kapitalmarkt gleicht einer Einöde. Rechnerisch betrachtet (und das ist die wichtigste Perspektive auf die Problematik) bleibt also gleich viel oder weniger Geld, das auf zunehmends mehr Jahre verteilt werden muss. Entsprechend gibt es nur zwei Stellschrauben, an denen das erkrankte System justiert werden kann: Das Rentenalter und der Umwandlungssatz. […] Das Beispiel mit den Lebensversicherern zeigt, dass diese eben richtig rechnen, weil sie bei Fehleinschätzungen viel schneller die Folgen spüren, als etwa die Gewerkschaften. […]».

Gestern hat die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge OAK BV ihren Jahresbericht vor den Medien präsentiert. Die SRF-Tagesschau berichtete dazu. In der Medienmitteilung schreiben sie unter anderem: «Die Risiken, welchen Schweizer Vorsorgeeinrichtungen ausgesetzt sind, haben im 2015 aufgrund des schwierigen Finanzmarktumfelds und der weiter steigenden Lebenserwartung zugenommen. Die durchschnittliche Netto-Vermögensrendite betrug nur noch 0.8% (gegenüber 6.4% im Vorjahr).
Die Frage danach, wieviel Rente man bei seiner Pensionierung erhält, beschäftigt die meisten Menschen früher oder später. Deshalb publizierte der TagesAnzeiger im Februar den Artikel «Pensionskasse: So berechnen Sie Ihre Rente». Darin wird auf den Umwandlungssatz aufmerksam gemacht, da dieser entscheidend ist für die Höhe der ausbezahlten Rente.
Unlängst haben die Pensionskasse der Credit Suisse und die BVK Kürzungen von Altersleistungen angekündigt. Dass die Versicherten solchen Entscheiden kritisch gegenüber stehen liegt nahe. Umso wichtiger ist es, nachvollziehbar zu machen, woher diese Entscheide rühmen und dass sie letztlich ein langfristiges Sichern des Rentensystems bedeuten. Die Vorsorgeeinrichtungen stehen zurzeit stark unter Druck. Das Anlageumfeld mit ultraniedrigen Zinsen macht es immer schwieriger, verlässliche Renditen zu erzielen und bedingt daher Anpassungen an die Realität des Marktes.
Zum kurzweiligen Zahlen studieren anlässlich der kommenden, blog-freien Tage, bieten wir Ihnen nachfolgend eine Verlinkung auf einen Beitrag der SonntagsZeitung , der recht kompakt einige interessante Fakten und Zahlen über PK-Versicherte respektive aus der Pensionskassenbranche zusammenstellt. Mit diesem Beitrag verabschieden wir uns in die Sommerferien. Wir wünschen allen Beitragszahlern und allen Rentnern schöne erholsame Sommertage – wir lesen uns hier wieder am Freitag, 22. August 2014. Ihre mit-uns-fuer-uns-Redaktion  
  6. und letzter Teil: Lösungsmechanismen: Simulationen, Analysen   In unserer Serie mit dem «wirtschaftspolitischen Beitrag» der UBS, betitelt «Vorsorge in der Schweiz: wie weiter?», werden diesmal verschiedene Lösungsansätze aufgezeigt, um die drohende und höchstwahrscheinlich kommende Unterdeckung der Pensionskassen in den Griff zu bekommen. Im folgenden, letzten Kapitel, werden Massnahmen vorgestellt, deren Effektivität mittels quantitativer Simulationen untersucht wurden.
5. Teil: Die weiteren Stellschrauben des BVG In Fortsetzung des zuvor geposteten Beitrags aus unserer Serie um die schweizerische Alters- und berufliche Vorsorge und deren Reformöglichkeiten zeigen wir diesmal weitere «Stellschrauben». Laut der UBS-Veröffentlichung «Vorsorge in der Schweiz: wie weiter?» gibt es zweierlei Kenngrössen, welche die Situation von AHV und Pensionskassen beeinflussen beziehungsweise bestimmen. «Stellschrauben» nennen die Autoren der UBS die Parameter, die sich von den politischen Instanzen steuern und verändern lassen.
Ein Beitrag in der Neue Zürcher Zeitung nimmt sich dem Thema der erheblich gesunkenen Zahl von Pensionskassen in der Schweiz an. Obwohl die Zahl der Versicherten im dargestellten Zeitraum hingegen angestiegen ist. Als Grund für diese sich tendenziell fortsetzende Entwicklung sieht der Artikel einen immer höheren Aufwand für die PK, als auch die Angst von Arbeitgebern vor teuren Sanierungen. Lesen Sie weiter den Originalbeitrag:
Der Bundesrat hat im vergangenen November das Vernehmlassungsverfahren zur Reform Altersvorsorge 2020 eröffnet. Für unsere Stellungnahme dazu, hat der Vorstand der ASIP den Mitgliedern einen ersten Entwurf zugeschickt. Diese haben Zeit bis zum 3. März 2014, um uns ihre Rückmeldung zukommen zu lassen. Im Entwurf heisst es, dass der ASIP den Reformbedarf bezüglich der Altersvorsorge (AHV und BVG) als ausgewiesen erachtet. Um die Altersvorsorge als Ganzes und insbesondere die berufliche Vorsorge langfristig zu sichern, müssen die notwendigen Massnahmen heute eingeleitet werden.
Zwar schrieb die Pensionskasse SBB kürzlich in einer Mitteilung an die Versicherten: «Erstmals seit Jahren erreichte der Deckungsgrad per Ende Jahr wieder einen Wert über 100%. Allerdings ist die Decke noch immer dünn, und es fehlen die Schwankungsreserven, die unserer Kasse die so wichtige Stabilität verleihen könnten. (...)» Um diese Stabilität herzustellen, und um die Rentenzahlungen besser an die wirtschaftlichen Realitäten anzupassen, werden im Rahmen des «Massnahmenpakets 2017» verschiedene Varianten geprüft. Dazu gehört auch die Einführung eines variablen Rentenmodells (VRM).

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