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Wie Hansueli Schöchli von der NZZ richtig schreibt, ist für ein faires Leistungsniveau der Pensionskassen-Renten nicht die Jahresrente entscheidend, sondern die Jahresrente, multipliziert mit der Zahl (zu erwartender) Rentenjahre. Entsprechend der gestiegenen Lebenserwartung ist es daher nicht unfair, sondern folgerichtig, den Umwandlungssatz in der zweiten Säule zu senken. Nur so kann das angesparte Alterskapital auf die zu erwartenden Rentenjahre verteilt werden, ohne dass Verluste zulasten der kommenden Generationen entstehen.
In seinem Kommentar vom Mittwoch zeigte Bundheshausredaktor Markus Brotschi auf, dass einzelne Kompensationsmassnahmen, wie etwa die von den Gewerkschaften vorgeschlagene AHV-Erhöhung, nicht langfristig, beziehungsweise ganzheitlich genug an die Problematik herangehen. Die gegenwärtige Problematik des Schweizer Altersvorsorgesystems gründet nebst der schwierigen Situation auf dem Kapitalmarkt darin, dass das Verhältnis von aktiv Versicherten pro Rentner zukünftig abnehmen wird.
In einem Gespräch mit der Zeitung «der Bund» hat Innenminister Alain Berset auf die Dringlichkeit einer mehrheitsfähigen Reform des Schweizer Altersvorsorgesystems aufmerksam gemacht. Er betonte dabei die Kompromissbereitschaft aller beteiligten Akteure und wies in diesem Zusammenhang etwa auf die Angleichung des Rentenalters von Männern und Frauen hin. Ausserdem sprach er über die Probleme der zweiten Säule, wo zurzeit eine massive Umverteilung der Gelder zwischen aktiver Generation und Rentnern stattfindet.

Medienmitteilung des Schweizerischen Pensionskassenverbands ASIP vom 12. April 2016

Mit realitätsfernem Wunschdenken lassen sich die Renten nicht erhöhen.
Zürich. Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP kritisiert die heutige Kommunikation des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes zum so genannten Rentenabbau.

Bereits zuvor wurden an dieser Stelle die Schwierigkeiten thematisiert, die das gegenwärtige Anlageumfeld mit sich bringt. Im Interview mit der Unternehmerzeitung wird mit Philipp Gmür, CEO der Helvetia, einem Repräsentanten der Lebensversicherer Gehör geboten. Er unterstreicht, wie wichtig im BVG-Geschäft langfristiges Denken ist, um heute versprochene Kapital- und Rentenleistungen auch in 20 oder 30 Jahren noch erbringen zu können.
Neben der AHV und der 2. Säule ist die private Vorsorge, die 3. Säule, ein wichtiger Teil des gesamten Altersvorsorgesystems. Obwohl zurzeit auch für Säule 3a-Konten nur sehr niedrige Zinsen in Aussicht stehen, bleibt das individuelle Sparen für die Altersvorsorge attraktiv. Denn ein 3a-Konto bringt einige Steuervorteile mit sich. Dieser Ratgeberartikel zeigt, welches diese Steuervorteile sind und wie sie möglichst gewinnbringend ausgereizt werden können. cash Online; 10.03.2016; Von Pascal Züger; Trotz aktuell tiefer Zinsen bleiben 3a-Konten attraktiv.
Die Frage danach, wieviel Rente man bei seiner Pensionierung erhält, beschäftigt die meisten Menschen früher oder später. Deshalb publizierte der TagesAnzeiger im Februar den Artikel «Pensionskasse: So berechnen Sie Ihre Rente». Darin wird auf den Umwandlungssatz aufmerksam gemacht, da dieser entscheidend ist für die Höhe der ausbezahlten Rente.
Die Zahlen, die die AHV gegenwärtig aufweist, sind leider alles andere als erbaulich. Im vergangenen Jahr hat die AHV einen Verlust von 558 Millionen Franken eingefahren, der AHV-Fonds schrumpfte auf 44,2 Milliarden Franken. Diese Entwicklung zeigt, wie wichtig es ist, sich nicht bloss auf die AHV zu verlassen und auch die dringend nötigen strukturellen Änderungen im Bereich der zweiten Säule gemeinsam anzupacken. Handelszeitung; 17.03.2016; Ausgaben-Nr. 11 Seite 3; Unternehmen & Politik Unternehmen & Politik; Urs Paul Engeler; Marcel Speiser AHV.
Unlängst haben die Pensionskasse der Credit Suisse und die BVK Kürzungen von Altersleistungen angekündigt. Dass die Versicherten solchen Entscheiden kritisch gegenüber stehen liegt nahe. Umso wichtiger ist es, nachvollziehbar zu machen, woher diese Entscheide rühmen und dass sie letztlich ein langfristiges Sichern des Rentensystems bedeuten. Die Vorsorgeeinrichtungen stehen zurzeit stark unter Druck. Das Anlageumfeld mit ultraniedrigen Zinsen macht es immer schwieriger, verlässliche Renditen zu erzielen und bedingt daher Anpassungen an die Realität des Marktes.
Die grösste Schweizer Pensionskasse, die BVK, hat kürzlich über den beschlossenen Vorsorgeplan 2017 informiert, der auf Anfang nächsten Jahres in Kraft treten soll. Demnach werden der technische Zinssatz, sowie der Umwandlungssatz im überobligatorischen Bereich gesenkt, um aus der Unterdeckung herauszukommen und die zurzeit massiv stattfindende Umverteilung von Jung zu Alt zu bremsen. Der BVK-CEO Thomas Schönbächler erklärt im NZZ-Interview, weshalb dies ein mutiger, wenn auch unangenehmer, Schritt in die richtige Richtung sei. Neue Zürcher Zeitung; 04.03.2016; Ausgaben-Nr.

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