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Sowohl die Neue Zürcher Zeitung als auch 20 Minuten greifen heute ein Thema auf, das im benachbarten Ausland an Brisanz zunimmt: die Lebenserwartung steigt und die Vorsorgegelder müssen deshalb immer länger ausreichen. Die NZZ greift "Reformvorschläge der OECD für den Schweizer Arbeitsmark" auf, in denen die OECD warnt " Wie viele andere Länder muss zudem auch die Schweiz Antworten auf die Alterung der Gesellschaft und die Aussicht auf eine Schrumpfung der Erwerbsbevölkerung finden. «Energische» Antworten wie die Erhöhung des Rentenalters werden laut OECD nötig sein." Potenzial zur Steigerung der Beschäftigungsquote ortet die OECD bei den Frauen.
Diverse Medien berichten heute darüber, dass die Forscher Johan Bollen und Huina Mao der US-Universität Indiana und Xiao-Jun Zeng von der Manchester University herausfanden, dass sich mit Twitter die Richtung des Dow Jones Index recht genau vorhersagen lässt. Laut «New York Times», wiesen die Forscher nach, dass die Richtung des US-Börsenindexes wenige Tage vorher durch Analyse von Twitter-Botschaften mit 87,6-prozentiger Wahrscheinlichkeit vorausgesagt werden kann.
An der letzten Fachmesse (2008) lancierte der VPS-Verlag ein Fachwörterbuch für die berufliche Vorsorge. Nach einem Jahr war die Auflage ausverkauft. An der jüngsten Fachmesse wurde die zweite, konzeptionell überarbeitete, ergänzte und aktualisierte Auflage des Fachwörterbuchs druckfrisch vorgestellt. In der Neuauflage werden 150 Fachwörter und 800 Schlagwörter behandelt. Die Fachbegriffe werden erklärt, mit Hinweisen auf die Praxis versehen und in einem Beispiel vertieft.
Letzte Woche gab es, wie die NZZ schreibt, eine "kleine Sensation in der Sozialpolitik": Die Sozial- und Gesundheitskommission (SGK) des Nationalrats fällte einen einstimmigen Grundsatzentscheid zur BVG-Überschuss-Verteilung. Damit sind Überschüsse gemeint, die private Lebensversicherungsunternehmen erwirtschaften, welche das Geschäft der beruflichen Vorsorge betreiben. Es handelt sich also NICHT um die Pensionskassen der Zweiten Säule, die als Stiftungen organisiert sind, sondern um die Versicherungsunternehmen, die eine Zweite Säule anbieten. Im Gegensatz zu den Pensionskassen sind Versicherungen profitorientierte Unternehmen. Pensionskassen geben alle Überschüsse und Erträge vollumfänglich an ihre Versicherten weiter. Versicherungen haben daran ein geringeres Interesse, da es deren Gewinn schmälert. Deshalb ist die Legal Quote so wichtig. Sie legt fest, wieviel der Erträge an die Versicherten abgegeben werden müssen. Da Versicherungen nur ca. 20 % des Alterskapitals der zweiten Säule verwalten, ist die Bedeutung der Legal Quote relativ wichtig, darf aber auch nicht überschätzt werden.
Peter Hagen,  Filialleiter der Zürcher Kantonalbank in Pfäffikon, beschreibt im Zürcher Oberländer, was man bei der Pensionskasse beachten muss, sollte man sich frühpensionieren lassen wollen: Wichtig ist eine frühzeitige Information Wer mit dem Gedanken spielt, sich vorzeitig pensionieren zu lassen, tut gut daran, die Auswirkungen auf die Pensionskassenrente sorgfältig abzuwägen. Jede der über 2000 Pensionskassen in der Schweiz kennt in Bezug auf die vorzeitige Pensionierung eigene Bestimmungen. Diese sind im jeweiligen Reglement der Pensionskasse festgehalten.
Vorsorge und Steuern: Ein Urteil des Bundesgerichtes zu Art. 79b Abs. 3 BVG sorgt für Unruhe: Zulässigkeit von Einkäufen und Kapitalbezügen innerhalb der Dreijahresfrist? Ein vor kurzem erst veröffentlichtes Urteil des Bundesgerichtes vom 12. März 2010 (vgl. 2C- 658/2009) sorgt für einige Unsicherheit und Unruhe. Zum Urteil und der darin behandelten Problemstellung ist Folgendes festzuhalten: Mit Wirkung ab 1. Januar 2006 definiert Art. 79b Abs. 3 Satz 1 BVG das Verhältnis zwischen Einkauf und anschliessendem Kapitalbezug wie folgt: „...Wurden Einkäufe getätigt, so dürfen die daraus resultierenden Leistungen innerhalb der nächsten drei Jahre nicht in Kapitalform aus der Vorsorge zurückgezogen werden...“ Obwohl der Wortlaut klar ist, gab / gibt dieser Artikel seit Inkrafttreten immer wieder Anlass zu Diskussionen. Einzelne kantonale Steuerbehörden stellen sich insbesondere auf den Standpunkt, dass überhaupt kein Teilkapitalbezug (z.B. auch als WEF-Vorbezug) mehr möglich sei, da ein im Zeitpunkt des Einkaufs bereits vorhandenes Altersguthaben ebenfalls unter die 3-jährige Sperrfrist falle. Sie vermuten in diesem Fall eine Steuerumgehung. Diese Haltung wurde in Vorsorgekreisen massiv kritisiert, jedoch im eingangs zitierten Entscheid des Bundesgerichtes fälschlicherweise geschützt. Worum ging es?
Beim BVG-Mindestzins für 2011 scheiden sich die Geister. Für die einen zu tief, ist er für die anderen zu hoch angesetzt. Und manche schrecken auch nicht davor zurück, Aussagen aus dem Zusammenhang zu reissen und damit ihre Standpunkte zu untermauern. So vertritt zum Beispiel der Pensionskassenverband ASIP aktuell ebenfalls den Zinssatz von 2%, aber die Gewerkschaft Travail.Suisse kritisierte diesen Prozentsatz mit der Aussage, "einmal mehr würden die Interessen der Versicherten missachtet. Der Mindestzinssatz sei notorisch zu tief angesetzt.

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