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Von Peter Metzinger, Mitglied des mit-uns-fuer-uns-Redaktionsteams "Die Leute denken nicht weiter als morgen." war die Antwort eines Kollegen, als ich kürzlich auf Facebook fragte, wie man das Thema Pensionskassen, das uns ja alle angeht, so rüberbringen kann, dass mehr Dialog entsteht. Dieser Dialog hingegen entwickelte sich sehr interessant weiter, weshalb ich ihn hier wiedergeben möchte: Peter Metzinger Frage mich, wie man das Thema Pensionskassen, das uns ja alle angeht, so rüberbringen kann, dass mehr Dialog entsteht... (via seReive) R.H.
In der gestrigen Handelszeitung befasst sich ein Artikel mit der Frage, welche Ansätze es für Schweizer Pensionskassen  gibt, mehr Verantwortung für die Anlagen zu übernehmen und gleichzeitig ihre Anlagen vermehrt zu schützen. Nicolas Holliger, CFA, Head Institutional Sales, und Tobias Meyer, Head Structuring & Products, beide UBS Global Asset Management, Zürich, schlagen verschiedene Lösungen vor:
In der NZZ von heute vergleicht Andrea Martel die Finanzierungssituation der Sozialwerke mit einem Schneeballsystem und spricht dementsprechend von einer "Subprime-Gefahr". Gemeint ist die Tatsache, dass die Sozialwerke mehr versprechen, als sie werden halten können, sofern ihre Finanzierung nicht besser geregelt wird. Zitat:
Letzten Woche beschloss der Bundesrat eine Verordnungsänderung, die die Freizügigkeitsstiftungen betrifft. Freizügigkeitsstiftungen dienen der Erhaltung des Vorsorgeschutzes. Wenn eine versicherte Person eine Vorsorgeeinrichtung verlässt (sog. Freizügigkeitsfall) und nicht in eine neue Vorsorgeeinrichtung eintritt, muss die Austrittsleistung gemäss Freizügigkeitsgesetz (FZG) auf eine Freizügigkeitseinrichtung überwiesen werden. Dies trifft in der Regel zu, wenn jemand das Arbeitsverhältnis auflöst und nicht sofort eine neue Stelle antritt.
Der mutmassliche Korruptionsfall rund um die Beamtenversicherungskasse (BVK) des Kantons Zürich hat auch im Sommerloch immer wieder für Berichte gesorgt, weil immer weitere Informationen zutage kamen. Gemäss den aktuellsten Informationen hat der Verdächtige zwar einen sechsstelligen Geldbetrag entgegengenommen, jedoch möglicherweise schon in den neunziger Jahren und als Darlehen. Knifflig wird die Frage der Verjährung. Denn selbst wenn der Staatsanwaltschaft der Nachweis gelingen sollte, dass es sich bei der Unterstützung von D. G. um Bestechung handelt, sind alle Zahlungen vor dem Juni 2000 verjährt. (Siehe Tages-Anzeiger vom 16. Juli 2010) Wie auch immer der Fall konkret weitergehen wird, was auch immer bewiesen wird, es stellt sich die Frage danach, ob es sich um einen Einzelfall handelte oder das ganze Pensionskassensystem korrupt ist, sowie, was man denn konkret tun kann, damit sich solche Fälle nicht wiederholen.
15 Jul 10
Wir machen Pause bis zum 2. August und wünschen allen Lesern ein paar schöne Sommerwochen. Die Redaktion
Der Beobachter schreibt am 09.07.2010, dass Pensionskassen laut eines neuen Bundesgerichtsurteils vom 31.03.2010 eine Begünstigungserklärung fordern dürfen, wenn sie das Todesfallkapital an Konkubinatspartner auszahlen sollen. "Stirbt eine bei einer Pensionskasse versicherte Person, haben die Ehefrau oder der Ehemann und die Kinder Anspruch auf Hinterlassenenleistungen. Für Konkubinatspartner gilt das nicht.
In der Glückspost vom 08.07.2010 fragt ein Leser: "Ich habe die Kündigung erhalten. Im Reglement meiner Pensionskasse steht, dass man zwangsweise vorzeitig pensioniert wird, wenn man bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses zwischen 58 und 65 Jahre alt ist. Ich bin 61 und suche wieder einen Job. Kann mich die Pensionskasse trotzdem zum Bezug der Altersrente zwingen?"

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