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Der Bundesrat sieht zukünftig vor, den Kapitalbezug aus der 2. Säule einzuschränken. Er argumentiert eine Kausalität zwischen Kapitalbezug und steigenden Ausgaben für Ergänzungsleistungen. Der vorgesehene staatliche Eingriff in die Eigentumsrechte ist jedoch aus mehreren Gründen problematisch: Einerseits würde man mit solchen Einschränkungen alle Versicherten bestrafen, die vorsichtig und nachhaltig mit ihrem bezogenen Vorsorgevermögen umgehen. Andererseits, so wird im folgenden Zeitungsartikel beschrieben, würden Leute mit tieferer Lebenserwartung benachteiligt.
Auf dem heutigen Arbeitsmarkt ist die Vorsorge für viele Stellenbewerber und Mitarbeiter ein wichtiges Element der Anstellungsbedingungen. Als Unternehmer lohnt sich deshalb eine regelmässiges Prüfen und Anpassen der BVG-Lösung, um im Bereich der beruflichen Vorsorge ein konkurrenzfähiges Angebot machen zu können. Dieser Ratgeberartikel der Neuen Luzerner Zeitung erklärt, wie man als KMU-Inhaber diesbezüglich vorgehen kann. Neue Luzerner Zeitung; 22.01.2016 Seite 32; Ratgeber; Thomas Sutter. Eidg. dipl.
Der Beitrag der Sendung SRF ECO vom vergangenen Montag zeigt übersichtlich und einleuchtend auf, mit welcher Problematik sich das System der betrieblichen Altersvorsorge gegenwärtig konfrontiert sieht. Aufgrund der demografischen Entwicklung findet heute eine massive Umverteilung zwischen aktiv Versicherten und neu Pensionierten statt und die derzeitige Situation am Kapitalmarkt macht es den Pensionskassen fast unmöglich, Geld zu erwirtschaften, ohne höhere Risiken einzugehen.
Das neue Jahr kommt schon bald in die Adoleszenz und die Frist zur Einreichung der Steuererklärung rückt näher. In diesem Zusammenhang sollten langsam auch die Vorsorgeausweise in den Briefkästen der Arbeitnehmer gelandet sein. Wie diese richtig gelesen werden, was die wichtigsten Punkte sind und weshalb der Vorsorgeausweis ebenso wichtig ist, wie die Lohnabrechnung, beschreibt der folgende Ratgeberartikel sehr anschaulich und verständlich. cash Online; 18.02.2016, von Marc Forster Der Vorsorgeausweis liest sich für manchen Arbeitnehmer wie ein Buch mit sieben Siegeln.
In einem «10vor10»-Interview vom vergangenen Freitag beantwortete Hanspeter Konrad Fragen dazu, wie die Pensionskassen reagieren sollen, wenn die Renditen schlecht sind und die Lebenserwartung stetig ansteigt. Er betonte, dass die Kassen als Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter stets eine Stabilisierung anstreben, um letztlich den längerfristigen Interessen der Versicherten gerecht zu werden. Jede Pensionskasse habe nach individuellem Stand zu prüfen, wie sie sich auf ein stabiles Fundament stellen kann.
In einem NZZ-Interview gibt ASIP-Direktor Hanspeter Konrad zu verstehen, wie stark die Vorsorgeeinrichtungen unter den von der Nationalbank verhängten Negativzinsen leiden. Auch in den kommenden Jahren werde es für die Pensionskassen nicht einfach, genügend Kapital zu erwirtschaften. Um Unterdeckungen zu vermeiden ist es deshalb wichtig, dass sich der festgelegte Mindestzins an einer langjährigen Durchschnittsrendite orientiert und in guten Jahren nicht sofort angehoben wird.
Gegenwärtig findet in der zweiten Säule eine starke Umverteilung von Jung zu Alt statt, die so nicht vorgesehen war. Gemäss dem Pensionskassen-Experten Olivier Deprez kostet ein 65-jähriger Mann, der dieses Jahr mit einem Umwandlungssatz von 6,8% pensioniert wird und die maximale BVG-Rente erhält, die Beitragszahler seiner Kasse 125 000 Fr. Er hat nämlich nur 320 000 Fr. einbezahlt, erhält im Verlauf seines restlichen Lebens aber voraussichtlich 445 000 Fr. in Form von Renten zurück.
Vor zwei Tagen schrieb der Tagesanzeiger über eine neulich veröffentlichte Studie des UBS Vorsorge Forums. Die Reformvorschläge von Bundes- und Ständerat wurden verglichen und man schloss, dass das Reformpaket «Altersvorsorge 2020» die Renten nur für wenige Jahre sichern werde. Diese Information ist nicht neu, denn das Paket hat lediglich den Anspruch, diese bis ins Jahr 2030 zu sichern. Sie macht aber deutlich, dass gerade für jüngere und zukünftige Generationen die Ablehnung des Reformpakets das grösste Risiko darstellt. Eine Reform ist dringend und darf nicht scheitern.
Der von der Schweizer Nationalbank festgelegte Negativzins betrifft uns alle, da er die Pensionskassen mit rund 400 - 450 Mio. Franken pro Jahr belastet. Jede Pensionskasse lagert einen Teil ihres Geldes als liquide Mittel auf der Bank, welche ihrerseits verpflichtet ist, Negativzinsen an die Nationalbank zu zahlen. Die SRF-Rundschau vom 13. Januar ging der Frage nach, ob sich der Negativzins auf Rentengeldern umgehen liesse und sprach mit Heinz Karrer, Präsident von Economiesuisse und Bankrat der Schweizerischen Nationalbank, über die schwierige Situation der Pensionskassen.
Am 18. Januar hat das Bundesamt für Statistik (BfS) die definitiven Ergebnisse der Pensionskassenstatistik 2014 veröffentlicht. Unter anderem zeigte sich, dass im Vergleich zum Vorjahr rund 50% mehr Gelder in die Wertschwankungsreserven geflossen sind. Das gibt den Kassen die Möglichkeit, in Jahren mit schlechteren Anlage-Performances die Unterdeckung gering zu halten. Solche Reserven sind wichtig, um langfristig rentabel zu bleiben, sie sind aber nur möglich, wenn sich der Mindestzinssatz an der durchschnittlichen Rendite über mehrere Jahre orientiert.

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