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Finanzen – Ein Einkauf in die Pensionskasse ist umso rentabler, je kürzer die Zeit ist, in der der Betrag in der Pensionskasse bleibt. Einzahlungen in die Pensionskasse darf man vom steuerbaren Einkommen abziehen, das Guthaben ist nicht als Vermögen und die Zinserträge sind nicht als Einkommen zu versteuern. Diese Vorteile machen freiwillige Einzahlungen (sogenannte Einkäufe) trotz der aktuell tiefen Pensionskassenzinsen sehr attraktiv – besonders für Erwerbstätige, die kurz vor der Pensionierung stehen. Die Rendite eines PK-Einkaufs ist nämlich umso höher, je höher das steuerbare Einkommen und damit die Steuerersparnis bei der Einzahlung ist, und je kürzer das Geld in der Pensionskasse bleibt. Ein Beispiel: Ein Arbeitnehmer zahlt 50’000 Franken in seine PK ein. Dadurch reduziert sich seine nächste Steuerrechnung bei einem Grenzsteuersatz von 30 Prozent um 15’000 Franken (siehe Tabelle). Der effektive Kapitaleinsatz beträgt also 35’000 Franken. Die einbezahlten 50’000 Franken wachsen bei einer jährlichen Verzinsung von 2,5 Prozent innert zehn Jahren auf 64’000 Franken. Nach Abzug der Kapitalauszahlungssteuer von angenommenen neun Prozent verbleiben 58’240 Franken. In Bezug auf das effektiv eingesetzte Kapital ergibt das nach zehn Jahren eine Rendite von 5,2 Prozent pro Jahr. Bei einem Bezug nach fünf Jahren beträgt die Rendite 8 Prozent, nach drei Jahren 11,9 Prozent.
Unter dem Titel "Die Suche verlorener Pensionskassen-Schätze" berichtete Radio DRS gestern: In der Schweiz lagern nachrichtenlose Gelder der 2.Säule in Milliardenhöhe. Diese Gelder wurden einst von arbeitenden Personen einbezahlt, gingen bei einem Stellenwechsel jedoch verloren. Wer solche Guthaben vermutet, kann bei der «Zentralstelle 2. Säule» kostenlos eine Anfrage einreichen. Die Suche nach Geldern der beruflichen Vorsorge wird auch von privaten Firmen angeboten. Diese Firmen nehmen den Suchenden gegen eine Gebühr die Schreibarbeit ab.
Serge Lutzgen vom VZ VermögensZentrum erörterte am 23. Oktober 2010 in der Basler Zeitung die Vor- und Nachteile von PK-Einkäufen. Freiwillige Einzahlungen in die Pensionskasse rentieren grundsätzlich. Sie sparen Steuern und erhöhen die Rente. Bei gestaffelten Einzahlungen sei die Steuerersparnis fast immer grösser. Im Folgenden der Artikel im Wortlaut:
In einem Interview mit cash.ch fordert ASIP-Direktor Hanspeter Konrad "eine Entschlackung des BVG («Neues BVG»)". "So haben wir vorgeschlagen, dass die Festlegung des Mindestzinses und des Umwandlungssatzes nicht in die Kompetenz des Bundesrats und des Parlaments gehört. Darüber sollten die Pensionskassen selber entscheiden, so wie es in Liechtenstein schon der Fall ist." Hintergrund ist dass die Pensionskassen wegen überhöhter Umwandlungssätze permanent zu hohe Renten auszahlen müssen. "Bezahlen müssen das die Jungen.
Der folgende Beitrag stammt aus der Bilanz von heute befasst sich mit den Vorteilen von Einzahlungen in die Pensionskasse. Selbständig Erwerbende können damit zwar einfacher auch  AHV-Beiträge sparen, müssen die AHV-Beitragsverfügungen aber genau kontrollieren, denn immer noch wird falsch abgerechnet.
Sowohl die Neue Zürcher Zeitung als auch 20 Minuten greifen heute ein Thema auf, das im benachbarten Ausland an Brisanz zunimmt: die Lebenserwartung steigt und die Vorsorgegelder müssen deshalb immer länger ausreichen. Die NZZ greift "Reformvorschläge der OECD für den Schweizer Arbeitsmark" auf, in denen die OECD warnt " Wie viele andere Länder muss zudem auch die Schweiz Antworten auf die Alterung der Gesellschaft und die Aussicht auf eine Schrumpfung der Erwerbsbevölkerung finden. «Energische» Antworten wie die Erhöhung des Rentenalters werden laut OECD nötig sein." Potenzial zur Steigerung der Beschäftigungsquote ortet die OECD bei den Frauen.
Diverse Medien berichten heute darüber, dass die Forscher Johan Bollen und Huina Mao der US-Universität Indiana und Xiao-Jun Zeng von der Manchester University herausfanden, dass sich mit Twitter die Richtung des Dow Jones Index recht genau vorhersagen lässt. Laut «New York Times», wiesen die Forscher nach, dass die Richtung des US-Börsenindexes wenige Tage vorher durch Analyse von Twitter-Botschaften mit 87,6-prozentiger Wahrscheinlichkeit vorausgesagt werden kann.
An der letzten Fachmesse (2008) lancierte der VPS-Verlag ein Fachwörterbuch für die berufliche Vorsorge. Nach einem Jahr war die Auflage ausverkauft. An der jüngsten Fachmesse wurde die zweite, konzeptionell überarbeitete, ergänzte und aktualisierte Auflage des Fachwörterbuchs druckfrisch vorgestellt. In der Neuauflage werden 150 Fachwörter und 800 Schlagwörter behandelt. Die Fachbegriffe werden erklärt, mit Hinweisen auf die Praxis versehen und in einem Beispiel vertieft.
Letzte Woche gab es, wie die NZZ schreibt, eine "kleine Sensation in der Sozialpolitik": Die Sozial- und Gesundheitskommission (SGK) des Nationalrats fällte einen einstimmigen Grundsatzentscheid zur BVG-Überschuss-Verteilung. Damit sind Überschüsse gemeint, die private Lebensversicherungsunternehmen erwirtschaften, welche das Geschäft der beruflichen Vorsorge betreiben. Es handelt sich also NICHT um die Pensionskassen der Zweiten Säule, die als Stiftungen organisiert sind, sondern um die Versicherungsunternehmen, die eine Zweite Säule anbieten. Im Gegensatz zu den Pensionskassen sind Versicherungen profitorientierte Unternehmen. Pensionskassen geben alle Überschüsse und Erträge vollumfänglich an ihre Versicherten weiter. Versicherungen haben daran ein geringeres Interesse, da es deren Gewinn schmälert. Deshalb ist die Legal Quote so wichtig. Sie legt fest, wieviel der Erträge an die Versicherten abgegeben werden müssen. Da Versicherungen nur ca. 20 % des Alterskapitals der zweiten Säule verwalten, ist die Bedeutung der Legal Quote relativ wichtig, darf aber auch nicht überschätzt werden.

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