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Einer der wichtigsten Begriffe in der beruflichen Vorsorge ist der Umwandlungssatz. Als Dauerthema ist er in den Medien in der letzten Zeit besonders präsent wenn er gesenkt wird oder werden soll. Doch auch für Medienprofis ist der Begriff nicht immer ganz klar.

Bereits im letzten Dezember, gut drei Monate nach der Ablehnung der «Altersvorsorge 2020», hat Sozialminister Alain Berset über die nächste Reform der Altersvorsorge gesprochen. Nun ist klar: Die berufliche Vorsorge und die AHV sollen separat reformiert werden. Lesen Sie nachfolgend, weshalb trotzdem eine Verbindung zwischen den zwei Paketen bestehen wird und wie der Umwandlungssatz mit der Teuerung zusammenhängt.

Die Pensionskassen haben 2017 eine gute Performance gezeigt. Sie stehen jedoch weiterhin vor Herausforderungen, nicht zuletzt durch die Folgen der Ablehnung der «Altersvorsorge 2020» im Herbst letzten Jahres. So erhalten die Versicherten wohl nur ein Drittel dieser Performance. Der untenstehende Artikel zeigt veständlich auf, weshalb dies so ist und wie Rendite und Umwandlungssatz zusammenspielen. Aus welchen Gründen der gesetzlich festgeschrieben Umwandlungssatz zu hoch ist und was die Folgen einer Nicht-Senkung sind haben wir hier festgehalten.

Folgender informativer Artikel ist kürzlich in der Finanz und Wirtschaft erschienen. Darin ist zu lesen, wovon die schlussendliche Rentenhöhe eigentlich abhängt. Fazit: Nicht nur der Umwandlungssatz bestimmt, wie gross die Rente dereinst wird.

Die Senkung des Mindestumwandlungssatzes von 6.8% auf 6% ist mitunter eines der zentralen Reformelemente im letzten Freitag vom Parlament verabschiedeten Reformpaket «Altersvorsorge 2020». Im folgenden Artikel lesen Sie die Antworten zu 5 wichtigen Fragen rund um dieses Thema. Nächste Woche erfahren Sie mehr zu der Zukunft der Renten und zum Deckungsgrad der Pensionskassen.

In einem Interview vom 03.03.2017 im Tages Anzeiger kritisiert Werner C. Hug die Pensionskassen und wirft ihnen vor, kurzsichtig zu handeln und es mit den Senkungen des Umwandlungssatzes unter 5 Prozent zu übertreiben.
Dazu ist Folgendes zu entgegnen: Die Führungsverantwortlichen von Pensionskassen kommen nicht umhin, sich an den Realitäten der weiterhin steigenden Lebenserwartung und des Tiefzinsumfeldes zu orientieren und entsprechende Massnahmen zu treffen. Es geht um die langfristige Sicherstellung der finanziellen Stabilität der Pensionskasse. Alles andere ist fahrlässig.

Ein Artikel, der die Mechanismen, welche die berufliche Vorsorge beeinflussen, sehr übersichtlich erklärt, ist unlängst im Bote der Urschweiz und der Neuen Luzerner Zeitung erschienen. Im Artikel wird erläutert, wie sich die Niedrigstzinsen und die grundsätzlich erfreuliche Tatsache, dass die Menschen immer länger leben, auf die Finanzierungslage der Pensionskassen auswirken. Zudem wird aufgezeigt, wie die Pensionskassen ihre Umwandlungssätze anpassen, um auf diese neuen Gegebenheiten zu reagieren. Der Artikel zeichnet damit ein anschauliches Bild der aktuellen Finanzierungssituation der Pensionskassen. Er zeigt zudem auf, wie verschiedene Anspruchsgruppen auf die aktuelle Situation reagieren können. So wird den Jüngeren beispielsweise ans Herz gelegt, zusätzlich zu den obligatorischen Beiträgen Geld zu sparen. Dies ist über die freiwillige Vorsorge der Säule 3a oder über Pensionskassen-Einkäufe möglich.

Das Thema der Altersvorsorge gewinnt in den Medien zunehmend an Beachtung. Die Diskussionen werden lauter und Forderungen an die Politik konkreter. So schreibt heute etwa die NZZ zum Thema Umwandlungssatz, die Politik würde der Wirklichkeit meilenweit hinterher trotten. Solche Aussagen belegen, dass die Dringlichkeit der Problematik von immer mehr Leuten erkannt wird und eine Anpassung der Umwandlungssätze als notwendig und sinnvoll erachtet wird.

Wie Hansueli Schöchli von der NZZ richtig schreibt, ist für ein faires Leistungsniveau der Pensionskassen-Renten nicht die Jahresrente entscheidend, sondern die Jahresrente, multipliziert mit der Zahl (zu erwartender) Rentenjahre. Entsprechend der gestiegenen Lebenserwartung ist es daher nicht unfair, sondern folgerichtig, den Umwandlungssatz in der zweiten Säule zu senken. Nur so kann das angesparte Alterskapital auf die zu erwartenden Rentenjahre verteilt werden, ohne dass Verluste zulasten der kommenden Generationen entstehen.

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